Schach

Svane-Gukhesh

Alapin2 - 09. Nov '25
KO-Sieg für Frederik Svane.Heute sogar in den "normalen"Nachrichten !
Hasenrat - 09. Nov '25
Weltmeisterdämmerung ...
Hasenrat - 09. Nov '25
Dann haben wir mit 73 % Wahrscheinlichkeit bald drei Deutsche beim Kandidatenturnier am Start ... 😜
mr20 - 09. Nov '25
Der Weltmeister ist nicht der einzige Super-GM, der KO gegangen ist.
U.a. auch Anish Giri, der zuletzt auch sehr stark unterwegs war, gegen Alexander Donchenko, sowie Nodirbek Abdusattorov und Ian Nepomniachtchi.
Vabanque - 09. Nov '25
Tja, was soll man von einem Qualifikationssystem halten, in dem solche Dinge möglich sind?
Hasenrat - 09. Nov '25
Einiges soll man davon halten! So wird der Laden mal aufgemischt! Wenn Schach populärer, publikumswirksamer werden soll, braucht es solche Formate, keine Frage!
Vabanque - 09. Nov '25 Bearbeitet
Das mit dem KO-System hat die FIDE doch schon in den 90ern mal versucht ... und ist wieder davon abgekommen, wohl unter anderem, nachdem das dazu geführt hat, dass Leute wie Karpov im KO-Modus rausflogen ...
(Oder es war so, dass Karpov aus Protest gegen das KO-System ausstieg ... müsste man genauer recherchieren ... aber irgendwas war da definitiv.)
mr20 - 09. Nov '25
Es ist ein wenig wie im Fußball. Wer es nicht schafft in der regulären Spielzeit seine Überlegenheit in Tore umzusetzen, riskiert in der Nachspielzeit einen unglücklichen Gegentreffer zu kassieren.
Es gibt ja noch andere Wege ins Kandidatenturnier als über dies KO-Turnier.
Hasenrat - 09. Nov '25
Man könnte das ja durchaus verfeinern das KO-System. Ist ja jetzt auch ein wenig so, oder?
Auch die WM, ja, wie bei anderen Sportarten auch ...
Eine Gruppenphase, eine KO-Phase mit Miniserien, von klass. Partien und Tiebreak, warum nicht?
Das jetzige WM-Format finden ja auch alle langweilig und unangemessen.
Vabanque - 12. Nov '25 Bearbeitet
>>Das jetzige WM-Format finden ja auch alle langweilig und unangemessen.<<

Wirklich alle?🤔

Irgendjemand muss es doch gut finden, sonst wäre es wohl kaum so, wie es momentan ist.

So wie ich mir bei manchen Waren denke: 'Wer kauft denn sowas?' Aber es muss jemand kaufen, andernfalls wäre das Produkt gar nicht (mehr) auf dem Markt ...

Genauso mit Büchern, Musik etc. ... wenn niemand sowas gut finden würde, wäre es nicht auf dem Markt ...
Vabanque - 12. Nov '25 Bearbeitet
Es ist halt die grundsätzliche Frage, ob ein WM-Modus eher fair (zur ehrlichen Ermittlung des Besten) oder publikumswirksam sein sollte?
Hasenrat - 12. Nov '25
Was ist unfair, was ist unehrlich dabei?
Fair ist, wenn alle die gleichen Bedingungen haben. Ehrlich, wenn nicht gecheatet wird.
Nicht?
Hasenrat - 12. Nov '25
Wie steht's denn überhaupt? Irgendwie bekommt man von diesem Großereignis wenig mit, wenn man nicht aktiv recherchiert. Das ist sonst anders, hab ich den Eindruck ...

Es wurde ja schonmal bemängelt, dass es keinen cm-Nachrichtenticker gibt ... ;-)
toby84 - 12. Nov '25
"
Was ist unfair, was ist unehrlich dabei?
Fair ist, wenn alle die gleichen Bedingungen haben. Ehrlich, wenn nicht gecheatet wird.
Nicht?"

Das sehe ich wie hasenrat. Bestenfalls ist es ungeeignet, mit hoher wahrscheinlichkeit den tatsächlich besten kandidaten zu finden.
Vabanque - 12. Nov '25
Letzteres meinte ich natürlich. Sicherlich ist der Begriff der Fairness hier etwas schief.
Vabanque - 12. Nov '25
>>Hasenrat - vor 11 Min.
Wie steht's denn überhaupt? Irgendwie bekommt man von diesem Großereignis wenig mit, wenn man nicht aktiv recherchiert. Das ist sonst anders, hab ich den Eindruck ...<<

Ja, das ist schon komisch.
Hasenrat - 12. Nov '25
"Bestenfalls ist es ungeeignet, mit hoher wahrscheinlichkeit den tatsächlich besten kandidaten zu finden."

Aber das ist bei anderen Sportarten doch auch nicht so perfektionistisch.
pawnbroker - 12. Nov '25
@ Hasenrat, Youtube ist voll mit Videos zu vielen Spielen. Alle Keymer Spiele und andere auch werden live in voller Länge übertragen - allerdings ohne Kommentar. Die gibt es bei den üblichen Verdächtigen mit Gustafsson und Howell an der Spitze. Die offizielle Website ist auch gar nicht so schlecht für ein Worldcup Event.

Mit Donchenko ist schon ein Deutscher schon unter den letzten 16 und Blübaum war ja ohnehin schon fürs Kandidatenturnier qualifiziert. Wenn kein Deutscher gewinnt, würde es mich riesig freuen, wenn Peter Leko den Sieg davonträgt. Wahnsinnig sympathischer Zeitgenosse und Schach spielen kann er anscheinend auch noch ganz gut.

worldcup2025.fide.com/
Hasenrat - 12. Nov '25 Bearbeitet
Ja, vielen Dank! Dass es den content gibt, ist mir schon bewusst. Ich vermisse halt die aufploppenden Schlagzeilen en passant ...
pawnbroker - 12. Nov '25
Vielleicht liegt es daran, dass auf Grund des großen Teilnehmerfeldes bisher wenige der breit bekannten Meister aufeinander getroffen sind und wegen des frühen Ausscheidens einiger Favoriten (Nepo, Giri, Niemann, So, Gukesh) auch gar nicht mehr können - zumal einige Größen wie Caruana, Nakamura und dieser norwegische Typ gänzlich fehlen. Aber ich konnte ja auch nicht.
aguirre - 12. Nov '25
"Wie steht's denn überhaupt? Irgendwie bekommt man von diesem Großereignis wenig mit, wenn man nicht aktiv recherchiert. Das ist sonst anders, hab ich den Eindruck ..."

Twitch.TV: Channel chess24de überträgt ab 10:30, Katharina Reinicke und Steve Berger kommentieren
aguirre - 13. Nov '25
chess24 ist mit Katahrina und Steve jetzt online
aguirre - 13. Nov '25
Vincent ist raus
Hasenrat - 13. Nov '25
😨
Hasenrat - 13. Nov '25
Gut, das war ja auch zu 80% wahrscheinlich. 😜
Vabanque - 13. Nov '25 Bearbeitet
>>aguirre - vor 1 Std.
Vincent ist raus<<

🙁☹😕

So viel zum 'fairen' Qualifikationsmodus!

Keymer ist Nr. 4 der Weltrangliste!
aguirre - 13. Nov '25
so viel zum 'fairen' Qualifikationsmodus!

Was hat sein Ausschieden mit einem fairen Qualifikationsmodus zu tun?
aguirre - 13. Nov '25
Vincent ist ausgeschieden weil er es im Tiebreak 2x nicht verstanden hat mit den weißen Figuren eine bessere Stellung zum Sieg zu führen. Und dann scheidest halt aus.
ps
Die Einschätzung stammt nicht von mir sondern dem IM Steve Berger, live verfolgt auf Twitch.

Mit den Modussen, Modis, Mod.... hat das nix zu tun.
Vabanque - 13. Nov '25
Nakamura hat sehr schön (wenn man es so nennen will) das FIDE-Qualifikationssystem ad absurdum geführt, um sich fürs Kandidatenturnier zu qualifizieren😁

de.chessbase.com/post/nakamura-teilt-ersten-platz-und-erfuellt..
aguirre - 13. Nov '25
Also bei einem anderen Modus hätte Vinsent die Partien gewonnen? spannend
Vabanque - 13. Nov '25
>>weil er es im Tiebreak 2x nicht verstanden hat mit den weißen Figuren eine bessere Stellung zum Sieg zu führen<<

Was der Kritiker bzw. Kommentator selber natürlich auf alle Fälle geschafft hätte, ganz klar ... vor allem wenn der Kritiker selber 400 Elopunkte weniger hat als Keymer.

Das ist so wie bei Fußball-Kommentatoren, die den Elfer selbst mit Sicherheit nie vergeben hätten ... oder keinen Fehlpass geschossen etc.
aguirre - 13. Nov '25
Was der Kritiker bzw. Kommentator selber natürlich auf alle Fälle geschafft hätte, ganz klar ... vor allem wenn der Kritiker selber 400 Elopunkte weniger hat als Keymer.

könnte ein Selbstor sein lol
Vabanque - 13. Nov '25
Der in meinen Augen gerechteste Modus, der natürlich zugegebenermaßen fürs Publikum absolut unspannend wäre, wäre, einfach die 8 Erstplatzierten der Weltrangliste das Kandidatenturnier spielen zu lassen (mit Nachrückern, falls Magnus oder andere verzichten), so wie es ja ähnlich 1948 auch gehandhabt wurde (nur dass es damals 6 Spieler waren, von den auch noch einer verzichtete, und keiner nachrückte).

Diese momentan komplizierten Qualifikationswege führen nur dazu, dass man überhaupt nicht mehr durchblickt, vor allem da sie ständig geändert werden.
Sie geben Außenseitern die Chance, ins Kandidatenturnier zu rutschen, was vielleicht manch einer gut finden wird, was aber meistenteils nur dazu führt, dass es dem Außenseiter dann eben genauso passiert wie im Vorjahr Abasov, der dann auch auf dem letzten Platz landete.
Vabanque - 13. Nov '25
>>Hasenrat - vor 1 Std.
Gut, das war ja auch zu 80% wahrscheinlich. 😜<<

Ich dachte, nur zu 70%? Angeblich hatte er ja eine 30%-Chance😉
Alapin2 - 13. Nov '25
Hatte gestern und heute mal online reingeguckt.Meine unmaßgebliche Patzermeinung : Vincent hat teilweise einfach schlecht gespielt.( wie schon in der 2.(3.?)Runde,als er eine total gewonnene Partie verdaddelte und nur mit freundlicher Hilfe des Gegners noch gewann).
Das hat doch nichts mit dem Modus zu tun.
Vabanque - 13. Nov '25
Aber in einem anderen Modus hätte es diese Partien doch wohl überhaupt nicht gegeben.
Ich finde nicht nur KO-Turniere ungerecht, sondern auch Turniere, wo am Anfang eine Gruppeneinteilung erfolgt, wie eben hier bei chessmail. Wird man einer schweren Gruppe zugelost, scheidet man aus, während man eine andere Gruppe wohl gewonnen hätte.
Der einzige in meinen Augen wirklich gerechte Turniermodus ist jeder gegen jeden, und zwar doppelrundig, so dass jeder mal mit Weiß und mal mit Schwarz gegen den gleichen Gegner drankommt. Alles andere ist zu zufallsbehaftet.
Vabanque - 13. Nov '25
Im Übrigen ist mir bewusst, dass es ziemlich sinnlos ist, über einen Modus zu diskutieren, den wir überhaupt nicht beeinflussen können.

Nur eins noch: Wenn der Modus so gut ist, warum wird er dann jedes Jahr geändert?🤔
aguirre - 13. Nov '25
Aber in einem anderen Modus hätte es diese Partien doch wohl überhaupt nicht gegeben.

Das können nun Spieler in jedem Modus der Welt als Argument vorbringen, wenn sie verloren haben...
Der Modus war Schuld, in einem anderen Modus hätte es diese Partie, die ich verdattelte, nicht gegeben.
Alapin2 - 13. Nov '25 Bearbeitet
...sind doch sowieso immer die anderen Schuld, wenn was schiefläuft...🤣
P.S.: Ist ja auch niemand gezwungen, mitzuspielen,wenn einem was nicht passt, oder !?
Vabanque - 13. Nov '25
>>P.S.: Ist ja auch niemand gezwungen, mitzuspielen,wenn einem was nicht passt, oder !?<<

Genau das praktiziert zurzeit ja Carlsen ... und wird dafür von vielen kritisiert.
Alapin2 - 13. Nov '25
Kasparov hatte damals ja auch seinen eigenen Laden aufgemacht.
Trotzdem fand ich,als Zuschauer Tage später in der Schachzeitung, die FIDE-Geschichte ( Chalifman,später Ponomariev)im KO-System interessanter !
Vabanque - 14. Nov '25
>>Trotzdem fand ich,als Zuschauer Tage später in der Schachzeitung, die FIDE-Geschichte ( Chalifman,später Ponomariev)im KO-System interessanter !<<

Spannender für Zuschauer, ja, aber bis heute sind diese Leute nicht richtig als Weltmeister anerkannt.
Vabanque - 14. Nov '25 Bearbeitet
Gestern beim Vereinsabend in meinem neuen Schachverein haben auch ein paar Vereinskollegen das Thema diskutiert, und waren einhellig der Meinung, dass es schlicht lächerlich ist, wenn die Nr. 4 der Weltrangliste nicht im Kandidatenturnier mitspielen darf. Ich habe mich dazu nicht geäußert, das hätte ich nur getan, wenn ich eine Gegenmeinung zu vertreten gehabt hätte.
Allerdings hatten wir eine ähnliche Situation ja tatsächlich schon im vorigen Kandidatenturnier (2024), wo die damalige Nr. 4 der Weltrangliste (Abdusattorov) nicht mitspielen durfte, dafür aber Nr. 114 (!).
Nichts wirklich Neues also! Es scheint uns nur so, weil jetzt eben Nr. 4 ein Deutscher ist.
Hasenrat - 14. Nov '25
Am einfachsten und allergerechtesten und fairsten und ehrlichsten wäre, dass der jeweilige Weltranglistenerste automatisch Weltmeister ist. ;-P
Alapin2 - 14. Nov '25
Genau !! Dann brauchen wir keine Fussball-WM mehr, und Magnus kann sich zurücklehnen, bis der jetzt gerade geborene Inder dann mit 18 Elo-Erster ist!
😜
Roland54 - 14. Nov '25
Magnus kann sich wirklich zurücklehnen.
Am Dienstag Online Turnier gegen beste Gegner
mit 11/11 gewonnen.
Alapin2 - 14. Nov '25
...hätte er doch nicht gemusst.Wozu Turniere als Ranglisten-Erster ! 🤣
Vabanque - 14. Nov '25
Ja, das Leben als Weltranglisten-Erster ist wirklich langweilig ... der Ärmste😉
Roland54 - 15. Nov '25
Gestern im Schnellschach nur 14,5 zu 7,5 gegen Caruana, schwach😜
Vabanque - 15. Nov '25 Bearbeitet
Schnellschach ist sowieso nochmal eine andere Baustelle ... wir erinnern uns doch an die WM Carlsen-Caruana, die einzige der Schachgeschichte, in der alle regulären (langsamen) Partien remis endeten, aber Carlsen dann im Tiebreak (also Schnellschach) gewann.
Im Rapid ist Caruana auch nur Nr. 7, nicht Nr. 2. Insofern ist das Ergebnis nicht so überraschend.
Im Blitz ist Caruana sogar nur Nr. 12, d.h. desto schneller es wird, desto schlechter wird er. (Genau wie ich😁)
pawnbroker - 15. Nov '25
Dubov hat über Caruana gesagt, dieser sei unter den Top 20 derjenige, der am wenigsten Schachverständnis hätte und deshalb würde er ihn so bewundern. Wenn jemand durch harte Arbeit Carlsen die Stirn bieten könne, dann wäre das inspirierend. Dass Dubov nicht Unrecht hat, zeigt sich wohl auch in Caruanas (Un-)Fähigkeit unter Zeitdruck richtige Entscheidungen zu treffen: je weniger Zeit, desto mehr macht sich fehlende Intuition bemerkbar.

Das Wettkampfformat ist auch immer ein Komproniss zwischen den Bedürfnissen der Spieler, Zuschauer, Organisatoren und Sponsoren. Und selbst die einzelnen Gruppen haben unterschiedliche Interessen. Nie wird es den einzelnen Modus geben, der alle zufrieden stellt und das objektiv richtige Resultat erzielt. Zurücklehen und einfach genießen, was die Akteure aufs Brett zaubern, erzeugt bei mir aber schon Freude unabhängig vom Format.
Vabanque - 15. Nov '25 Bearbeitet
>>Dubov hat über Caruana gesagt, dieser sei unter den Top 20 derjenige, der am wenigsten Schachverständnis hätte und deshalb würde er ihn so bewundern. Wenn jemand durch harte Arbeit Carlsen die Stirn bieten könne, dann wäre das inspirierend. Dass Dubov nicht Unrecht hat, zeigt sich wohl auch in Caruanas (Un-)Fähigkeit unter Zeitdruck richtige Entscheidungen zu treffen: je weniger Zeit, desto mehr macht sich fehlende Intuition bemerkbar.<<

Naja, solche Aussagen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Spassky hat ja mal über Korchnoi gesagt, Letzterer hätte kein Talent und sei deshalb nie Weltmeister geworden. Und Korchnoi war damals - genau wie jetzt Caruana - die Nr. 2 der Weltrangliste gewesen!
Es gab im Schach immer schon - auch oder gerade an der Weltspitze - die intuitiven Spieler und die Rechner. Die intuitiven Spieler waren immer schon im Blitz die stärkeren.

Ich selber wäre froh, auch nur ein Hundertstel des angeblich so 'wenigen' Schachverständnisses eines Caruana zu besitzen.
Roland54 - 15. Nov '25
Es waren Partien 5+1,3+1, 1+1.

Ohne jede Chance war Caruana bei 1+1.
Ich meine mich zu erinnern, dass Carlsen 8 in Folge gewonnen hat und dann 2
Partien am Ende verloren hat.
War hoch interessant, die Spiele zu verfolgen einschließlich der Mimik und Gestik der Kontrahenten.
Vabanque - 15. Nov '25
>>Ohne jede Chance war Caruana bei 1+1<<

Vielleicht einfach geringere manuelle Geschicklichkeit beim Ziehen der Figuren und Drücken der Uhr? Mit Schach hat das Spiel auf so eine Bedenkzeit m.E. ja nicht mehr so viel zu tun, es verkommt dann fast zum reinen Geschwindigkeitswettbewerb.

Außerdem gibt es generell Schnelldenker und Langsamdenker, und die Schnelldenker sind nicht unbedingt auch die besseren, wie ich z.B. auch von meinen Schülern weiß😉
pawnbroker - 15. Nov '25
Du missverstehst möglicherweise Dubovs Punkt. Ihm ging es eben nicht um die Betonung des geringeren Talents (dessen Richtigkeit sich ja zumindest scheinbar durch die Weltranglistenpositionierung in den unterschiedlichen Zeitformaten widerspiegelt) und eine Abwertung Caruanas, sondern vielmehr um die Bewunderung, dass sich Caruana seine Position hart erarbeitet hat.

Deinen Frohsinn kann ich sehr gut nachempfinden, mir geht es genauso.
Vabanque - 15. Nov '25
>>Ihm ging es eben nicht um die Betonung des geringeren Talents (dessen Richtigkeit sich ja zumindest scheinbar durch die Weltranglistenpositionierung in den unterschiedlichen Zeitformaten widerspiegelt)<<

Geringeres Talent für Hochgeschwindigkeitsschach, ja. Aber daraus generell geringeres Talent für Schach abzuleiten, finde ich gewagt.

Ich habe neulich an einem Nahschach-Blitzturnier mit 5min OHNE Inkrement teilgenommen. Abgesehen davon, dass ich die meisten Partien auf Zeit verloren habe (wie zu erwarten), bin ich da hinter Spielern gelandet, die 400 DWZ weniger haben als ich, allerdings immer noch vor Spielern, die eine höhere DWZ haben als ich. Da sieht man mal wieder, wie aussagekräftig Blitzschach-Ergebnisse sind.
Meine Abneigung gegen Blitz hat dieses Turnier natürlich nur zementiert.
Roland54 - 15. Nov '25
Jeder Jeck ist anders.
Ich liebe Blitz, früher mit Uhr und manchmal Bierpulle,
heute hier im Netz.
Lieber als ewig lang dauernde Normalpartien.
pawnbroker - 15. Nov '25
Die unterschiedlichen Zeitformate sind eben andere Schachkategorien. Nicht ganz so offensichtlich wie bei der Leichtathletik, aber ich glaube es gibt durchaus Parrallelen.
Allerdings gibt einen 100m Weltmeister und einen Marathon Weltmeister. Beide laufen, was das Zeug hält, keiner von beiden wird den anderen je in seiner Disziplin schlagen. Im Schach kann eine Person durchaus alle Weltmeistertitel erringen.
Vabanque - 15. Nov '25 Bearbeitet
>>Lieber als ewig lang dauernde Normalpartien.<<

Kommt drauf an, was 'Normalpartien' sind. Hier, mit tagelangen (oder gar wochenlangen) Bedenkzeiten, sind sie mir mittlerweile auch viel zu zäh. Deswegen spiele ich hier kaum mehr, das Warten auf selbstverständliche Züge macht mich schier wahnsinnig. Aber die normale Bedenkzeit von Ligapartien empfinde ich als gerade richtig. Gerne auch Schnellschach (falls mit Inkrement), aber bitte kein Blitz, schon gar nicht ohne Inkrement. Da habe ich schon vom ersten Zug an das Gefühl, verloren zu haben, falls ich nicht in jedem Zug schneller bin als der Gegner.
Übrigens war ich nicht der einzige, der nach dem oben erwähnten Blitzturnier gesagt hat, dass er kein Turnier ohne Inkrement mehr spielen wird. Und wir waren uns einig, dass mit Inkrement eine völlig andere Tabelle herausgekommen wäre.
Vabanque - 15. Nov '25
>>Im Schach kann eine Person durchaus alle Weltmeistertitel erringen.<<

Auch den im Fernschach?🤔
Vabanque - 15. Nov '25
>>pawnbroker - vor 17 Min.
Die unterschiedlichen Zeitformate sind eben andere Schachkategorien. Nicht ganz so offensichtlich wie bei der Leichtathletik, aber ich glaube es gibt durchaus Parrallelen.
Allerdings gibt einen 100m Weltmeister und einen Marathon Weltmeister. Beide laufen, was das Zeug hält, keiner von beiden wird den anderen je in seiner Disziplin schlagen.<<

Der Vergleich wird oft gebracht, und obwohl er sicher - wie jeder Vergleich - seine Schwächen hat, so hat mir dennoch noch niemand einen besseren anbieten können.
So wie in der Leichtathletik verlangen im Schach langsame Partien neben Schachverständnis und Rechenvermögen eben auch Ausdauer (in Konzentration), bei schnellen Partien sind andere Qualitäten gefragt.
pawnbroker - 15. Nov '25
Dann sind wir ja mal wieder einer Meinung.
Vabanque - 15. Nov '25
So weit ich mich erinnere, befürwortet Carlsen ja auch kürzere Bedenkzeiten im 'langsamen' Schach. Darüber kann man natürlich denken wie man mag, aber generell kommt für mich Carlsen als ein eher ungeduldiger Typ rüber. Caruana ist mir persönlich sympathischer, was aber natürlich wieder ein ganz anderes Thema ist. Nicht der sympathischste Spieler soll Weltmeister sein, sondern der beste. Würde Sympathie zählen, dann könnten z.B. auch Aljechin, Botwinnik oder Kasparov bei mir nur wenig punkten. Trotzdem schaue ich mir ihre Partien gerne an.
Vabanque - 15. Nov '25
>>pawnbroker - vor 1 Std.
1
Dann sind wir ja mal wieder einer Meinung.<<

In den wesentlichen Punkten auf jeden Fall.