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Schach vor 100 Jahren

gammapappa - 23.04.21    
Heutiger Beitrag in der Sächsischen Zeitung:
Auszug aus dem Artikel: "Deutschland sucht den Schach-Weltmeister"
Es war schon beeindruckend, dass in der Tageszeitung ein fast halbseitiger Beitrag über Schach veröffentlicht wurde. Einen Link habe ich leider nicht, bin noch der altmodische Papierleser.
"Als Jose Raul Capablanca seinen schwarzen Läufer auf e4 zieht, den wehrlosen weißen Bauern schlägt und die 14. Partie gewinnt, ist der Kubaner zum ersten mal Schachweltmeister. Geschichte schreibt aber auch sein Gegenüber. Emanuel Lasker muß sich im schwül-heißen Havanna geschlagen geben, entnervt und erschöpft gibt er wenig später auf. Nach stolzen 27 Jahren auf dem Thron verliert der Deutsche die Krone. Es ist der 21.April 1921, einige Tage später wird Capablanca offiziell zum Sieger erklärt."!

Danach folgt ein interessanter Artikel, kann Deutschland wieder Schach-WM werden, und über die allgemeine Lage des Spitzenschachs.
Vabanque - 23.04.21    
Ja, schon irgendwie schade, dass bei der WM 1921 Lasker gegen Capablanca keine einzige Partie gewinnen konnte (er gab das Match beim Stand von 0:4 bei 10 Remispartien auf).
Es ist müßig, darüber zu streiten, ob Capablanca ein größerer Spieler als Lasker war, oder umgekehrt. Aber Capablanca war jedenfalls jünger und vor allem als gebürtiger Kubaner besser an das Klima in Havanna gewöhnt.
Vabanque - 23.04.21    
Interessanterweise finden sich in den meisten Büchern über Capablanca die 10. und 11. Partie des WM-Matchs mit Lasker.
In den Büchern von Linder&Linder ('Schachgenie Capablanca') und Lakdawala ('Capablanca - Move by Move') ist außerdem die 5. Matchpartie enthalten.
Ein Buch, in dem die im Eingangsthread erwähnte 14. Partie - nach der Lasker das Match aufgab - analysiert würde, ist mir nicht bekannt.

Ohne Frage ist die 10. Partie, in der Capa mit Schwarz ein Endspiel mit Turm und Springer auf beiden Seiten gewann, die schönste und bemerkenswerteste des Matchs.