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Meine Partie - Endspiel mit den Pferden (und Bauern)

japetus1962 - 29.11.20    
hallo werte cm-Gemeinde

Manchesmal bin ich über mich selber überrascht.
Mein Spiel mit meinen Rössern beherrsche ich recht gut
und bin durchaus meinen Partnern auf den Senkel gegangen.

Um so mehr wird es spannend, wenn mein Partner ebenso mit den Rössern gut umgehen kann.
Eines meiner besten jemals absolvierten Spiele in cm habe ich hiermit beendet.
Es geht nicht so sehr darum, dass ich siegreich war, sondern dass dies eine super spannende Partie war.

Es handelte sich um eine Turnierpartie,
Turnier Q3/2020 Open - Runde 1- Gruppe 16
wenngleich der Ausgang für die Gruppenwertung mittlerweile unerheblich war.

Ab Zug 29 nur noch Könige, Pferde und Bauern auf dem Feld präsent!
Die Besonderheit ist hier: mit einem Ross kann man nicht matt setzen.
Also schauen, dass man einen Bauern in das Ziel rettet.

Nach weiteren 30 Zügen, also Zug 59 erfolgt meine Bauern-Umwandlung,
und zwar mit meinem letztem Bauern, hin zur Dame.
Das war echt haarscharf.

Danke an meinen Partner. Weder ich noch er hatten remis geboten.
Beide wollten wissen, ob wir einen Bauern an das andere Ende setzen können.
Die Kunst bestand u.a. auch darin, etwaigen Pferdegabeln Bauer-König geschickt auszuweichen.

Wer das Spiel anschauen möchte:

https://www.chessmail.de/game/d46284d8595c4fbf

Gruß Robert
Oli1970 - 29.11.20    
Nach unglücklicher Eröffnungsphase für den Anziehenden ist es in der Tat noch ein spannendes Spiel geworden. Sich da durchzubeißen, spricht für Kampfgeist.

Nach schnellem Durchsehen war wohl der 41. Zug entscheidend. Nach Sf7 statt Sxh7 habe ich geahnt, dass dieses unscheinbare Kerlchen zum heimlichen Helden werden könnte. :-) Der 50. Zug von Weiß mit Eroberung des Springers war ausgezeichnet gesetzt, dass der a-Bauer nicht mehr durchkäme, war offensichtlich. Die folgenden Züge fand ich sehr instruktiv, der König begleitete den Bauern nach vorne und schirmte dabei den gegnerischen Springer ab, bis die Umwandlung des Randbauern erfolgen konnte. Der Rest ging den Weg des Unvermeidlichen.

Ansehnlich gespielt! Danke fürs Zeigen und Gratulation an Euch beiden!
Tschechov - 29.11.20    
Ich verstehe nicht ganz, warum Schwarz nach 5. Se5 die Dame nicht nimmt. Klar f7 wird angegriffen, aber es droht doch nur Turmverlust (gegen Damenverlust). Natürlich hätte Weiß f7 auch mit dem Läufer schlagen können. Dann wäre Schwarz die Rochade verhagelt, aber das wiegt wohl kaum den Verlust der Dame auf. Weiß hätte statt 5. Se5 vielleicht Lxf7+ spielen können. Dann hätte Schwarz zwar mit dem König nehmen können, aber nur um den Preis von 6. Sg5+ und jetzt nimmt Weiß mit der Dame den Läufer auf g4. Sieht dann ganz gut für Weiß aus, oder?
Oli1970 - 29.11.20    
@Tschechov: 6... Lxd1 7. Lxf7+ Ke7, denn nehmen geht nicht wegen Deckung durch Se5 8. Sd5#
Tschechov - 29.11.20    
Ja, jetzt sehe ich es. Danke.
MarkD - 30.11.20    
https://de.wikipedia.org/wiki/Seekadettenmatt - ist ein beliebtes Motiv auch in Taktikaufgaben