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Schach spielen...

Maldon - 05.04.19  

Gibt es ein Funktion gegen Gegnern die am Ende am verlieren sind, und deshalb bewegen sie ihren Figuren hin & her damit es mit Remis endet??

So unsportlich und es macht def. kein Spaß so!

LG

Lounge - 05.04.19   +

Nein, gibt es nicht. Jeder spielt wie er will und auch auf Patt zur Not. Und das ist gut so.

Hasenrat - 05.04.19   +

Die Funktion heißt: ein so gut wie gewonnenes Spiel auch gewinnen! Auch wenn sich der im Nachteil befindliche Spieler mit allen Mitteln des Spiels dagegen stemmt.
Das ist Sport!

Schlafabtausch - 05.04.19   +

Hasenrat ist habe es mal so gelernt: Nichts ist schwieriger als eine gewonnene Partie zu gewinnen!

Dem Threadersteller kann man sagen: Nein, das ist sehr wohl sehr sportlich, der gegner bewegt sich innerhalb der regeln und stemmt sich natürlich gegen deinen Sieg. Schach gewinnst du nur durch MAtt, dafür musst du aber auch beweisen dass du den Gegner matt setzen kannst. Schaffst du es nicht, ist zurecht irgendwann remis, oder patt.

Schlafabtausch - 05.04.19   +

Lass den gegen ernicht hin und her ziehen, zwinge ihm eine Zugfolge auf, schaffst du das nicht ist zurecht remis.

Mglali - 05.04.19    

Solange er seine Zeit nicht aendert und bis zur letzten Minute wartet, ist das voellig okay.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Und nicht wenig Spiele enden wegen unachtsamkeit des Gewinners im Patt.

Vabanque - 05.04.19   +

Ich verstehe nicht ganz, was mit >>und deshalb bewegen sie ihren Figuren hin & her damit es mit Remis endet<< gemeint sein soll.

Strebt der Spieler ein Remis durch Zugwiederholung an? Wenn er das 'Hin- und Herbewegen' erzwingen kann, dann IST es ja auch Remis.
Wenn man gewinnen will, dann muss man Zugwiederholung halt vermeiden (falls möglich; falls nicht, ist das Remis ja legitim).

Oder ist gemeint, dass jemand bloß noch so rumzieht, obwohl er keine Chance mehr hat?
Das wurde in einem anderen Thread (über Partieaufgabe) neullich schon diskutiert.
Der Gegner hat immer das Recht, noch weiterzuspielen, so lange es noch nicht Matt ist. Man muss ihm dann aber beweisen, dass man in der Lage ist, ihn auch wirklich mattzusetzen. Freilich kann dies manchmal zu einer ganz schönen Geduldsübung werden.

Vabanque - 05.04.19    

Ah, ich sehe gerade, was in meinem letzten Absatz steht, hat SF Schlafabtausch oben ja schon geschrieben.

ALF.A_chess - 05.04.19   +

Das, was du tust ist grob unsportlich. Wenn du die Partie gegen Matthen meinst:

Die Partie stand spätestens seit dem 30.Zug absolut nicht mehr auf Gewinn, sondern auf Remis durch Zugwiederholung. Wo du eine Gewinnstellung siehst, ist mir echt schleierhaft. Dass sich Matthen durch Zugwiederholung das Remis sichert, ist doch vollkommen in Ordnung, nur sich dann darüber zu beschweren ist unerhört!

Und selbst wenn es eine klar verlorene Stellung gewesen wäre, was es nicht war, dann hat ein Spieler immer das Recht, weiterzuspielen und dies ist nicht unsportlich. Der Gegner will sich den Gewinn eben zeigen lassen oder die minimale Chance nutzen, vielleicht noch etwas zu holen. In gewissem Maße tut es auch nicht not, sofort die Flinte ins Korn zu werfen.
So habe ich auch im Nahschach einen Gegner, der bis zum Matt gespielt hat. Gestört hat mich das nicht, denn nur der, der die Gewinnstellung zum Sieg führen kann, hat einen Sieg auch wirklich verdient, sonst eben nicht.

Ich wüsste auch nicht, weshalb ein Weiterspielen in einer Verluststellung überhaupt unsportlich sein sollte. Unsportlich wäre es, wenn dazu der Gegner die Zeit bis zum Schluss ablaufen lassen würde oder wirklich immer auf dem letzten Drücker ziehen würde.

Gruß ALF.A_chess

ChessbyHRF - 05.04.19    

Ich schließe mich da ALF.A_chess vollkommen an.

Jupp53 - 05.04.19   +

Es kommt auf die Spielstärke an. Die allgemeine Empfehlung ist, die Partie auszuspielen. Das ist etwas anderes für DWZ 1000, DWZ 1500, DWZ 2000, DWZ 2500.

Bei 1000 empfehle ich als Trainer bis zum Matt zu spielen.
Bei 1500 wird im Verein keiner groß schimpfen, wenn mit Dame oder Turm weniger aufgegeben wird.
Bei 2000 blockiere ich anschließend auf Lichess Gegner, die ab Rapid aufwärts und zwei Minuten Restbedenkzeit mit zwei Bauern weniger und in Verteidigungsstellung weiter spielen. Da hat jeder seine Grenze.
2500 kann ich nicht beurteilen, was ich sehr bedauere. ;-)

Schlafabtausch - 05.04.19    

Nein Zeit bis zum Ende ablaufen lassen ist auch nicht unsportlich. Unsportlich = regelwidrig.

Nützt ein Spieler die ihm durch die Regel gegeben Zeit aus, ist das niemals unsportlich. Auch die Zeit kann taktisch eingesetzt werden, und sei es auch nur, im den Gegner an die Grenzen seiner Kondition zu bringen.

Jupp53 - 05.04.19    

Nachtrag:

Unsportlich ist es zu meckern, wenn einer bis zum Matt spielt. Denn das ist das gute Recht von jedem. Und meine Kategorisierung bezieht sich auf gleichstarke Gegner. Wenn der Schwächere vom Stärkeren lernen will, dann geht das über ausspielen.

Schlafabtausch - 05.04.19    

Wobei Jupp: kommt es dann auf die 2 Minuten noch an? Die kann der Gegner dich ausspielen oder? Muss er für die letzten 2 Minuten noch aufgeben?

Jupp53 - 05.04.19    

@Schlafabtausch

Sagen wir es mal so? Wenn ich warte, ob der Gegner tot vom Stuhl fällt, dann habe ich ein Problem. Da sollte ich ihm lieber eine letzte Freude machen und aufgeben.

Schlafabtausch - 05.04.19    

Jupp, meine erster Post Heute bezog sich auf die Aussage von Alphachess: "Unsportlich wäre es, wenn dazu der Gegner die Zeit bis zum Schluss ablaufen lassen würde oder wirklich immer auf dem letzten Drücker ziehen würde."

Und da sage ich: NEIN, das ist nicht unsportlich, weil unsportlich bedeutet sich regelwidrig zu verhalten. Sind die regeln so wie hier bei chessmail: 30 tage PRO ZUG, dann, ja, dann kannes sein dass der gegner wartet bis ich tot vom stuhl falle, dann ist es aber mein Problem sich auf so eine Zeit eignelassen zu haben. Das mittel wäre auch hier die Gesamtbenkzeit. Willst du also keinen Gegner der wartet dass du tot vom stuhl fällst, darfst du nurnoch spiele spielen, bei welchen die Gesamtzeit für die Partie von vornherein fest steht. Lässt du dich ein auf 30 tage pro Zug, unendlich solange bis einer tot umfällt, oder bis matt, dann kannst du dich hinterher ärgern, dass du das überhaupt angenommen hast, aber Unsportlich ist das dann immer noch nicht vom Gegner.

Mein Post an dich bezog sich auf: "Bei 2000 blockiere ich anschließend auf Lichess Gegner, die ab Rapid aufwärts und zwei Minuten Restbedenkzeit mit zwei Bauern weniger und in Verteidigungsstellung weiter spielen."

Warum? Wegen 2 Minuten die Aufregung? Er hat 2 Minuten später sowieso verloren, ok. zzgl., DEINER ZEIT die du noch brauchst, aber dafür kann er ja nix. Du machst an 2 Minuten ein Igno fest?

Schlafabtausch - 05.04.19    

Ernsthaft auch im nahschach: ich bin eigentlich ein ziemlich schneller Spieler, hab meist noch viel Zeit auf der Uhr, wenn sie sich beim Gegner schon dem Ende zuneigt, ich sollte meine Zeit oft besser nutzen, aber fakt ist ist tu es nicht, ich ziehe oft zu schnell. Ich hatte aber auch schon Gegner bei denen ich merkte, dass sie "Auf dem Sprung sind" es eilig haben, ständig auf die Armbanduhr oder wanduhr blicken...also sorry, selbst schuld...dann mache ich extra Langsam...Schach hat ja auch noch ne psychologische Komponente.

Jupp53 - 05.04.19    

@Schlafabtausch

Nimm es weniger Ernst. "Chacun á son goût."

Wer seine Zeit ablaufen lässt, wenn ich mit ihm spiele, der geht so auch mit meiner Zeit um. Daran mache ich dann ein Igno fest. Seitdem sehe ich sowas ganz entspannt. Manchmal vergesse ich das Igno auch. Könnte ja sein, dass es Wichtigeres gibt.

Unsportlich bezieht sich für mich nicht nur auf die Regeln. Höflichkeit oder Respekt gehören auch dazu. Wenn ein Gegner sich mit ty verabschiedet, dann kommt er auch nicht auf die Igno-Liste.

Nun bin ich zwar der einzige gültige Masstab für Benehmen am Schachbrett, aber mit Kleinigkeiten sollte man immer großzügig sein.

Schlafabtausch - 05.04.19    

Höflichkeit und Respekt sollte man ja immer jedem Menschen gegenüber erbringen, innerhalb und außerhalb des Sports, das hat mit dem Sport ja nichts zu tun, und kann somit auch nicht unsportlich sein.

Ein Sport definiert sich allein über die Regeln. Spiele ich auf einem Schachbrett, mit Schachfiguren nach "Dame" Regeln, was spiele ich dann für ein Spiel? Genau, DAME.

Allein die Regeln machen also den Sport aus, alles was innerhalb dieser Regeln ist ist somit meiner Meinung nach Sportlich. Auch wenn der Gegner die Regeln dann bis ins extreme Ausreizt. Dann sollte man andermal an anderer Stelle über die regeln diskutieren, da bin ich gerne dabei.

Übrigens empfinde ich es auch gerade als ein Zeichen von Respekt einem Gegner alles innerhalb der Regeln entgegnen zu stemmen was man kann. Das zeigt das man den Gegner ernst nimmt und als Gefährlich ansieht. Ein Gegner der nicht alles tut (was er den Regeln nach darf) um zu gewinnen, von dem fühle ich mich wiederum nicht respektiert, er scheint mich ja nicht ernst zu nehmen.

So spielte ich mal bei einem Vereinspokal Turnier gegen einen Gegner der rund 400-500 DWZ Mehr hatte als ich...wir einigten uns in einem Raum zu spielen, in welchem gerade ein GM über eine Eröffnung referierte; mein Gegner wollte es nicht verpassen, ich hatte den GM im Rücken und meine Hörgeräte auf Stumm, mich störte es nicht...er schaute mehr zu dem Vortrag als auf unser Brett und verlor, trotz 500 DWZ mehr.

Das finde ICH respektlos.

Vabanque - 05.04.19   +

Was findest du daran respektlos? Dass dein Gegner sich erlaubt hat, trotz 400 DWZ mehr gegen dich zu verlieren? ;-)
Lach doch drüber, und freu dich am Gewinn!

Mglali - 05.04.19    

Die Art, warum er verloren hat. Ueberheblicher geht es ja kaum noch.

Schlafabtausch - 05.04.19    

Ich finde es Repsektlos, dass er mich als Gegner anscheinend nicht von vorn herein ernst genug genommen hat, um sich aufs spiel zu konzentrieren :-D Genauso wie, dass er sich anscheinend nicht vorbereitet hat auf mich

Irgendwann im Spiel, merkte es es dann doch, da war es dann aber zu spät.

Würde mich nicht stören dass er guckt, wenn er dabei 100% bringt gegen mich un dmich als egener und gefahr wahrnimmt...

Sieg oder Niederlage ist unabhängig davon, freue ich mich, trotzdem ist es respektlos. Aber es war nicht unsportlich..

ich wollte das nur als Beispiel bringen: jemand kann Respektlos sein, ohne Unsportlich zu sein und umgekehrt, das hat nichts miteinander zu tun

Schlafabtausch - 05.04.19    

So wurde ich sogar in einem Vereinspokal Turnier, das DWZ offen war, also es gab keine Klassen, auch kein schweizer system, es wurde einfach Gelost und dann im KO System gespielt, tatsächlich zweiter....verlor also nur im Finale dem Turniersieger...der NAHM mich ernst, er hatte sich vorbereitet und auch sehr umsichtig gespielt (Trotz meiner gegen den ich glaube 600 DWZ weniger). dArum war er auch der Topspieler des Vereins, WEIL er sich anscheinend auf jeden vorbereitet und jeden Gegner ernst nimmt. Immerhin saß ich ihm im Finale gegenüber. (Das andere was ich erzählt habe war aber auch nur eine runde zuvor also Halbfinale...da denke ich auch: Ein Gegner der es bis ins halbfinale schafft sollte man schon ernst nehmen.)

Aber das ist ja auch ein Mitgrund für meinen Stonewall angriff, da lebe ich auch stark von der Ignooranz der gegnern..1.d4 .2.c3...alles klar, der Gegner schaltet ab...das wird einfach....

Schlafabtausch - 05.04.19    

Ich befeuer das übrigens auch noch indem ich vor dem spiel dem gegner immer sage: Ach, ich habe ja eh keine chance gegen dich, du bist eh besser...obwohl ich mich akribisch auf diesen gegner vorbereitet habe, und wenn ich leicht zurück liege: "Ja, ach das ist ja eh verloren..."

Ich wiege den Gegner in Sicherheit, das bringt tatsächlich was.

Schlafabtausch - 05.04.19    

Der Gegner kannte mich natürlich, war ja eine Vereinsmeisterschaft, der wusste ja um meine nicht vorhandene Spielstärke..aber ich hatte mich vorbereitet, hatte gegen solch einen Gegner nichts zu verlieren und wenn ich einen Guten tag habe und nicht ernst genommen werde, kann ich auch MAL ein spiel gegen solche Leute gewinnen...ICH hatte Respekt...

Mglali - 05.04.19    

@ Schlafabtausch
Is ja gut. Wir haben verstanden.
Das Leben geht weiter ;) Auch Deins!

Schlafabtausch - 05.04.19    

Sorry für die mehrfach Posts, mir fallen die besten Sachen immer erst hinterher ein, ich brauche eine editierfunktion :)

Mglali - 05.04.19    

Erkennbar ist das der Aerger ueber diese Art, die die Freude ueber den Sieg Ueberwiegt. Mit der editierfunktion sieht man das dann nicht mehr. Waere wirklich schade, die Gefuehle nicht sehen u duerfen.

Schlafabtausch - 05.04.19    

Ärger noch nicht Mal, ich fand es nur Bemerkenswert dass eben die psychologische Komponente ein Spiel doch so beeinflussen kann.

Mglali - 05.04.19    

nicht das Spiel. Deinen Gegner, is halt ein biologisches Wesen.

Vabanque - 05.04.19    

Natürlich ist das Nicht-ernst-nehmen eines Gegners im Prinzip eine Respektlosigkeit. Aber wenn der Respektlose dann auch verliert, hat er doch die Quittung für seine Respektlosigkeit erhalten. Ärgern muss sich dann eher der Verlierer als der Gewinner. Schlimmer ist, den Gegner nicht ernst zu nehmen und trotzdem zu gewinnen, dann hat der Verlierer den doppelten Ärger.

Lounge - 05.04.19    

Kenne ich, letzte Partie gegen Bebbo. Überlegte nur, welche Variante gewinnt und übersehe einzügiges Matt. Kann angesehen werden.

Maldon - 06.04.19    

Ich wollte hier keiner aufregen, mir ging es nur hypotetisch um Mitspielern die kein Bock zu denken haben und suchen sich die schnellste Variante... Genau so wie Remis vorschlagen vom Gegner, wenn du am gewinnen bist...
Aber egal, trotzdem vielen Dank!

Jupp53 - 06.04.19    

@Maldon

Du hast keinen hier aufgeregt. Das erledigen die Menschen meistens für sich selbst.

@Schlafabtausch

Das war ein gutes Beispiel von Respektlosigkeit, Dir gegenüber. Und sie war im Rahmen der Regeln. Wer sein Gegenüber in der Partie nicht ernst nimmt schadet sich und der Freude am Schach. Wir spielen alle mit unserem Kopf, nicht mit Titel oder DWZ.

Schlafabtausch - 08.04.19   +

Maldon,

das mit dem Remis anbieten ist fast auch schon eine Philosophische Frage: Wann bietet man Remis? Wenn man sich vorne sieht? Wohl kaum...Ausgeglichene Positionen können aber noch ausgespielt werden, schließlich ist die Schach Grundstellung vor dem 1. Zug auch ausgeglichen, wenn man die Ansicht hat wirklich ausgeglichene Positionen nicht aus zu spielen, bräuchte man also garkein Schachspiel beginnen.

Es bleit also nur: Wer Remis sieht sich in diesem Moment zumindest leicht hinten. Das ist dann aber natürlich bzw. immer so.

Mglali - 08.04.19    

Und ich dachte immer in der Grundstellung ist Weiss im Vorteil.
Weiss beginnt und hat das Tempo erstmal fuer sich.

Vabanque - 08.04.19   +

Der 'Anzugsvorteil' ist seit jeher auch unter Experten sehr umstritten.

Natürlich hat es schon Konsequenzen, dass Weiß anfangen darf, vor allem praktischer Natur. Man fühlt sich als Schwarzspieler erstmal unter Druck. Meist bin ich mit Schwarz ganz zufrieden, wenn ich das Spiel ausgleichen kann, während ich mit Weiß in einer voll ausgeglichenen Stellung das Gefühl habe, nicht genug rausgeholt zu haben.

Meistens ist es ja so, dass sich Weiß einen ungenauen oder lahmen Zug leisten kann (wir reden hier nicht von tatsächlichen Fehlern). Dann geht nur der Anzugsvorteil, also das Tempo, auf Schwarz über und das Gleichgewicht ist noch nicht gestört. Erst der zweite ungenaue Zug von Weiß lässt die Stellung kippen.
Schwarz ist in keiner so glücklichen Lage; schon ein einziger ungenauer Zug, der ein Tempo verschenkt, kann ihn in die Bredouille bringen, falls es sich um eine Stellung handelt, in der jedes Tempo zählt. In rein geschlossenen Aufbausystemen wird aber auch dies in der Regel nicht der Fall sein. Je geschlossener der Stellungstyp, desto weniger wird man das Anzugstempo merken.

Vabanque - 08.04.19    

Was das Remis bieten betrifft: Stehe ich schlechter, betrachte ich es tatsächlich als eine Respektlosigkeit dem Gegner gegenüber (da sind wir wieder beim Thema), Remis zu bieten. Ich traue ihm dann ja quasi nicht zu, dass er aus seiner besseren Stellung etwas macht. Remis biete ich entweder in totgespielten Stellungen, oder tatsächlich in leicht besseren Stellungen, wenn ich der Ansicht bin, dass es der Gegner sich nicht leisten kann, in der betreffenden Stellung Remis abzulehnen. Und dann bin ich immer wieder überrascht, wie viele es wagen, in schlechterer Stellung Remis abzulehnen ...

JamesBond007 - 08.04.19    

@ Schlafabtausch und Maldon :

Seitdem ich nicht mehr in der Mannschaft spiele, bitte ich fast nie Remis an ! Und Remis nehme ich nur an, wenn "die Stellung selbst Remis anbietet" ! Ich spiele stets auf Sieg ! :-) Und somit gewinne ich auch verlorene Partien, und verliere aber auch gewonnene Partien ! Ich "hasse" Unentschieden (Remis), auch beim Fussball ! ;-)

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag ! … und viel Freude und Erfolg ! :-)

L. G. Marcel ~ alias JamesBond007

P.-S. : … Vabanque wird bald mein Lieblingsspieler ! :-) ;-)

JamesBond007 - 08.04.19    

… errare humanum est, p...

"Seitdem ich nicht mehr in der Mannschaft spiele, BIETE ich fast nie Remis an […]"

;-)

Vabanque - 08.04.19   +

>>Und somit gewinne ich auch verlorene Partien, und verliere aber auch gewonnene Partien !<<

Das tun wir alle. GM Tartakower nannte dies die 'ausgleichende Ungerechtigkeit des Schachspiels'. Leider gleicht es sich meist nicht wirklich aus, man verliert mehr gewonnene Partien, als man verlorene gewinnt, und vor allem verliert man immer dann, wenn aufgrund des Turnierstandes mindestens ein Remis erforderlich wäre, und gewinnt dann, wenn der Sieg für die Turniertabelle nichts mehr bringt ...

JamesBond007 - 08.04.19    

… in der Tat ! Toll geschildert ! Danke ! :-)

Der unerschönpfliche Tartakower !

Vabanque - 08.04.19    

>>JamesBond007 - vor 2 Min.

… errare humanum est, p...

"Seitdem ich nicht mehr in der Mannschaft spiele, BIETE ich fast nie Remis an […]"

;-)<<

Siehst du. Es gibt einen ganzen Thread über das nachträgliche Feststellen von Tippfehlern:
https://chessmail.de/forum/topic.html?ke..
Aber dir kreidet man sie sicher nicht so sehr an wie im dortigen Thread mir ;-)

Vabanque - 08.04.19    

Tartakower ist leider in dem Thread über Lieblingsspieler nie genannt worden, obwohl gerade seine witzigen Bemerkungen (auch Bonmots genannt) auch heute noch bekannt sind. Dass er auch längere Texte verfassen konnte, zeigen seine Bücher. Und Schach spielen konnte er auch, das zeigen seine Partien.

JamesBond007 - 08.04.19    

Ja, ja, darüber hab ich schon etliches gelesen… ;-)

Unser guter Menschenverstand aber korrigiert diese Fehler (falsche Irrtümer) selbst…

Wenn ich jedoch merke, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat, tue ich gerne berichtigen ! :-)

Vabanque - 08.04.19   +

Manche Tippfehler kriegt man auch durch mehrmaliges Korrektur lesen nicht raus, weil man auch da selber automatisch immer das mitliest, was man schreiben wollte. Es ist immer effektiver, wenn eine andere Person Korrektur liest.

Aber ich muss meinen Kritikern ja auch Futter geben. Sollen sie sich doch an den Tippfehlern aufhängen oder an der Anzahl meiner Beiträge, das sind doch harmlose Vorwürfe ;-)

Mglali - 08.04.19    

@ Vabanque
hat das schon mal jemand getan?

Vabanque - 08.04.19    

Na klar, in dem von mir verlinkten Thread z.B., du hast dort doch live mitgelesen, dachte ich?

Vabanque - 08.04.19    

Von der reinen Anzahl der Beiträge dürfte SF Schlafabtausch mich aber toppen ;-)

Nur ich meine: sich an der Quantität der Beiträge aufzuhängen, ist genauso doof wie an den Tippfehlern.

Es sollte ausschließlich um die Inhalte gehen.

Mglali - 08.04.19    

... und ich hab Dich durch deine Schreibfehler erkannt ;)
Was waerest Du denn ohne sie ;)
Es ist mehr als menschlich, gerade durch die Rechtschreibreform ist das ein Statussymbol ;)
Erlich gesagt vergesse ich sehr schnell was im Forum geschrieben wird.
Es ist nur ein Nebenzeitvertreib.
Das thailaendische Fernsehen als alternative is nich auszuhalten.

Vabanque - 08.04.19    

Das war jetzt aber off-topic.

In dem Thread geht's ja um 'Schach spielen ... ' ... naja, eigentlich gehts um (vermeintlich) unfaires Verhalten des Spielpartners.

Vabanque - 08.04.19    

>>Mglali - jetzt

... und ich hab Dich durch deine Schreibfehler erkannt ;)
Was waerest Du denn ohne sie ;)<<

So schlimm ist es wohl nicht.

Ich glaube sogar, dass ich meine letzten Beiträge fehlerfrei geschrieben habe.

Egal.

Mglali - 08.04.19    

Genau. Hauptsache man weiss was Du meinst. Und das is ja meistens so, egal ob mit oder ohne Fehler.

Vabanque - 08.04.19    

Hoffentlich ;-)

>>Das thailaendische Fernsehen als alternative is nich auszuhalten.<<

Darüber kann wohl kaum jemand hier mitreden ;-)

Für mich wäre es wohl schon aufgrund der Sprachbarriere nicht auszuhalten ... oder senden die auf englisch, so wie die Skandinavier?

Mglali - 08.04.19    

Leider nicht.
Aber es gibt englische Untertitel wenn der Boss den Buergern erklaert was in den naechsten Jahren im Land aufgebaut wird.
Die Sprache zu verstehen ist ne Uebungssache. Is eigentlich nich so schwierig, wenn es in einen Dialekt bleibt, aber das is ja das Problem hier. Selbst Thailaender verstehen ihre Landsleute teilweise nicht.

Vabanque - 08.04.19    

Oje. Bleibt wenigstens das Fernsehen bei einem einheitlichen Dialekt?

Und in welcher Sprache werden Spielfilme ausgestrahlt?

Mglali - 08.04.19    

Hochthailaendisch. Das ist leicht verstaendlich. Filme laufen reichlich, ABER alle ab 13 Jahren, Werbung genauso lang wie der Filmabschnitt.
Serien von Hollywood,
oder dir von hier: Frauen nur am qreischen und zetern, Maenner nur am bruellen und pruegeln. Szenen nicht besonders gut gestellt.
und natuerlich Supertalent, Superstar, Superkoch usw.
Ich finde die Dashcams super. Die bringen sie immer nach den Nachrichten frueh. Kommen um die Kurve und machen ne Vollbremsung, Motor aus und hoffen das der Elefant gute Laune hat. Unfaelle, Beinahe unfaelle die dann kommentiert werden.
Wenn ich keinen Fuehrerschein von hier haette, ich wuesste nicht welche Regeln hier wirklich gelten. Auf der Strasse nicht zu erkennen. Goldene Regel: Lass ihn, es bringt nur stress!!!

Vabanque - 08.04.19    

Ok, danke, ich weiß jetzt genug :-)

Aber schade, so ein (hoch)thailändisch synchronisierter Film noir hätte wohl schon was ;-)

Schlafabtausch - 08.04.19    

Ich Regel das so: Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Vabanque - 08.04.19    

Auch auf dem Schachbrett? ;-)

Mglali - 08.04.19    

Gerade auf dem Schachbrett.
Wenn ich dort einen von Dir finden wuerde behalte ich ihn und zeige Dir bei jeden Zug das Du einen gemacht hast.
Behalte aber im Auge das Du ab dann SEHR konzentriert bist ;)

Vabanque - 08.04.19    

Das bringt dann anschließend meist nichts mehr. Ist der Fehler mal gemacht, hilft auch in der Regel kein Wertungsunterschied von 400 Punkten mehr.
Vor sehr vielen Jahren habe ich in einem Vereinsturnier mal gegen einen Spieler mit umgerechnet schätzungsweise 1300-1400 DWZ (es gab damals aber noch keine DWZ) eine Figur in einer leider schon weitgehend vereinfachten Stellung eingestellt. Es gelang mir dann noch Remis zu machen, indem ich alle Bauern tauschte. Aber das war sogar noch Glück. normalerweise wiegen 500 Punkte Unterschied keine Leichtfigur auf, außer man gibt sie bereits in der Anfangsstellung vor.
Tarrasch war ja ein Spieler, der in Nürnberger Vereinsturnieren den Gegner je nach Stärke den Sb1 oder sogar den Ta1 vorgab und trotzdem meist gewann. Wenn man die Stärke von Tarrasch mit ca. 2600-2700 ansetzt, seine Clubfreunde aber im Schnitt mit 1400-1800, dann kann man den Unterschied einer Leichtfigur vielleicht ungefähr mit 600 DWZ-Punkten, einen Turm mit ca. 1000 DWZ-Punkten bewerten. Natürlich sind dies nur äußerst grobe Anhaltspunkte.

Aletea - 10.04.19    

Wenn man bedenkt das man im Vereinsschach mit einer Leichtfigur mehr unter fast gleichstarken Spielern um DWZ 1500-1600, die Partie am echten Brett zu 95% gewinnt, dann ist es auch sehr wahrscheinlich das ein Spieler mit DWZ 2000 auch mächtig Probleme bekommen kann.

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Schlafabtausch - 11.04.19    

so war es auch also der untergang begann dass er ne leichtfigur einstellte...

Ich hatte mich wie gesagt vorbereitet und NICHT meine geliebte Stonewall gespielt, jedenfalls nicht gleich, da es eine vereinsmeisterschafts war und ich nicht wusste, ob er meine Eröffnung auf dem schirm hat oder sich vorbereitet, ich spiele also eine Zugumstellung und begann mit 1.e3 (sonst ja 1d4 2.e3) um mir auch andere optionen offen zu halten...ich hätte also immernoch in die stonwall wechseln können...