Vorschläge und Anregungen

Erschweren bzw. Verhindern von Pushen im Live- und Fernschac

Laudatio - 09.08.19    

Hallo shaack,
um das Ärgernis des "Pushens" im Fernschach und Liveschach hier bei Chessmail zu verhindern bzw. es zu erschweren hätte ich einige Vorschläge zu machen. Ob meine Vorschläge technisch umsetzbar sind kann ich leider nicht beurteilen, da ich nur "Anwender" bin und nur wenig technische Kenntnisse besitze. Diese Vorschläge sollen nur als Diskussionsgrundlage gelten.
A) Jede IP-Adresse kann nur mit maximal zwei Nicknamen hier bei CM teilnehmen.
B) Die im Fernschach zu startenden Partien zwischen zwei Nicknamen sind auf zwei Partien beschränkt und sollten diese beendet sein können pro Tag nochmals zwei Partien zwischen diesen Nicknamen gestartet werden. So wird verhindert, dass sich zwei Nicknamen mit jeweils 30 Einladungen (also insgesamt 60 Spielen) pushen. Dieser Lösungsvorschlag betrifft hier nur das Fernschach. Für mein geliebtes Liveschach hier funktioniert das leider nicht.
C) Dauerhafte Sperrung von IP-Adressen. Das verhindert zwar nicht, dass manche sich neue IP-Adressen besorgen, ist aber für diese Personen mit relativ viel Aufwand verbunden.
D) Matt und Partieaufgabe vor dem 7. Zug (bzw 14. Halbzug) wird nicht gewertet.

Danke für die Kenntnisnahme und Gruß
Laudatio

patzer0815 - 09.08.19   +

Matt vor dem 7.Zug nicht zu werten, halte ich für sehr fragwürdig.
Das Schäfermatt beispielsweise taucht auf Anfängerniveau regelmäßig auf.
Es darf nicht sein, dass es bei regulären Partien keine Punkte für einen Sieger der nichts falsch gemacht hat (auch wenn es aus meiner Sicht nicht klug ist auf Schäfermatt zu spielen).

Ich selbst habe schon ohne Schiebung im 3.Zug mattgesetzt.
So etwas passiert.

Vabanque - 09.08.19    

Da es dynamische IP-Adressen gibt, dürften die Punkte A) und C) in der Aufzählung von Laudatio leider nichts bringen.

Die Kritik von patzer0815 an der Nicht-Wertung kurzer Partien teile ich.

Bisher ist es ja so, dass Partie-Aufgabe vor dem 7. Halbzug (also bis zum 3. Zug) nicht gewertet wird, Matt vor dem 7. Halbzug jedoch schon. Dieser Umstand wird von den Schiebern ausgenutzt.
Setzt man die Grenze höher, schließt man damit zwar einige 'echte' Partien aus, verhindert die Schiebung aber trotzdem nicht, sie ist bloß mit mehr Aufwand verbunden (die Schieber müssen sich dann längere Partien ausdenken, die Partie 1. e4 g5 2. d4 f6 3. Dh5# reicht dann nicht mehr).

JamesBond007 - 09.08.19    

Hallo ! :-)

... dabei läuft hier bei Chessmail alles inoffiziell und "streng" anonym... Welches konkrete Interesse kann wohl im Pushen vorliegen ? Ist mir irgendwie en Rätsel...

Mit freundlichen Grüssen

Marcel ~ alias JamesBond007

Vabanque - 09.08.19    

>>Welches konkrete Interesse kann wohl im Pushen vorliegen ?<<

Wahrscheinlich der (zweifelhafte) Spaß daran, das System zu überlisten ...

MarkD - 09.08.19    

Auf anderen Servern gibt es die Anzeige: spielt auch als... (wird anhand der IP-Adresse erkannt, die zeitnah wieder genutzt wird).

Und ich würde Spiele von der gleichen IP-Adresse verbieten - das würde nur den Fall einschränken, dass sich Familienmitglieder im gleichen Netz befinden und online gegeneinander spielen wollen. Das ginge dann halt nicht, ich würde in dem Fall ein Holzbrett empfehlen.

Vabanque - 09.08.19    

>>Auf anderen Servern gibt es die Anzeige: spielt auch als... (wird anhand der IP-Adresse erkannt, die zeitnah wieder genutzt wird). <<

Funktioniert dies aber zuverlässig?

MarkD - 10.08.19    

Nun, ich kenne den Programmcode dahinter nicht, kann mir aber vorstellen, dass es ganz gut zu analysieren ist. Nur der Fall, dass z.B. Vater und Sohn vom gleichen PC aus spielen, wäre halt nicht abgedeckt, da sie eine IP-Adresse teilen. Da ich selbst nur mit einem Konto pro Server spiele, kann ich natürlich kein abschließendes Urteil abgeben.

fisgis - 11.08.19    

Und natürlich könnte sich der Pusher auch gemütlich mit Computer und Mobiltelefon hin setzen und zwei verschiedene IP-Adressen für seine zwei Accounts nutzen.
Ich denke, effektiv lässt sich das Problem nicht lösen, daher wohl weiter beobachten und die offensichtlichen Fälle entfernen.

Schlafabtausch - 12.08.19    

IP Adressen werden doch Dynmaisch vergeben oder?

MarkD - 12.08.19    

ja, aber zu einer Zeit hat sie immer nur einer

fisgis - 12.08.19    

In einen Netzwerk mit serverseitiger IP- Vergabe durch DHCP ist das wohl so. Dort gibt es einen Pool von IP-Adressen, welcher dynamisch vergeben wird, wobei man auch hier eine beliebige Vergabedauer festlegen kann.
Doch zuhause beim 'normalen' Hausanschluss bäbbelt man eigentlich immer mit der gleichen IP-Adresse rum, daher sollte dies dann eindeutig sein.

Schlafabtausch - 12.08.19    

JA aber beim nächsten LOG IN hat er doch ne andere oder verstehe ich das falsch? Und wie gesagt: Man würde auch familienmitglieder ausschließen bzw. das spielen erschweren. Nicht nur gegeneinander: Was wenn Familien eine Mannschaft bilden wollen etc?

fisgis - 12.08.19    

Kannst du ganz einfach mal eine Weile beobachten. Einfach ab und zu auf 'Start' klicken, 'cmd' eingeben und im Eingabefenster ipconfig abrufen. Die IPv4- Adresse sollte sich 'daheeme' nicht ändern.

Schlafabtausch - 12.08.19    

Ja alles richtig. Doch wie gesagt: Man müsste sicherstellen dass Familienmitglieder unterschiedliche Nicks anlegen können.

fisgis - 12.08.19    

Es ist ja meines Wissens auch möglich, mehrere User unter der selben IP zu verwenden. Oder wie macht es sonst Platz 1 und 2 der Liveschachwertung?

MarkD - 12.08.19    

nun, ich würde Live-Spiele von der gleichen IP verbieten.
Ansonsten würde ich es halt anzeigen ("spielt auch als: ...")
und erst mal nichts einschränken.

Nur zu cmd und ipconfig: die dort angezeigte Adresse ist in der Regel nicht die extern verwendete. Die meisten von uns dürften einen Router nutzen, der nach außen hin das sog. NAT (network address translation) macht. Die externe Adresse sieht man entweder im Router oder z.B. unter

https://whatismyipaddress.com/de/meine-ip