Vorschläge und Anregungen

Spielabbruch bei Zeitüberschreitung

keinstein - 12.08.19    

Bei Zeitüberschreitung kann man entweder das Spiel als gewonnen werten oder es ohne Wertung abbrechen. M.E. es wäre es sinnvoll auch ein Remis zuzulassen, da es hier ja auch um Punkte geht. Mir ist daran gelegen die Wertungszahl an meiner tatsächlichen Leistung auszurichten. Deshalb breche ich Spiele auch erst nach einer erheblichen Überschreitung ab.

fisgis - 12.08.19    

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Verstehe ich es richtig, dass du mit dem vorgeschlagenen Remis die Wahl haben möchtest, deinem Gegner bei dessen Zeitüberschreitung noch Punkte zu schenken? (Sofern dessen Wertung entsprechend niedriger ist als deine..) ich finde, die Zeit spielt eine wesentliche Rolle, man vereinbart die Regeln zu Beginn der Partie. Dass ohne Wertung angebrochen werden kann ist sinnvoll, da manchmal höhere möchte im Spiel sind, aber in diesem Falle Remis zu setzen widerspricht meinem Empfinden nach völlig dem Sinn.

fisgis - 12.08.19    

2x Autokorrektur :(
'ohne Wertung abgebrochen'
und
'höhere Mächte'

keinstein - 12.08.19    

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich ein solches Spie verloren geben würde, wenn die Möglichkeit existierte.
Das hat doch mit "edel" gar nichts zu tun; ich möchte mir eine möglichst korrekte Wertungszahl erhalten.

fisgis - 12.08.19    

Woher weißt du, was deine korrekte Wertung ist? Hängt sie doch stark von deinen Gegnern an und wie ernst sie das Spiel betreiben und mit welchen Mitteln.?

keinstein - 12.08.19    

Nicht korrekt sondern möglichst korrekt; das ist korrekterweise ein deutlicher Unterschied!

Schlafabtausch - 12.08.19    

Ich sehe es wie fisgis. Zeitüberschreitung verleitet eine Partie bei Reklamation durch den Gegner. Da sind die Regeln eindeutig. Dass du dann evtl die Punkte nicht haben willst ist etwas anderes. Du hast ja auch die Möglichkeit einfach nicht zu reklamieren und auf den zug des Gegners zu warten um es aus zu spielen oder sich dann auf Remis zu einigen. Warum sollte man Sieg reklamieren ohne Punkte zu kassieren? In einem Freundschaftsspiel bspw würde ich immer laufen lassen, warum sollte ich da abbrechen? Das macht nur Sinn wenn man gewinnen und die Punkte will.

Schlafabtausch - 13.08.19    

Verliert muss es heißen im ersten satz. nicht verleitet

fisgis - 13.08.19    

Und es steht im zweiten Satz ;)

kimble - 13.08.19   +

Wenn man viele Śpiele betreibt, selbst immer Wert auf Zeiteinhaltung legt, ist ZÜ beim Gegner eigentlich nicht tolerierbar.
Trotzdem ist es immer eine Einzelfallentscheidung.
Ein "schlechtes Gewissen" bekomme ich nur dann, wenn der zeitüberschreitende Gegner besser steht bei Abbruch.
Stelle mich dann aber gerne den Diskussionen.
Bei 2 Punkten ist die Sachlage für mich ganz klar:
24 Stunden Modus, hier lebt die Qualität und Spannung des Spiels vom relativ knappen Zeitkorridor, da kann man im Einzelfall nicht erwarten, daß ich 27 Stunden warte.

Diejenigen, die sich am lautesten über meine "dreiste" Beendigung des Spiels beschweren haben in ihren beendeten playlists oft Beispiele, wo sie es aktiv genauso behandelt haben.
Auch darauf verweise ich gerne.

Völlig daneben finde ich ein Setzen meiner Person auf "ignore" nach Beendigung, gerade so als ob ich beleidigt hätte.
Hab ich auch bereits mehrfach erlebt, aber was soll's.
Notorische Zeitüberschreiter können m.E. diesen persönlichen Erfahrungswert im Vorfeld kommunizieren, ich für meinen Teil wüsste das dann einzuordnen.

Tschechov - 13.08.19    

Der Punktabzug für den säumigen Kontrahenten hat ja auch einen gewissen erzieherischen Wert. Den sollte man auch berücksichtigen.

Schlafabtausch - 13.08.19    

Ja es ist leider so, gerade hier bei CM, das Beenden auf Zeit als unmorlaisch angesehen wird. Ich lasse mich davon garnicht beeindrucken. Zeit um = Spiel verloren, und ich erwarte von jedem Gegner, dass er genauso gnadenlos sieg rekalmiere, wenn ich die Zeit überschreite.

Vabanque - 13.08.19   +

Das wurde hier schon oft diskutiert.

In der Regel sehen Spieler, die wie ich mit Nahschach aufgewachsen sind, die Beendigung durch Zeitüberschreitung als völlig legitimen Gewinn an.
Überschreite ich die Bedenkzeit, habe ich nach den Regeln verloren, und habe dies auch als regulären Partieverlust zu akzeptieren, da sollte es eigentlich gar keine Diskussion geben.

Diejenigen Spieler hier, die das Reklamieren auf Zeitüberschreitung als 'unmoralisch' ansehen, haben entweder nie Turnierschach gespielt, oder sie gehören zu der Gruppe (die es leider auch gibt), die anderen gerne unmoralisches Verhalten unterstellt bzw. die das auch brauchen, um sich selber moralisch überlegen zu fühlen. Dahin gehend gibt es ja auch im Forum immer wieder Beispiele.

Vabanque - 13.08.19    

Es ist auch schon mal vorgeschlagen worden, dass eine Zeitüberschreitung ja auch automatisch gewertet werden könnte, so dass gar keine 'moralische Zwickmühle' entstehen kann, und niemand gescholten werden kann als das System. Ich kenne einen Server, wo das so ist, und ich wüsste nicht, dass dadurch jemals irgendwelche Schwierigkeiten entstanden wären. Wer nicht rechtzeitig zieht, hat dann eben automatisch verloren, ohne dass der andere erst vorher reklamieren bzw. einen Button betätigen müsste. Das würde alle dahin gehenden Diskussionen schlagartig beenden und uns viele Ignores ersparen :-)

Schlafabtausch - 13.08.19    

Vabanque,

ja ich kenne das mit dem automatisch Spielende bei Zeitüberschreitung auch, aber ist das nicht eigntlich gegen die Schachregeln? Wir wollen doch hier möglichst nahe an FIDE Regeln spielen, gibts im turnierschach denn automatisch ende bei Zeitüberschreitung? ist mir nicht bekannt,...

Wie ist es denn im offiziellen Fernscachh also beim BBDF Fernschachbund bspw.?

Vabanque - 13.08.19    

>>Wir wollen doch hier möglichst nahe an FIDE Regeln spielen<<

Wer ist hier 'wir'? ;-)
Also ich wüsste nicht, dass chessmail der FIDE irgendwie verpflichtet wäre. Schon gar nicht in Bezug auf Bedenkzeitregelung. Fernschach hat diesbez. sowieso eigene Regelungen. Aber Zeitüberschreitung gab es im FS auch schon zu Postkartenzeiten.

Die dreimalige Stellungswiederholung wird auf cm ja auch automatisch Remis gesetzt, ohne dass einer der Spieler sie reklamieren müsste. Und das finde ich auch gut so, denn andernfalls bräuchten wir einen Schiedsrichter.

>>Wie ist es denn im offiziellen Fernscachh also beim BBDF Fernschachbund bspw.?<<

Das wäre interessant zu wissen. Vielleicht ist hier ja jemand Mitglied.
Zu Postkarten-Zeiten musste man natürlich ZÜ reklamieren, sonst hätte niemand davon Kenntnis erhalten, eine automatische Beendigung konnte es da ja nicht geben.

keinstein - 13.08.19    

Also ich spiele Fernschach um zu qualitativ höherwertigen Partien zu kommen und so mein Schachverständis zu vertiefen. Die Zeit spielt für mich hier eine untergeordnete Rolle auch wenn ich zügige Partien (24h) bevorzuge. Es macht mir wenig Spaß, Pläne zu entwickeln und diese beim nächsten Zug bereits wieder aus dem Auge verloren zu haben.

JamesBond007 - 13.08.19    

Hallo, Guten Tag ! :-)

In unserem alltäglichen Leben spielt die Zeit oder der Faktor Zeit eine wichtige wenn nicht entscheidende Rolle, wie z.B. in Sachen Recht ...

Hier bei Chessmail trifft man auf ganz verschiedene Spieler-Persönlichkeiten. Die einen wollen echtes Wettkampf-Schach betreiben, und die einen betreiben aus reinen Spass, abseits der strenge Turnier-Stimmung...

Ich komme vom Nahschach und spielte damals schon Fernschach mit dem Postkarten-System !

Hier, auf Chessmail, pflege ich es mit der Bedenkzeit so :

- Bei Turnierpartien : hat eine von mir festgestellte Bedenkzeitüberschreitung der Gewinn der Partie als Folge, unabhängig der Stellung...

- Bei Freundschaaftspartie mit oder ohne Wertung : da kommt es auf verschiedene Faktoren an... Meistens aber warte ich bis deer Gegner gespielt hat. Da meine Schachkarriere schon làngst beendet ist spielen bei mir die sog. Wertungspunkte nur noch eine untergeordnete Rolle...

Mit freundlichen Grüssen

Marcel ~ alias JamesBond007

Schlafabtausch - 13.08.19    

Vababque hier https://chessmail.de/pages/help.html

Heißt es "hier bei chesamail wird nach den FIDE Regeln gespielt"

Somit ist wenn man diesen Anspruch hat automatischer oaartieabbruch bei Zeitüberschreitung regelwidrig, da die Füße das auf Antrag des Gegners vorsieht. Natürlich kann shaak hier spielen lassen wie er will aber er gibt vorne an dass er nach FIDE Regeln spielen lässt.

Vabanque - 13.08.19    

Er gibt es an, ja, aber es trifft trotzdem nicht zu.

Denn dann dürfte eben, wie oben gesagt, Remis bei 3maliger Stellungswiederholung oder nach 50 Zügen ohne Schlag und Bauernzug auch nur nach Antrag eines Spielers und nicht automatisch gegeben werden.

Außerdem müsste 'Berührt-geführt' gelten, es dürften keine Bücher, Aufzeichnungen und Datenbanken oder sonstige Hilfsmittel erlaubt sein, und jeder, dessen Mobiltelefon klingelt, hätte verloren.

Also wird sowieso nur vorgeblich nach FIDE-Regeln gespielt. Das ist auch gar nicht möglich, denn es gibt keine FIDE-Regeln für Fernschach bzw. Online-Schach. Es gibt sie nur für Nahschach.

Lediglich die Gangart der Figuren bzw. die Regeln für Rochade, Schach und Matt sind hier wie in den FIDE-Regeln. Aber die sind auch in anderen Schach-Regelwerken gleich. Bereits die Regeln für Remis sind - wie oben erläutert - hier anders als in den FIDE-Regeln. Ich finde das automatische Remis bei 3facher Stellungswiederholung aber sehr gut. 'Im Nahschach ist das aber anders' finde ich in diesem Fall nur eine Ausrede, denn im Nahschach hat man gar nicht wirklich die Option des automatischen Remis, außer der Schiedsrichter beobachtet ständig alle Partien und beendet das Spiel ggf. sofort (freilich könnte ein elektronischer Schiedsrichter dies übernehmen, aber lohnt der Aufwand?).

Schlafabtausch - 13.08.19    

Ja wobei wie gesagt der BDF der offizielle Fernschachbund sogar.mitglied im dsb ist und dieser Mitglied in der FIDE. Somit gibt's ja doch indirekt FIDE Regeln für fernschach. Natürlich sind die nahschregeln nicht 1:1 umsetzbar, aber das was machbar ist sollte doch umgesetzt werden wenn man sich hier schon auf die beruft.

Schlafabtausch - 13.08.19    

Ja wobei wie gesagt der BDF der offizielle Fernschachbund sogar.mitglied im dsb ist und dieser Mitglied in der FIDE. Somit gibt's ja doch indirekt FIDE Regeln für fernschach. Natürlich sind die nahschregeln nicht 1:1 umsetzbar, aber das was machbar ist sollte doch umgesetzt werden wenn man sich hier schon auf die beruft.

Davon abgesehen das Gewinn auf Zeit Beantragen hat auch ein wichtige taktische Komponente. Ich.muss dazu nämlich nicht nur meine Zeit im Auge behalten sondern auch die.meinea Gegners. Nützt ja nichts wenn er die Zeit überzieht aber ich merke es auch nicht. Die FIDE könnte das im nahschach auch ganz einfach ändern, bspw die h Alarm bei Uhren, tut sie aber nicht, ist also gewollt das Antragstellen, oder eben auch nicht...

Walwut - 14.08.19    

Falls ich das richtig verstehe, dann müsste man jedesmal den Schiedsrichter bemühen, wenn man drei Mal die gleiche Stellung aufbaut. Und genauso bei Zeitüberschreitung. Ok, dann könnte man doch jedesmal, wenn normalerweise nach Schiedsrichter gerufen worden wäre, die Automatik "entscheiden" lassen. Das wäre in meinen Augen fair.

Schlafabtausch - 14.08.19    

Bei Stellungswiederholung hin ich nicht sicher ob das automatisch ist, aber ja, in Turnierschach, muss der Gegner den Sieg beantragen. Wobei das meist formlos geht. Es reicht in der r Gel wenn der Spieler sagt Zeit und auf die Uhr zeigt, in den unteren Ligen wird eh meist ohne Schiri gespielt. Aber wie gesagt der Gegner muss es wenigstens selber bemerken.

Schlafabtausch - 14.08.19    

Also bei Zeit.muss beantragt werden bei Stellungswiederholung ich weiß nicht ob das nicht automatisch Remis ist, bei der Zeit bin ich sicher nur auf Antrag.