Weitere Schachthemen

Würdet ihr nach einer solchen Partie Schach ganz aufgeben?

Vabanque - 09.01.21    
Tja, Leute ... es war gestern nacht, und ich hatte schon einiges 'getankt' (oh Mann, warum muss man sich immer für seine Fehler rechtfertigen?), und da habe ich in Gewinnstellung einfach einen Turm glatt eingestellt:

https://www.chessmail.de/game/3755cf294e0c452d

Es kann auch sein, dass es gar nicht am Alkohol oder an der mitternächtlichen Stunde lag, sondern simpel an der Überheblichkeit, gegen einen vermeintlich schwachen Spieler ziehen zu können, ohne überhaupt aufs Brett zu schauen ...

Nun bin ich aber derart schockiert (über mich selbst) und auch verärgert, dass ich denke, wenn man solche Partien spielt bzw. solche Fehler macht, dass es sich dann gar nicht mehr lohnt, überhaupt mit Schach weiter zu machen.

Momentan verspüre ich jedenfalls nicht die geringste Lust, noch irgendeinen Schachzug zu machen oder irgendeine neue Partie zu starten.

Warum ich diesen Thread starte?

Weil ich gerne wissen möchte, ob jemand von euch schon einmal in einer ähnlichen Situation mit ähnlichen Gefühlen reagiert hat und wie es für euch dann weiterging.
Saison - 09.01.21    
Ja, häufiger. Ich hatte hier schon viele Namen und habe idR aufgehört, weil ich mich über mich selbst geärgert habe, insbesondere schlechte Züge/Partien. Selbstüberschätzung oder Überheblichkeit bei wesentlich schlechter mit Punkten versehenen Spielern, wohl bekannt. Schon manche Partie, gerade auch beim Schnellschach verloren, da ich dachte, der andere bringt es sowieso nicht. Kennen sicher viele hier. Man sollte Schach vielleicht nicht zu wichtig nehmen, leicht gesagt.
JamesBond007 - 09.01.21    
Hallo Vabanque!

Nihil est sine ratione...

Ob ich einiges "getankt" habe oder auch nicht, sind mir in meiner schon langen Schach-Karriere solche Fehler oder Irrtümer öfters passiert... Und nicht nur beim Fernschach sondern auch "am Brett". Ich bin eben nur einen Menschen und es fällt mir daher offenbar sehr schwer aus meinen Fehlern etwas zu lernen!

Heute sage ich mir: Das Leben geht weiter und ich gewinne die nächste Partie!

Und wenn es sich um wichtiges Turnier handelt: Gewinne ich eine Figur oder erziehle ich entscheidenden Vorteil, so pausiere ich und nehme die Partie mit frischen Gedanken am nächsten Tag wieder auf!

Wünsche dir, dass du deine nächste Partie gewinnst!

VG Marcel ~ alias JamesBond007
toby84 - 09.01.21    
in einer meiner ersten partien in der ersten mannschaft habe ich im endspiel einen turm auf linie hinter meinem könig stehen lassen, so dass der gegnerische turm den mit schach abholen konnte. die gegner hatten da immer min 1800 dzw, war also ein sehr unwürdiger patzer und ein verschenktes remis. das zum beispiel hatte mich sehr geärgert. kommt immer mal wieder vor. der nächste sieg hebt dafür die motivation wieder. es geht halt immer weiter
Alapin2 - 09.01.21    
Nachdem mir hier auch schon ähnliches passiert ist, habe ich mir wieder die alte
Regel vom Nah/Turnierschach angewöhnt :"bevor gezogen wird, nochmal kontrollieren, ob nichts hängt oder mir sonstwie droht."
P. S. : Habe gerade eine Partie am laufen, wo ich, statt automatisch wiederzuschlagen, mit einem Zwischenzug Gewinnstellung gehabt hätte. War so sauer, dass ich die Partie fast geschmissen hätte. Zum Glück zog der Gegner so
langsam, dass ich Zeit hatte, mich zu beruhigen... ärgert mich aber immer noch.
Tschechov - 09.01.21    
Den Gedanken haben wohl viele mal. Mir teilte auch einmal ein Schachpartner mit, er denke daran, ganz aufzuhören, nachdem er gegen mich einen Turm einstellte. Ich konnte ihn mit der Versicherung trösten, daß uns das doch allen mal passiert. Ich hatte den Gedanken auch schon mehrere Male, vor allem, weil ich nach anfänglichen Lernerfolgen nicht mehr besser werde. Mittlerweile ist mir das nicht mehr so wichtig, ich spiele zur Zeit nur aus Spaß. Kopf hoch, Vabanque! War das nicht Kramnick, der sich in einem Spiel gegen einen Computer den "Patzer des Jahrhunderts" (O-Ton Polgar) leistete?
mr20 - 09.01.21    
Ich bin gestern auch zufällig auf diese Partie gestoßen und dachte, wohl zu schnell und selbstsicher gezogen. Solche Partien hatte ich auch schon (z.B. https://www.chessmail.de/game/3e9165fa5dd94e7f).
Kurz ärgern, dass ich nicht aufgepasst habe, etwas länger ärgern, dass ich mir die Bilanz in einem Turnier verdorben habe. Das muss und darf sein. Wir spielen ja mit Herz und Engagement.
Aber dann muss ich mir sagen, ich bin nicht perfekt und auch nicht dazu geboren, perfekt zu sein.
Eine solche Partie verdirbt mir nicht den Spaß an den nächsten Partien und nimmt auch etwas Druck, immer optimal spielen zu wollen.
Ich gönne dem Gegner seine Beute.
(Umgekehrt habe ich auch in analogen Konstellationen gewonnen und mich gefreut. :-) )

Auch Karl Geiger ist weiter gesprungen nach seinem misslichen Sprung in Innsbruck. Und die Bayern werden sich jetzt auch nicht auflösen, weil sie drei Tor in Gladbach eingesammelt haben.
Tschechov - 09.01.21    
Nachtrag: https://www.chessmail.de/game/352e88fca4b44f51

Meine Bilanz zu diesem Zeitpunkt gegen jujuhehe: 25 Spiele, 19 Siege, 2 Remis, 4 Niederlagen. Da wird man leicht mal überheblich.
Chuma - 09.01.21   +
@Vabanque
Obwohl ich in einer ganz anderen Kategorie spiele als du, glaube ich, nachempfinden zu können, welches Gefühl du ansprichst!
Oft ist es nachts, man fühlt sich nach einem unseligen Patzer dumm, unfähig und ärgert sich masslos über sich selber. Am liebsten würde man das Schach an den Nagel hängen, nichts mehr damit zu tun haben, alle Spiele aufgeben, seinen Account löschen....
Mit knapper Not macht man das nicht! Dann....ein neues Spiel, eine geniale Stellung, eine super Abfolge der Spielzüge, ein Sieg der einfach nur begeistert! Und plötzlich wiegt der Himmel die Hölle mehr als auf!
Tschechov - 09.01.21    
@Chuma: Da wollte ich jetzt glatt zur alten Oberfläche wechseln, um deinen Beitrag mit einem Plus bewerten zu können, aber das geht jetzt nicht mehr, wie ich gerade festgestellt habe. Jedenfalls: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!
japetus1962 - 09.01.21   +
eines habe ich mir angewöhnt, auch als Empfehlung für alle.
wenn man in cm eingelogt ist, muss man nicht sofort alle Partien bedienen.
Also: wenn man müde/unkonzentriert ist, der Grund ist ja egal,
dann: nicht ziehen. nur schauen. nachdenken. und ggf. ausloggen und fertig.
wir spielen Fernschach. wir haben eine Bedenkzeit. ausnutzen, sofern situativ sinnvoll.
Es ist wirklich jammerschade, wegen einem Patzer eine bislang tolle Partie in den Sand zu setzen.
so long Robert
Voyaman - 09.01.21    
@japetus1962 : Genauso handhabe ich es auch :) ...und fahre damit sehr gut !
StillSchweiger - 09.01.21    
Mir ging und geht das immer so, wenn ich besonders viele Spiele gleichzeitig habe. Dann meine ich besonders zügig spielen zu müssen und bau dann Bockmist. Interessant ist, das mir dann nicht nur im Correspondence sondern auch im Blitz kollossale Fehler unterlaufen, ich meine 'schlechte Laune' und Unkonzentriertheit auch auf andere Plattformen mitnehme -oder von dort hierher?

Aktuell ist auch so ne Phase, nachdem ich hier sehr aktuell zwei 20Punkte-partien verdient verloren habe war ich zwar weit entfernt vom Austritt, aber die Lust ist erstmal weg. Und kurz vor Jahreswechsel habe ich wegen solch einem Motivationsloch eine Turnierteilname storniert....

Meine Fehler resultieren aber eher daher, dass ich bei vielen offenen Partien dann Schach wie im Zwang spiele. Wie eine Allergie gegen grüne Partiestandsanzeige. Obwohl ich doch so viel Zeit zum Nachdenken habe. Und dann halt auch gern im Bus, mal eben schnell einen Zug eingeben. Dann ziehe ich auch noch wie mit dem Reflex eines Anfängers und ... das Spiel ist verloren...
StillSchweiger - 09.01.21    
Das könnte man in etwa mit der McDonalds-Kurve vergleichen

https://images.app.goo.gl/pyfACQSviseE9dpa6
GuterVorsatz - 09.01.21    
Ich denke, der Thread hat sich erledigt und kann geschlossen werden.
Vabanque - 09.01.21    
>>StillSchweiger - vor 37 Min.

Mir ging und geht das immer so, wenn ich besonders viele Spiele gleichzeitig habe. Dann meine ich besonders zügig spielen zu müssen und bau dann Bockmist.<<

>>Meine Fehler resultieren aber eher daher, dass ich bei vielen offenen Partien dann Schach wie im Zwang spiele. Wie eine Allergie gegen grüne Partiestandsanzeige. Obwohl ich doch so viel Zeit zum Nachdenken habe. Und dann halt auch gern im Bus, mal eben schnell einen Zug eingeben.<<

Ja, das sind alles Aspekte, die mir wohlvertraut sind. Ich versuche die 'grünen' Spiele immer schnell wegzukriegen, vor allem bei vermeintlich 'leichten' Gegners. Bei 'harten Brocken' überschlafe ich die Züge öfters mal. Ich sollte mir das wohl eher bei allen Gegnern angewöhnen.

Züge auf dem Handy, die ich schnell mal im Bus oder in der U-Bahn ausführe, haben auch bei mir oft eine besondere 'Qualität'.

>>Alapin2 - vor 1 Std.

Nachdem mir hier auch schon ähnliches passiert ist, habe ich mir wieder die alte
Regel vom Nah/Turnierschach angewöhnt :"bevor gezogen wird, nochmal kontrollieren, ob nichts hängt oder mir sonstwie droht."<<

Das ist es ja genau, was ich selber schon so oft im Forum propagiert habe und trotzdem in meinen eigenen Partien oft nicht beherzige :-/

>>japetus1962 - vor 57 Min.

eines habe ich mir angewöhnt, auch als Empfehlung für alle.
wenn man in cm eingelogt ist, muss man nicht sofort alle Partien bedienen.
Also: wenn man müde/unkonzentriert ist, der Grund ist ja egal,
dann: nicht ziehen. nur schauen. nachdenken. und ggf. ausloggen und fertig.<<

Letzten Endes ist das wahrscheinlich die 'Lösung', bzw. zumindest ein guter Rat. Trotzdem überwiegt immer noch das Zwangsgefühl, man müsste die 'grünen' Spiele vor dem Schlafen gehen noch wegkriegen ...
patzer0815 - 09.01.21    
Mir ist es womöglich sogar zeitgleich etwas ähnliches passiert:

https://www.chessmail.de/game/a01c8355235a4443

Nach 30.Sa4 hat mir meine Intuition 30. ... a6 vorgeschlagen. Anstatt es spätabends einfach zu ziehen oder auf den nächsten Tag zu warten, habe ich schnell 30. ... Kf5 gespielt, weil der weiße Springer ja ohnehin nach c5 gehen will. Nach dem bestätigen sah ich die Misere, dass meint Turm nach 31.Sb6 gar kein Feld hat... da war das Warten sehr angespannt für mich...

Allerdings hatte ich das Glück, das tatsächlich 31.Sc5 kam. Die Springer sind inzwischen auch abgetauscht. Weitere Kommenatre zur Partie schreibe ich hier nicht, da sie noch läuft.

Bei einem Schnellschachturnier habe ich mit einem befreundeten Spieler eine sehr scharfe, interessante und wunderschöne Partie gespielt. In einem Doppelturmendspiel mit beiderseits knapper Zeit greift er schließlich einen ungedeckten Turm mit seinem König an und ich mache einfach einen Bauernzug...

Da hat dann alles känpfen und versuchen nichts mehr gebracht. Auf der anderen Seite geschehen manchmal noch Dinge, die man nicht mehr für möglich hält. Vor einigen Jahren habe ich auch online nach wenigen Zügen meine Dame eingestellt (ich wollte wohl eine Art Seekadettenmatt machen und habe einen Zug zu späte gesehen, dass das entscheidende Feld gedeckt war). Mein Gegner war zwar deutlich schwächer, aber bei so einem Materialverhältnis wollte ich eigentlich aufgeben. Die Blamage in unter zehn Zügen verloren zu haben wollte ich jedoch vermeiden und beschloss die Partie noch ein wenig weiterzuschleppen und Figuren nur abzutauschen um ein drohendes Matt abzuwehren. Im Laufe der Partie unterliefen meinem Gegner dann noch so viele Fehler, dass er es war, der die Partie verlor.

Das Aufhören würde ich mir gut überlegen. In Turnierpartien in denen ich etwas übersehen habe (soweit es nicht gleich eine komplett verlorene Stellung ist) versuche ich mir 10 Minuten zu nehmen, bei den anderen zuzuschauen und so wieder auf andere Gedanken zu kommen. Danach geht es meist besser als wenn ich einfach weiter gespielt hätte.
Vielleicht wäre es ja auch eine Idee für Dich ein, zwei Wochen hier Urlaub zu machen und Dich dann (hoffentlich fürs Bleiben) zu entscheiden.
jujuhehe - 09.01.21    
Hallo Vabanque,
ich spiele ja in einer anderen Liga als du, aber das Gefühl kenne ich auch. Vor allem wenn man gegen vermeintlich schwächere Spieler nur Mist zieht und nicht genau hinschaut - aus dem sicheren Gefühl, daß man das Spiel bestimmt gewinnt. Man kann auch Überheblichkeit dazu sagen, gell Tschechov ....:-)
Aber ich habe mir angewöhnt, Augen zu und durch, nicht alles so ernst zu nehmen und es müssen auch nicht alle Spiele auf meiner Liste wenn ich mich abends auslogge, abgearbeitet sein - morgen ist auch noch ein Tag.
Aber endgültig mit so einem schönen Hobby aufzuhören - nein, das geht dann doch nicht
Von daher, Vabanque du bist auch nur ein Mensch mit Fehlern und Schwächen wie alle anderen auch, und ein sehr guter Schachspieler!
Karpov65 - 09.01.21    
Was mir hilft, um Fehler zu vermeiden:

1. Nicht zu viele Spiele auf einmal spielen (ca. 10)
2. Nie mit dem Smartphone spielen
3. Manche Züge erst einmal nur auf dem Notizzettel notieren und am nächsten Tag noch einmal drüber nachdenken.
4. Keinen Gegner unterschätzen (z. B. nicht mit mehr Risiko spielen)

Aufhören ist keine Lösung.
Vielleicht mal eine längere Pause einlegen, um den Kopf frei zu kriegen, und danach wieder motivierter zu spielen?
Oder im Schach weiterbilden (eine neue Eröffnung lernen), födert auch die Motivation.

Auf jeden Fall, dir selbst den Fehler verzeihen!
MarkD - 09.01.21    
Ich würde nach einem solchen Fehler und ggf. nach "Betankung" (ich tanke schon eine Weile nicht mehr) in jedem Fall mit dem Schach sofort aufhören!

Für diesen Tag. Im Höchstfall für den nächsten. ;-)

Das mache ich tatsächlich, ich bin nämlich ein größerer Patzer als Du, Vabanque, deshalb passiert mir das öfters. Z.B. habe ich unlängst ein #1 übersehen und in einer anderen Partie die Dame stehen lassen...

P.S.@GuterVorsatz: wenn die einzige Äußerung in einem Thread die ist, dass er geschlossen werden möge (wobei mir hier der Grund vollkommen uneinsichtig ist), sollte man diese vielleicht unterlassen...
Saison - 09.01.21    
sonst wird es ein schlechter Vorsatz
Vabanque - 09.01.21    
>>Karpov65 - vor 37 Min.

Was mir hilft, um Fehler zu vermeiden:

1. Nicht zu viele Spiele auf einmal spielen (ca. 10)
2. Nie mit dem Smartphone spielen
3. Manche Züge erst einmal nur auf dem Notizzettel notieren und am nächsten Tag noch einmal drüber nachdenken.
4. Keinen Gegner unterschätzen (z. B. nicht mit mehr Risiko spielen)<<

Ja, du hast selbstverständlich Recht. Wenn man diese Liste immer beachten würde, könnte man in der Tat viele Niederlagen vermeiden. Aber der Mensch handelt nicht immer vernünftig, leider.
Also macht man eben doch 'noch schnell einen Zug', egal in welcher Situation. Und diese Züge sind dann oft die totalen Heuler :-/
GuterVorsatz - 09.01.21    
1. Was will man denn in dieser Corona-Zeit schon viel anderes machen außer Schach spielen?

2. Die Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden. (David Hilbert)
JankoM - 09.01.21   +
Wenn Du wegen solchem Fehler ans aufhören denkst, so lass Dir sagen, daß dann eigentlich niemand mehr spielen dürfte. Klar sind solche Niederlagen die schlimmsten aber am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder besser aus. In der Regel gleicht sich Glück und Unglück auch irgendwann aus. Also Kopf hoch.
123zecher - 11.01.21    
Wie ich sehe, spielst Du weitere Partien gegen ihn. Warum diesmal ohne Wertung?
Vabanque - 11.01.21    
>>123zecher - vor 3 Std.

Wie ich sehe, spielst Du weitere Partien gegen ihn.<<

Das ging von ihm aus, er hatte mich ausdrücklich drum gebeten. Warum sollte ich es ihm abschlagen?

>>Warum diesmal ohne Wertung?<<

Damit ich nicht jeweils wieder 20 Punkte verliere ;-)

Nein, im Ernst, bei großer Wertungsdifferenz (egal in welche Richtung) lade ich schon lange gewohnheitsmäßig immer ohne Wertung ein.

Bei der anderen Partie war dies nicht möglich gewesen, da es sich um ein Turnierspiel handelte.
Bei Turnierspielen bekomme ich häufig keinen einzigen Punkt für den Sieg, werde aber für Remis oder gar Verlust mit schwerem Punktabzug bestraft :-/

shaack wollte ja mal (zumindest offene) Einladungen mit einer Wertungsdifferenz von über 400 Punkten sogar gänzlich verhindern, mit der Begründung, bei so einer Differenz mache eine Partie doch gar keinen Sinn (?).

Wie viel Sinn so eine Partie macht, sieht man an der verlinkten: Sieg von (bei Start) knapp 1500 gegen fast 2000. (Ist mir übrigens im Nahschach früher auch schon passiert.) Vielleicht ändert shaack ja damit seine Meinung über die 'Sinnhaftigkeit' noch :-)
Vabanque - 11.01.21    
>>GuterVorsatz - 09.01.21

1. Was will man denn in dieser Corona-Zeit schon viel anderes machen außer Schach spielen?<<

a) Arbeiten (vorzugsweise im Home-Office)

b) Ein gutes Buch lesen

c) Musik hören

d) Ein Musikinstrument spielen

e) Die Wohnung aufräumen

f) Gymnastische Übungen machen

g) Meditieren

h) Passives Schach, d.h. Meisterpartien nachspielen bzw. Schachbücher lesen

i) Filme gucken

Es gibt vieles, wozu ich endlich wieder Zeit finden würde, wenn ich Schach aufgebe. Mache ich aber nun leider doch nicht, obwohl Patzer wieder obige bei der Menge von Partien, die ich spiele (das kommt von den vielen Turnieren, zu denen ich mich mal angemeldet hatte), vermutlich immer wieder auftreten werden.
Vabanque - 11.01.21    
'Patzer wie der obige' sollte es natürlich heißen. Da ging ein Leerzeichen verloren.
toby84 - 11.01.21    
sinnlos sind solche partien dann, wenn der stärkere spieler überhaupt keine punkte gewinnen kann. ob der stärkere die partie verlieren kann ist egal, solange die wertungsberechnung diesen fall nicht berücksichtigt, und das ist ja gerade der fall.
Vabanque - 11.01.21    
Das verstehe ich nicht ganz. Vielleicht meinst du das: Rein punktetechnisch profitiert jemand, der 400 Punkte mehr hat als sein Gegner, nichts von einer Wertungspartie, weil er keinen einzigen Punkt dabei gewinnen, aber sehr viele Punkte verlieren kann. Es besteht also dabei eine komplett schiefe Ausgangssituation, bei der auch die größten Anstrengungen nicht belohnt werden, das leisteste Nachlassen aber unbarmherzig und drastisch bestraft wird.
toby84 - 11.01.21    
ja im prinzip meine ich das.

dass 400 die grenze des punktezuwachses ist, bedeutet ja, dass eine niederlage von seiten des stärkeren gar nicht einkalkuliert wird, oder zumindest, dass ein sieg so feingranular ist, dass er weniger als einen punkt bringt, was angesichts der tatsache, dass zur berechnung der spielstärke nur natürliche zahlen vorgesehen sind, dazu führt, dass es eben gar keinen punktezuwachs mehr gibt. das läuft ja letztendlich auf dasselbe hinaus. für den stärkeren spieler ergibt es keinen sinn, ein wertungsspiel zu machen, wenn er es nicht bewusst darauf absieht, punkte zu verlieren.
Chuma - 11.01.21    
@Vabanque
Die obige Liste, Punkte a) - i) gefällt mir gut!
Wobei ich persönlich den Punkt h) irgendwie schwierig finde. Wenn du das selber Schach spielen gänzlich aufgeben würdest, dich aber immer noch mit Schach intensiv beschäftigen willst, mit Meisterpartien nachspielen und Schachbücher lesen......dass da die Lust am selber spielen nicht wieder übermächtig würde, kann ich mir nicht vorstellen!
Tschechov - 11.01.21    
@toby84:

>>für den stärkeren spieler ergibt es keinen sinn, ein wertungsspiel zu machen, wenn er es nicht bewusst darauf absieht, punkte zu verlieren.<<

Nun ja, drohende 20 Minuspunkte können schon eine gewisse Motivationshilfe sein, die Sache nicht zu leicht zu nehmen. Freilich könnte man hier fragen, warum der Stärkere denn keine positive Motivation durch zu gewinnende Punkte bekommen soll. Aber mal ehrlich: Ist etwa 1 Punkt Gewinn noch eine Motivation?
Canal_Prins - 11.01.21    
@ Tschechov

...ein interessantes Thema habt ihr da angeschnitten.

Der Wertungstärkere gewinnt gegen den Wärtungschwächeren nur einen Punkt, wenn die Wertungsdifferenz < als 398 Points beträgt. Bei einer Verlustpartie des wertungsstärkeren muss dieser 20 Spiele gegen einen Wertungsschwächeren gewinnen , um den Verlust wieder aufzufangen. Spieler mit einer Wertungsdifferenz von weniger als 100-200 Punkte sind nicht gewillt gegen einen Wertungstärkeren anzutreten. Hinzu kommt, dass man im Live- Schach Partien verliert- dies trotz Zeitguthaben- da man auf dem Brett nicht mehr ziehen kann. Offensichtlich ist dies nur im Live- Schach der Fall, da die Seite lt. Angabe auf der Menüleiste unsicher ist?....
Tschechov - 11.01.21   +
@Canal Prins:

>>Spieler mit einer Wertungsdifferenz von weniger als 100-200 Punkte sind nicht gewillt gegen einen Wertungstärkeren anzutreten.<<

Ja, das scheint mir auch so. Bei hundert Pluspunkten meines potentiellen Konkurrenten bin ich noch nicht wirklich besorgt, gucke dann allenfalls, wo er sich durchschnittlich im Wertungsbereich so aufhält. Schwankungen um die hundert Punkte sind halt normal. Bei um 200 Punkte stärkeren Spielern kann man allerdings schon von einem höheren Spielverständnis ausgehen. Da lockt zwar immer noch punktemäßig fette Beute, jedoch tut die wahrscheinliche Niederlage in Bezug auf die eigene Wertungszahl noch genug weh, um es lieber zu unterlassen. Wobei es eigentlich blöd ist, solche Spiele auszulassen, da kann man schließlich noch was lernen.
japetus1962 - 11.01.21   +
etwaige Punkte sind mir wurscht.

Wenn ich bei einem Turnier mit einem starken Partner zusammen komme
und seiner Spielstärke nicht annähernd ran komme, dann ist es so.
Den Fall, dass ich einen wesentlich stärkeren Partner das Wasser reichen konnte,
gab es in Einzelfällen durchaus. Das macht mich dann besonders stolz.

Eine Regelung, etwa eine Verhinderung einer Einladung ab einer Differenz von ... Punkte finde ich nicht gut. Jeder muss wissen was er tut, sei es an Einladender oder Eingeladener.
Schachspieler sind in der Regel Leute, die ihr Hirnkasterl verwenden.
toby84 - 11.01.21    
naja mit geringer wertungszahl sagt sich das natürlich leicht.

der stärkere spieler muss entweder die berechnungsgrundlage der chessmail-wertungszahl kennen oder zumindest einmal bewusst wahrgenommen haben, dass so ein sieg 0 punkte bringt. wer kennt schon die berechnungsgrundlage oder diese eigenheit davon, wenn er nicht regelmäßig ins forum schaut?

ich weiß gar nicht, wie das bei der dwz war. relevant wäre das vereinzelt bei der vereinsmeisterschaft gewesen, als die ausgewertet wurde. da hat der damals stärkste spieler allerdings nicht mitgespielt. womöglich wohlweislich?
micha23 - 12.01.21    
ey leute, was geht hier ab, ich geb doch nicht das wunderbare schachspielen auf, nur weil ich eine partie verloren haben. auch aus verlorenen partien kann man lernen, und wenns nur der alc ist, den man beim nächsten mal weglässt.
123zecher - 12.01.21    
Ja, Vabanque. Du schreibst, daß Du "schon einiges" getankt hattest. Da iat es doch nicht verwunderlich, daß Fehler passieren.
Insofern kann ich den thread auch nicht nachvollziehen, da das Thema hier inhaltlich dann nicht passt.

Wäre dir das ohne Alkohol passiert, kann man drüber reden.
NickNick - 12.01.21    
Warum Schach spielen aufgeben? Fehler sind nun mal das Salz in der Suppe.

Würde man nur gewinnen, wärs mit der Zeit langweilig, da keine Steigerungsmöglichkeit vorhanden.
Verliert man ständig, ist es zwar frustrierend aber man kann sagen, es kann nur besser werden.

Verliert man normal, da war eben der Andere besser.
Verliert man kurz vorm Sieg durch einen eigenen Fehler, ist es zwar sehr frustrierend. Aber man muss sich sagen, das passiert mir nicht nochmal. Beim nächsten Spiel eben besser aufpassen. Mir vor einiger Zeit selber passiert.
Vabanque - 12.01.21    
>>Wäre dir das ohne Alkohol passiert<<

Würde vermutlich keinen großen Unterschied machen. Tschigorin, Blackburne, Aljechin, Stahlberg ... nur um ein paar zu nennen, tranken regelmäßig große Mengen Alkohol vor, während (ja, das war damals noch erlaubt!) und nach den Partien, und spielten trotzdem großartige Partien. Die Genannten stellten trotzdem keine Türme in Gewinnstellung ein.

Interessanten Artikel über Schach und Alkohol gefunden:

https://www.chesshistory.com/winter/extra/alcohol.html
Plummel_Schwubb - 12.01.21   +
Es geht glaube ich gar nicht so sehr darum, sich für eigene Fehler, die man in der Partie nun mal als Mensch so macht, zu beklagen. Vielmehr vielleicht eher darum, dass so ein Fehler einem nicht passieren sollte. Also - die Art des Fehlers, nicht das Vorhandensein von Fehlern per se.


Mit zunehmender Spielstärke werden die Fehler der Schachspieler immer feiner. Trotzdem kommt es manchmal vor, dass auch ein Meister sich verrechnet, oder ein starker Amateur etwas einstellt. Wir sind alle nur Menschen. Dazu kommt ein Phänomen, das 'Schachblindheit' genannt wird und vermutlich genau so einen Fehler, um den es hier geht, produziert hat. Ob das tatsächlich stimmt, kann ich natürlich nur spekulieren, kenne ich schließlich die Gedanken hinter den Zügen nicht.

Und was die Frustration angeht - klar, Schach kann sehr frustrierend sein. Elisabeth Pähtz habe ich neulich erst in einem Interview sagen lesen: 'noch mal würde ich nicht mit Schach anfangen. Ein Sieg bereitet jedenfalls eine kürzere Freude, als eine Niederlage lang schmerzt. (sinngemäß - glaube es ging um die Serie Queens Gambit)

Und naja, mit Schach aufhören... geht das denn überhaupt? Dauerhaft? Ich schaff es immer nur ein paar Monate. Mit dem Rauchen aufzuhören war dagegen ein Kinderspiel :-)
Ne, für mich ist es eher so, dass die Zeit für's Schach fehlt - egal wie viel davon auch vorhanden ist, gibt es so viel zu lernen, zu entdecken. Allein die Literatur, dazu Aktuelles, Videos usw usf.
Glaube ich habe auch um die 40 Bücher, die alle durchzuarbeiten bestimmt länger als meine Lebzeit dauern würde...

Übrigens, falls das hier nicht erwünscht ist, einfach löschen, falls nicht, gibt es Bücher, die sich auch mit der Schachpsychologie befassen. Zur Zeit lese ich zB. ein Buch, das ebenfalls stark um die psychologischen Aspekte und Fehler geht: Die sieben Todsünden des Schachspielers, von Rowson - kann ich sehr empfehlen.

Gruß
Tschechov - 12.01.21    
@Plummel_Schwubb: Da kann ich dir von demselben Autor noch "Schach für Zebras" empfehlen.
Plummel_Schwubb - 12.01.21    
Grüß Dich, Tschechov, merci! Hab bisher nur Gutes über das von Dir genannte Buch gehört und habe es selber noch gar nicht.

Es ist halt wirklich so, dass ich mehr Bücher als Zeit hab. Dazu mach ich mit Bücher eher Training, sprich Trockenübungen wie Mattführungen, Endspiele, Figurentechnik. Es gab aber über Geburtstag und Weihnachten einen Gutschein, wovon ich mir immer Bücher kauf und dann kommt eben mit der Zeit schon was zusammen. Fehlt nur noch n Shop, in dem man die nötige Zeit auch kaufen kann :-)
Vabanque - 12.01.21    
>>Dazu kommt ein Phänomen, das 'Schachblindheit' genannt wird und vermutlich genau so einen Fehler, um den es hier geht, produziert hat. Ob das tatsächlich stimmt, kann ich natürlich nur spekulieren, kenne ich schließlich die Gedanken hinter den Zügen nicht.<<

Da ich den Fehler selber gemacht habe, kann ich die Gedanken hinter dem Zug leicht aufklären: Mit 41... Kd6 hatte Schwarz ja nicht bloß den Turm c5 (was mir entgangen ist), sondern auch den Freibauern auf c6 angegriffen, und den habe ich eben mit Le4 gedeckt, ohne zu bemerken, dass der Turm einsteht. Tiefsinnigeres war da nicht dahinter. Hätte ich nur einen Augenblick länger aufs Brett geschaut (oder überhaupt aufs Brett geschaut, statt automatisch zu reagieren), hätte ich sicher gemerkt, dass der Turm hängt. Den Bauern c6 hätte ich dann hergeben müssen und können, hätte aber mit den Königsflügelbauern leicht gewonnen.
Aber es war der letzte Zug nachts vom dem Ausschalten des PCs gewesen ... schnell noch in einer 'leichten' Partie gezogen, tja ...
123zecher - 12.01.21    
Würde vermutlich keinen großen Unterschied machen. Tschigorin, Blackburne, Aljechin, Stahlberg ... nur um ein paar zu nennen, tranken regelmäßig große Mengen Alkohol vor, während (ja, das war damals noch erlaubt!) und nach den Partien, und spielten trotzdem großartige Partien. Die Genannten stellten trotzdem keine Türme in Gewinnstellung ein.

Ok, wenn Du Dich mit ihnen vergleichst, habe ich nichts gesagt..
Vabanque - 12.01.21    
>>wenn Du Dich mit ihnen vergleichst<<

Das habe ich natürlich an keiner Stelle getan. Aber ich mag es, wenn man mir im Forum die Worte verdreht, also nur weiter damit :D
Vabanque - 12.01.21    
>>Tschechov - vor 2 Std.

@Plummel_Schwubb: Da kann ich dir von demselben Autor noch "Schach für Zebras" empfehlen.<<

Interessant, dass genau dieses Buch (wie auch die 'Todsünden' des gleichen Autors) immer wieder hier, auf anderen Schachseiten, und im 'realen Leben' empfohlen wird. Auch ich hatte mir vor vielen Jahren (als ich noch aktiv spielte) dieses Buch auf Empfehlung gekauft. Konnte mit der Schreibweise des Autors leider nichts anfangen, also habe ich es schnell wieder weggelegt. Zu schnell, als dass ich noch eine Erinnerung hätte, und zu schnell, um auch nur den Ansatz einer Beurteilung des Buches schreiben zu können. Was blieb, ist nur eine Empfindung. Aber wenige Schachbücher habe ich so schnell wieder zur Seite gelegt wie dieses, so viel weiß ich noch. Irgendwie schien es mir, der Autor käme nicht zur Sache bzw. zum Punkt.
Aber eine gute Gelegenheit, in das Buch wenigstens mal wieder reinzuschmökern, sonst steht es nur ungenutzt im Schrank.
Kann es natürlich auch gerne an den interessierten SF Plummel_Schwubb verkaufen, zum Freundschaftspreis. Aber das gehört dann tatsächlich nicht in Forum und sollte über PN ausgemacht werden.
Buchempfehlungen dagegen, warum sollten die nicht ins Forum gehören? Es gab ja schon mal eigene Threads darüber.
Saison - 12.01.21    
Schach aufgeben nein, eine Pause ja. Pause aber schwierig bei vielen Partien. Ich spiele nur noch bis zu 5,6 Partien gleichzeitig, eher noch weniger. Mehr Konzentration für jede Partie und Pause leichter.
Plummel_Schwubb - 15.01.21    
》》 Kann es natürlich auch gerne an den interessierten SF Plummel_Schwubb verkaufen 《《

@Vabanque: ich will das doch gar nicht :-) Im Gegenteil, ich habe zu viele Schachbücher, als dass ich sie jemals alle ernsthaft durcharbeiten könnte. Ja, gestern abend, saß ich vor dem Brett und habe das Endspiel Dame gegen Turm geübt, nebendran waren etwa 5 Bücher aufgeschlagen und meine Frau fragte, ob ich die jetzt etwa alle auf einmal lese :-)

Nein, ich wollte das Buch 'Die sieben Todsünden des Schachspielers' empfehlen, eben weil es sich mit psychologischen Aspekten des Schachspielens beschäftigt und das in einer Form, die ich so noch nicht kannte.

Das Buch habe ich übrigens noch nicht durchgearbeitet, sondern habe es neu (Gutschein zu Weihnachten bekommen) und bin noch auf den ersten, ich würde sagen 50 Seiten. Was ich allerdings dort schon alles erfahren habe, finde ich schon... hochinteressant! Es geht um die Psyche, ja, um schachliches Denken... die sieben Todsünden mag reisserisch klingen, aber wenn man sich etwas eingelesen hat, kann man eigentlich kaum widersprechen. Vielleicht ändert sich das, wenn ich das Buch erst einmal durch habe, alle Partien nachgespielt habe und die Analysen, so wie die emotionalen Ursprünge bei den Zugwahlen usw - alles verstanden habe, aber bisher bin ich sehr angetan.

Da es eben auch zum Topic hier passt - Fehler, mit Schach aufhören, Ärger usw. - dachte ich, schlag ich's mal vor. Ist ja nur ein Buch :-)

Gruß
Ant_Man - 17.01.21    
Sowas passiert mir andauernd. Danke, dass es dich gibt, @Vabanque, dass du uns hier beweist, wie menschlich und fehlerhaft wir sind. Wir alle machen diese Fehler. Du solltest also nicht mit dem Schach aufhören.
Bauer_MMM - 17.01.21    
Auweia,
was ich hier so lese ......
Gibt es hier auch Menschen die einfach nur
Freude am Schach spielen haben !?
Ohne Punkte und Siegesdruck ! Seid ihr in eurem Leben auch
So perfekt ?
Spiele weiter wenn es dir Spaß macht wenn nicht höre auf !
Saison - 17.01.21    
Ohne Fehler ist Schach langweilig.
Vabanque - 17.01.21    
Natürlich geht es mehr um die Freude am Spiel als um das Ergebnis. Aber solche Fehler dämpfen doch genau die Freude am Spiel ganz erheblich. Oder etwa nicht?
Bauer_MMM - 17.01.21    
Wenn es doch durch Übermüdung oder Alkohol oder sonst etwas
Passiert , arbeite an dem Problem ..... ;-)
Vabanque - 17.01.21    
Gestern ist es mir wieder passiert ... ich wollte mit meiner Partnerin (nicht: Schachpartnerin) einen Film gucken (haben wir dann auch gemacht) und vorher noch schnell einen Zug abschicken :-/
(Es 'geht' also auch ohne Übermüdung und / oder Alkohol)

Dieses 'schnell noch ein Zug, bevor ... ' bringt wohl die allermeisten Fehler hervor.
Bauer_MMM - 17.01.21    
Dann kennst du doch das Problem !
Vabanque - 17.01.21    
Trotzdem falle ich immer wieder rein! :-(
Bauer_MMM - 17.01.21    
Lerne , oder lebe mit deinen Fehlern ,
verliere nur nicht Spaß am Spiel !
brauna - 18.01.21    
Ach Vabanque....iss nich schlimm. Andere toppen solche faux-pas mit Bravour! Ich z.B. hab gegen niclas (über 300 Punkte unter mir!!) in einem 9-Züger (!!) verloren vor kurzem.
Natürlich war es mal wieder das Budapester Gambit, mit dem ich mich schon häufiger schwer getan habe.

Und ich war nah dran, den Laptop durchs geschlossene Fenster........ ;-))
Vabanque - 18.01.21    
@brauna: Deinen 9-Züger habe ich mal Zug für Zug in einem Lehrbuch gesehen, wo der Autor tatsächlich dazu schrieb, dass ihm der Gegner, den er auf genau diese Weise besiegt hatte, danach das vollbesetzte Schachbrett mit allen Figuren ins Gesicht geworfen hat (Laptops gabs damals noch nicht).
Der Autor appellierte im Anschluss noch an den Leser, dies doch bitte niemals nachzumachen ;-)
patzer0815 - 18.01.21    
Gegen den Budapester würde ich 7.e3 anstelle von 7.a3 empfehlen. Dann gibt es in keiner Variante mehr ein Matt auf d3 und der König ist auch schneller rochiert.
Alapin2 - 18.01.21    
Vabanque : Extra für Dich ( und alle anderen, die manchmal an Ihren Patzern verzweifeln mögen,) stelle ich gleich bei "Schachaufgaben" etwas tröstliches ein.
(oder würde das an dieser Stelle auch mit Diagramm gehen?)