Kommentierte Spiele

Eine Perle des Opferschachs Averbach-Kotov 1953

Kellerdrache - 28.02.20   ++
Die folgende Partie stammt aus dem Kandidatenturnier 1953 in Zürich.Die Namen der Kontrahenten sind heute vielen nicht mehr bekannt. Damals aber gehörten Sie zur absoluten Weltspitze.

Yuri Averbach war ein grundsolider Spieler, guter Verteidiger und vor allem brillanter Endspielvirtuose. Er ist heute offiziell der älteste noch lebende Großmeister.Aus seinem dünnen Buch „Was man über das Endspiel wissen muss“ haben Generationen von Schachspielern ihre ersten Endspielkentnisse erhalten. Sein Gegner in dieser Partie hätte in seinem Spielstil verschiedener nicht sein können. Alexander Kotov bevorzugte aggressives Angriffsspiel und unübersichtliche Komplikationen.

Im vorliegenden Exemplar besiegt er seinen Gegner mit einem spektakulären Damenopfer. Viele von euch werden die Partie schon kennen, da sie in zahlreichen Büchern auftaucht, aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen sie euch (erneut?) vorzustellen.


[Event "Kandidatenturnier"]
[Site "Zürich"]
[Date "1953.09.23"]
[Round "?"]
[White "Averbach, Juri"]
[Black "Kotow, Alexander"]
[Result "0-1"]
[ECO "A55"]
[PlyCount "102"]
[EventDate "1953.??.??"]
[SourceDate "2017.03.28"]

1. d4 Nf6 2. c4 d6 3. Nf3 Nbd7 4. Nc3 e5 5. e4 Be7 {Kotows bevorzugte
Verteidigung gegen d4 war normalerweise Königsindisch, aber man muss ja nicht
immer machen was die Anderen von einem erwarten.} 6. Be2 O-O 7. O-O c6 {
der schwarze Aufbau ist fest hat aber nicht unbedingt großes Angriffspotential.
Er ist nie superpopulär gewesen aber auch nie komplett aus den Turniersälen
verschwunden} 8. Qc2 Re8 9. Rd1 Bf8 {9.Td1 fesselt nach dem Abtausch auf e5
die zweite Deckungsfigur. Deshalb öffnet Schwarz die Turmlinie um im
Zweifelsfall mit dem Te8 nehmen zu können.} 10. Rb1 {in seinem Turnierbuch
weist Bronstein darauf hin, dass der weiße Plan bei diesem Aufbau den
Aufmarsch des Damenflügels einschliest} a5 11. d5 {
um die Öffnung der e-Linie zu verhindern} (11. a3 {die schematische Fortsetzung
} exd4 12. Nxd4 Nc5 {nebst a4 verhindert den gewünschten Bauernsturm}) 11...
Nc5 12. Be3 Qc7 13. h3 {
Averbach möchte nicht mit Sg4 zum Abtausch seines Läuferpaars gezwungen werden}
Bd7 14. Rbc1 {ein Zug den ich nicht wirklich verstehe. Der Turm steht hier gut
nur wenn es gelingt die c-Linie zu öffnen. Ich sehe jedoch keinen zwingenden
Weg wie das zu erreichen wäre} g6 {jetzt noch den Laufer nach g7 entwickeln
und man hat doch beinahe wieder Königsindisch auf dem Brett} 15. Nd2 {
überdeckt e4 ein weiteres mal und ermöglicht dadurch ein Vorgehen am Königsflügel mit f4} Rab8 {Laut Bronstein hat Schwarz zwei mögliche Pläne zum Gegenspiel.
Am Damenflügel etwa mit Tec8, gefolgt von cxd5 und b5 oder am Königsflügel mit
Kh8, Sg8 und f5. Beide Pläne sind nicht unbedingt sehr gefährlich, doch Weiß
muss eben bei prophylaktischen Zügen beide Ideen im Auge behalten.} 16. Nb3
Nxb3 17. Qxb3 c5 {
mit der Dame auf b3 ist die Verlockung groß mit b5 die b-Linie zu öffnen} (
17... b5 18. cxb5 cxb5 19. Nxb5 {
leider steht die schwarze Dame auch nicht so sicher} Qb7 20. Rc7 Qa6 21. Ra7
Qxa7 22. Nxa7 Rxb3 23. axb3 Nxe4 {Schwarz steht nicht unbedingt besser}) 18.
Kh2 {Mit c5 hat Kotow sich auf Gegenspiel am Königsflugel festgelegt.
Dementsprechend empfielt Bronstein sofortiges Handeln am Damenflügel} ({z.B mit
} 18. Qc2 Kh8 19. a3 Ng8 20. Bg4 {
nach Abtausch der weißfeldrigen Läufer öffnet Weiß die b-Linie}) 18... Kh8 19.
Qc2 Ng8 20. Bg4 {Weiß folgt dem von Bronstein skizzierten Plan, allerdings mit
einem durch Kh2 verschwendeten Tempo} Nh6 21. Bxd7 Qxd7 22. Qd2 Ng8 23. g4 {
kein guter Zug. Es kann ja eigentlich nicht im weißen Interesse sein am
Königsflügel Linien zu öffnen. Ein Angriff am Damenflügel mit Tcb1 und a3 wäre
zu bevorzugen} f5 24. f3 Be7 {auf die f-Linie gehört natürlich ein Turm} 25.
Rg1 Rf8 26. Rcf1 Rf7 27. gxf5 {viele Kommentatoren hielten das für den
entscheidenden Fehlzug. Doch er ist ja nur die konsequente Fortsetzung des mit
Tg1 begonnenen Plans eines Angriffs auf der g-Linie} gxf5 28. Rg2 f4 {
Ein sehr wichtiger Zug. Dieser Bauer schneidet die weißen Figuren vom Königsflügel ab und öffnet die h3-c8 Diagonale} 29. Bf2 Rf6 {
von hier aus kann Kotow nach h6 schwenken} 30. Ne2 Qxh3+ {ein knackiges
Damenopfer. Der König wird mit Gewalt aus seiner Festung geholt und die weißen
Figuren brauchen zu lange um ihm zur Hilfe zu kommen} 31. Kxh3 Rh6+ {
dem König bleibt nur die Flucht nach vorne} 32. Kg4 Nf6+ 33. Kf5 Nd7 {
beide Spieler waren in Zeitnot, daher fand Schwarz nicht den allerbesten Zug} (
33... Ng4 {wäre die perfekte Fortsetzung gewesen. Weißes Tg5 was in Folge
Averbachs Todeskampf verlängert wird dadurch verhindert} 34. Rxg4 (34. Kxg4
Rg8+ 35. Kf5 Rf6#) (34. Nxf4 {nur so kann ein schnelles Matt verhindert werden.
Allerdings unter großem Materialverlust} Rg8 {droht Tg5 matt} 35. Nh5 {
andere Züge werden mit Tf6 matt beantwortet} Rhg6 {
und auf das folgende Tg5 muss man schon die Dame zurückgeben}) 34... Rf8#) 34.
Rg5 {
da Schwarz ja eine Dame geopfert hat kann man ruhig etwas Material zurückgeben}
Rf8+ 35. Kg4 Nf6+ 36. Kf5 Ng8+ 37. Kg4 Nf6+ 38. Kf5 Nxd5+ {Diese Züge sind zu
verstehen wenn man sich an die Zeitnot erinnert. Kotow sieht zu, dass er zu
erst einmal seine 40 Züge zusammen bekommt. Da er gerade einen Bauern gewonnen
hat kann er jetzt wieder die Stellung wiederholen ohne Remis zu machen} 39.
Kg4 Nf6+ 40. Kf5 Ng8+ 41. Kg4 Nf6+ 42. Kf5 Ng8+ 43. Kg4 Bxg5 44. Kxg5 Rf7 {
droht zweizügig Matt. 45...Tg7+ 46.Kf5 Tf6 matt} 45. Bh4 {überdeckt nach Tg7+
das Feld f6. Der Läufer opfert sich um seinem König das Leben zu retten} (45.
Nxf4 Rg7+ 46. Kf5 Ne7#) 45... Rg6+ 46. Kh5 Rfg7 47. Bg5 Rxg5+ 48. Kh4 Nf6 49.
Ng3 {eine Figur nach der anderen opfert sich um das Matt zu verhindern} Rxg3 {
blos nicht 49...fxg3. nach 50.Dxg5 Txg5 51.Kxg5 hatte Weiß sogar wieder
Gewinnchancen} 50. Qxd6 R3g6 51. Qb8+ Rg8 0-1
Oli1970 - 01.03.20   +
Immer noch Erster??? Na gut, mache ich den Anfang: Ausgezeichnete Kommentierung einer Perle der Schachgeschichte! Ich weiß schon, warum ich Dich gebeten hatte, die Partie hier zu bringen, Kellerdrache! ;-) In dieser Kommentierung steckt wohl alles drin, was kommentiert werden kann.

Zum Zug 14. Tbc1: Der dürfte wohl gespielt worden sein, weil direktes b2-b4 einfach nicht mehr funktioniert. Auch nachdem Kotovs Tab8 würde b4 vorbereitet werden müssen. Insofern scheint der Turm auf zunächst c1 aktiver, auch wenn kein direkt wirkender Vorteil erkennbar ist. Ein paar Züge weiter hat sich die Stellung freilich geändert. Allerdings empfinde ich die Stellung während der nächsten Züge so komplex, dass ich die guten Züge jedenfalls nicht gefunden hätte / habe. Da befinde ich mich aber wohl in guter Gesellschaft, da Averbach die Stellung offenbar auch nicht korrekt eingeschätzt hat, wie so manchem Kommentar zum Spiel zu entnehmen ist. :-)

Spätestens der 25. Zug ist sicherlich die falsche Richtung, die Averbach einschlägt, wie im Kommentar zum 27. ja auch deutlich wird. Allerdings ist Kotows Antwort zumindest laut Engine auch nicht die erste Wahl. Stockfish empfiehlt hier f5-f4; ein Zug, den Kotow erst als 28. spielt. Damit wird das weiße Spiel weiter eingeengt. Averbach hätte im 25. und auch noch 26. Zug mit e4xf5 laut Engine deutlichen Vorteil erzielt. Die Kommentatoren scheinen sich aber wohl auch uneins; für Kotow habe ich die Empfehlung 26. .. Sf6 gefunden mit dem Hinweis, die Stellung sei dann ausgeglichen. Die Engine sieht gut 2 BE zugunsten von Weiß. Wohl doch alles nicht so einfach?!

Der eigentliche, vorentscheidende, Fehler Averbachs scheint 28. Tg2 zu sein. Hier kommt Kotow ins Spiel. Sowohl f4 als auch exf5 zum Öffnen der Stellung wären deutlich besser gewesen. Immerhin wird das Spiel zunächst einfacher für uns Nachspielende. Nach Kotows f5-f4 fällt es nicht schwer, h3 als Angriffsmarke zu identifizieren. Trotzdem ist das Spiel völlig ausgeglichen. Bis Averbach 30. Se2 zieht - offenbar mit dem Plan, Sg1 als Schutz für h3 folgen zu lassen. Dieser Zug, der die Partie quasi beendet, ermöglicht allerdings eine der sehenswertesten Kombinationen überhaupt. Mit dem Schlagen der Dame war klar, dass der König nicht mehr zurück hinter die eigenen Linien finden kann. Es gibt lediglich kleine Abzüge in der B-Note, die der Zeitnot geschuldet sind, aufgrund derer Kotow nicht den schnellsten Weg zum Spielende einschlug. Das soll aber keinesfalls die Glanzleistung schmälern, die Möglichkeit überhaupt erst gefunden und gespielt zu haben! Kotows Spielweise sicherte ihm mindestens ein Remis; es gab also keinen Grund, unter Zeitdruck alles zu riskieren.

Auch mit dieser Kommentierung habe ich das Mittelspiel noch als sehr kompliziert empfunden. So viele Möglichkeiten, die man kaum durchschauen kann, wenn man die Eröffnungspläne und die mit der fortwährend veränderlichten Stellung verbundenen Fallstricke nicht kennt. Umso schöner, dass die Kommentierung so ausführlich ist, den Pfad vorgibt und die Ideen hinter den Zügen erläutert.

Tolles Spiel! Als Kellerdrache kürzlich andeutete, diese Partie bringen zu wollen, war ich sofort Feuer und Flamme. Mag ja sein, dass sie in vielen Büchern bereits gebracht wurde - hier auf chessmail fehlte sie jedenfalls noch und erst recht in dieser Ausführlichkeit. Dankeschön!
Vabanque - 01.03.20    
Diese Partie kannte ich zwar, hatte sie aber sehr lange nicht mehr angesehen.
Insbesondere erinnerte ich mich nur an die Schlussphase ab dem Damenopfer, nicht aber an das vorangegangene Mittelspiel.
Auch mir geht es so, dass ich dieses Mittelspiel als ungleich komplizierter erlebe als die Phase nach dem Damenopfer. Danach ist alles eine Frage von Mattdrohungen und wie sie noch pariert werden können, davor sind die gegenseitigen Pläne fast undurchschaubar und unübersehbar in ihrer Fülle der Möglichkeiten.

Vielleicht steckt hinter 14. Tbc1 ja auch überhaupt keine konkretere Absicht als die, den Turm gegenüber der schwarzen Dame zu platzieren? Wie Tarrasch mal bemerkte, ist dies immer unangenehm, auch wenn noch so viele Steine dazwischen stehen.
Und die Variante zum 17. Zug von Schwarz zeigt doch sogar schon, wie der Turm plötzlich putzmunter werden könnte, wenn Schwarz sich zu b5 verleiten ließe. (Kurze Anmerkung: Wenn in der dort angegebenen Variante Schwarz 21. Dxa7 spielt, kann Weiß doch mit dem Läufer auf a7 wieder nehmen? :-/)
Zum 23. Zug von Schwarz (f5) wollte ich noch kurz ergänzen, dass dieser nicht nur fxg4, sondern vor allem f4 mit Läufergewinn droht, was die weiße Antwort beides abwehrt.
Und wie SF Oli1970 bereits angedeutet hat, will der weiße Zug 30. Se2 dem nach Tf6 drohenden Th6 mit dem Deckungszug Sg1 begegnen.
Zum Spiel nach dem Damenopfer gibt es natürlich nur wenig hinzuzufügen, mir sind aber noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen:
1) In der Variante nach dem statt 33... Sd7 besseren Sg4 ist m.E. nach 35... Thg6 weniger Tg5+ die Drohung (worauf der wK nach e6 ausweichen könnte, und was dann?), sondern wiederum Tf8 nebst Matt.
2) Das Nehmen des Bauern d5 im 38. Zug hat SF Kellerdrache in seiner Anmerkung ja plausibel erklärt, allerdings macht es sich Schwarz rein schachlich gesehen durch diesen Zug eher schwerer, da er der weißen Dame damit eine Linie zum eventuellen Gegenspiel öffnet (dies zeigt sich dann auch am Schluss).
3) In der Variante zum 45. Zug von Weiß ist nicht nur 46... Se7 matt, sondern auch Tf6 matt möglich.
4) Zu 50. Dxd6 siehe meine Anmerkung unter 2)! Mit einem weißen Bauern auf d5 wäre diese Aufregung nicht mehr möglich gewesen. Kotov hatte Glück, dass das Eindringen der weißen Dame letzten Endes ungefährlich war.
Ein wenig schade finde ich die beiden Schönheitsfehler 33... Sd7 und 38... Sxd5+ schon, aber es war halt ein Kampf zwischen Menschen und nicht zwischen Maschinen.
Da kann man doch nur sagen: bitte mehr davon :-)
Kellerdrache - 01.03.20    
Vielen Dank für eure ausführlichen Anmerkungen. Ja, eine fehlerlose Partie ist es keineswegs, auch vom Sieger nicht. Aber irgendwie macht es das beim Nachspielen ja noch spannender. Was 38...Sxd5 angeht hatte ich ja die Zeitnot Kotovs erwähnt, der wohl a) Remis durch dreimalige Stellungswiederholung vermeiden wollte und b) einfach seine 40 Züge machen musste bevor er wieder Zeit zum Denken hatte. Eine Situation, die ich aus meinen Nahschachpartien leider auch kenne.
Vabanque, du hast natürlich mit deiner Anmerkung zur Variante des 17.Zugs recht. Da merkt man sofort welche Varianten von mir sind. Umso richtiger ist dadurch die Einschätzung der Alternative b5. Wie viele von uns hätte sich verleiten lassen ?
Ob nun 28.Tg2 oder 27.gxf5 der entscheidende Fehler waren kann ich nicht entscheiden. Bronstein spricht in seinem Partiekommentar davon, dass die strategische Entscheidung eines weißen Angriffs am Königsflügel nach 17...c5 an sich bereits ein entscheidender Fehler ist. Ob er damit recht hat ?
Oli1970 - 01.03.20    
Der 28. Zug war der, der die Stellung einbrechen ließ, so scheint es. Die Züge davor sind wohl eher Fehler der Art, dass die Stellung anderes Spiel verlangte. „Man muss ja nicht immer machen, was die Anderen von einem erwarten.“, habe ich irgendwo gelesen. ;-)

Natürlich mag auch ich einem Bronstein nicht widersprechen, aber Averbach so früh einen Fehler zu unterstellen, scheint mir zu hart. Wenn es denn einer war, so hat ihn Kotow nicht nutzen können, und die Kommentatoren in den Medien sind sich auch nicht einig.
Sind aber Haarspaltereien, ein gutes Spiel ist ein gutes Spiel. :-)
Vabanque - 01.03.20    
>>Die Züge davor sind wohl eher Fehler der Art, dass die Stellung anderes Spiel verlangte.<<

Das sind dann eben strategische Fehler. Diese wirken sich meist nicht unmittelbar, sondern langfristig aus.

Nun macht aber gerade der von dir so sehr gescholtene 28. Zug gar nicht den Eindruck eines Fehlers. Und wie kann der 30. Zug (Se2) denn noch ein Fehler sein, Weiß hätte das Damenopfer doch auch durch andere Züge nicht mehr verhindern können?
Oli1970 - 01.03.20    
Dass es sich um strategische Fehler handelt, hat Kotow nicht beweisen können, denke ich. Das Spiel verloren hat Averbach ganz allein. Aber auch bei ihm herrschte Zeitnot, insofern standen beide Spieler vor den gleichen Problemen.

Laut J. Nunn (und Engine) sind beide Züge falsch. Der 28., weil er die Stellung aus dem Gleichgewicht brachte. 28. f4 wäre besser gewesen. Kotow hätte nicht seinerseits f4 spielen können, die Stellung wäre für ihn unbequem geblieben. Kotow hätte f5-f4 früher spielen sollen / müssen. Für den 30. gibt Nunn De1 nebst h4 an, mit dennoch schwarzem Vorteil. Das Damenopfer wäre nicht mehr sinnvoll gewesen.
Vabanque - 01.03.20    
Was ist denn genau der Unterschied, warum nach 30. De1 statt Se2 das Damenopfer nicht mehr geht?
Oli1970 - 01.03.20    
Verstehe ich nicht. Wohin soll es führen? Mit De1 und Lf2 ist im Falle von ..Dxh3 Kxh3 das Feld h4 doch bestens überdeckt? Oder was hast Du im Sinn? Nunn gibt daher 30. De1 Th6 31. h4 an. Brauchbar sieht laut Engine auch 30. Tg4 nebst h4 aus. Wie geschrieben mit Vorteil für Schwarz, aber immerhin rettet es das Spiel.
Vabanque - 01.03.20    
Ah ja stimmt, nach Th6+ könnte Weiß mit der Dame auf e1 tatsächlich Lh4 spielen und muss nicht mit dem König auf g4. Aber die Stellung mit dem Bauern auf h4 sieht auch wacklig aus :-/