Smalltalk - Gewalt im Schach

Smalltalk

Gewalt im Schach

duennbraddel - 25. Jul '22    
Ein Schachroboter hat bei einem Schachturnier in Moskau (Moscow Chess Open, vom 13. bis 21. Juli 2022) einem sieben Jahren alten Jungen einen Finger gebrochen, wie die russische Nachrichtenagentur TASS meldet . Der Junge, einer der 30 besten Schachspieler in Moskau in der Altersklasse unter 9 Jahren, war sein Gegner.
Der Roboter: Chess Terminator

Der Roboter trägt den Namen " Chess Terminator ". Der Roboter ist dazu in der Lage, gegen bis zu drei Personen gleichzeitig zu spielen. Der Roboter wird hierzu zwischen den drei Spielbrettern aufgestellt und spielt dann reihum. Mit seinem Greifarm bewegt er die Schachfiguren. Genau dieser Greifarm war es aber, der den Finger des Jungen quetschte und brach....

Der Moskauer Schachverband gibt dem Jungen aber zumindest eine Teilschuld. Der Junge habe nämlich zu schnell reagiert und dem Roboter nicht die nötige Zeit gegeben. Damit habe der Junge gegen die Sicherheitsregeln verstoßen, wie die Moscow Times berichtet . Der Schachroboter werde schon seit 15 Jahren eingesetzt und das sei der erste derartige Vorfall.

Das Kind erholte sich offensichtlich schnell von dem Vorfall und soll bereits am nächsten Tag wieder gespielt haben. Mit eingegipstem Finger. Seine Eltern wollen sich nun an die Staatsanwaltschaft wenden.

Quelle: https://mobil.pcwelt.de/news/Dramatisches-Video-Schachroboter-..
Alapin2 - 25. Jul '22    
.... Die russischen Offiziellen geben anscheinend ganz gern anderen die Schuld...
Frage mich ernsthaft, was der Quatsch mit dem Roboter soll...
"Schachtürke revival?"
Sollten sich vielleicht mal den Rat einiger C M- User holen, wie man mit Schachcomputern umgeht....
P. S. : War das vielleicht ein "Shredder"? Heißt ja nicht ohne Grund so 😁.
Vabanque - 25. Jul '22    
>>Sollten sich vielleicht mal den Rat einiger C M- User holen, wie man mit Schachcomputern umgeht....<<
🤣
MarkD - 25. Jul '22    
ad Shredder: 'Laut Aussage des Programmautors Stefan Meyer-Kahlen stammt der Name Shredder nicht vom bekannten Aktenvernichter ab. Beim Surfen bezeichne man das Durchfahren gewisser Wellen als „Shreddern“. Davon sei der Name des Programms abgeleitet worden.' sagt Wikipedia dazu.
Vabanque - 25. Jul '22    
Kann mir den Zusammenhang zwar nicht erklären, aber wird schon so stimmen😉

Die Beatles haben ja auch immer steif und fest behauptet, Lucy in the Sky with Diamonds bedeute nicht LSD ...

Und die Band REM leitet sich ja angeblich auch nicht von der REM-Schlafphase ab ...
Hasenrat - 25. Jul '22    
Etwas Ähnliches wollte ich auch gerade schreiben ... 😁
Ich erinnerte mich sofort an das Interview mit dem Entwickler bei Schachgeflüster ...
Hasenrat - 25. Jul '22    
@Vabanque
Durchs Internet surfst du ja auch - mit engine macht's noch mehr Spaß, da brettert oder pflügt man quasi durch ...
Gigue - 25. Jul '22    
Junge war unter 9.
Da liegt ein Mitverschulden ja auf der Hand.
Hasenrat - 25. Jul '22    
@Alapin2
"Frage mich ernsthaft, was der Quatsch mit dem Roboter soll...
"Schachtürke revival?""

Ich glaube tatsächlich, dass die humanoiden Roboter die Zukunft sind, auch im Schach, sofern sie fehlenden sozialen Kontakt ausgleichen sollen. In der Pflege und im Dienstleistungsbereich wird das enorm zunehmen in der immer mehr überalterten Gesellschaft.
Alapin2 - 25. Jul '22    
Hasenrat :Ich meinte DEN Quatsch mit DEM Roboter. Ein Schach programm mit Greifarm. Geht doch viel einfacher.
Maeh, - Saug-, Pflegeroboter waren nichtgemeint.
Charlie Chaplin, "Moderne Zeiten", die Sache mit der Fütterungs - und Mundabwischmaschine....
Hasenrat - 25. Jul '22    
Sicher gehen Roboter einfacher umzusetzen. Humanoide Versionen haben aber den psychosozialen Mehrwert ..., auch im Schach der Zukunft.
Vabanque - 25. Jul '22    
Sehr schöne (??) Geschichte über den Roboter als Haushaltshelfer aus den 70er Jahren ist von Joan Aiken 'Der Helfer' (in dem Band 'Ein Hauch von Frost') ... natürlich, wie es in SciFi/Horror-Geschichten auch zwingend sein muss, verselbständigt sich am Ende der Roboter auf grausige Weise ...
Vabanque - 25. Jul '22    
Aber unter 'Gewalt im Schach' hätte ich jetzt doch weniger ein Ereignis wie im Eingangsbeitrag beschrieben verstanden ...

Vor Jahrzehnten gab es mal ein tatsächliches Gewalt-Ereignis in der französischen Meisterschaft, das - so weit ich mich erinnere - immer damit anging, dass einer der Spieler sein Getränk immer sehr geräuschvoll aufsetzte. Egal ob der Spieler dies nun absichtlich einsetzte, um seinen Gegner zu irritieren oder nicht, jedenfalls war besagter Gegner davon schließlich offenbar derart genervt, dass er mit der Faust zuschlug😁

Die Partie gewann er damit nicht, im Gegenteil, er wurde mehrere Jahre gesperrt.
Mikrowelle - 26. Jul '22    
Der Artikel ist doch wie Wasser auf die Mühlen der Langsamspieler hier. Hätte der ungeduldige Junge nicht so übereilt gezogen, dann wäre das alles nicht passiert. Möchte nicht wissen, wie viele CMler sich schon vor lauter Übereifer einen Finger in der Tastatur eingeklemmt haben oder an der Maushand das Karpaltunnelsyndrom entwickelt haben. 🤣