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"Querlenker" Postillon ;-)

Tschechov - 18.11.20    

shaack sieht es nicht gerne, wenn hier vollkommen unkommentiert links hereingesetzt werden.

123zecher - 18.11.20    

Ja, ok.... Es ist ein Textbeitrag vom Postillon...quasi eine Persiflage auf die "Quer"denker"-Szene.

Tschechov - 18.11.20    

Das heißt, dieses Szene gibt es gar nicht?

123zecher - 18.11.20    

Nein, das soll es nicht heißen. Lies doch mal...;-)

Tschechov - 18.11.20    

Habe ich getan. Und diese Szene gibt es wohl nicht, ist eben satirisch gemeint. man könnte mich einen narren nennen, daß ich das für Realität hielt, aber andererseits: heutzutage ist einiges möglich...

123zecher - 18.11.20    

Dann kanntest Du den Postillon nicht...Satire pur.....

kimble - 18.11.20    

Fakt ist:
Der Postillon Artikel trifft den Kern der Sache!
Ohne Regeln und mit ständiger vermeintlicher Systemkritik können wir unser gesellschaftliches Zusammenleben begraben.

Stimmt allerdings links grundsätzlich noch ein wenig pesönlich einzubetten...;-)
Ich hab mich jedenfalls gut amüsiert.

Vabanque - 19.11.20    

Der Beitrag ist ja schon mal gepostet und von shaack entfernt worden, da mit Link ohne Kommentar (ob youtube oder nicht).

Nun es handelt sich freilich um eine gut gemachte Satire (die ich sogar gelungener finde als die Trump-Fußball-Analogie), aber auch dieser Vergleich hinkt (wie jeder).

Verkehrsunfälle sind ein Geschehen, das weit weniger Dynamik zeigt als eine Pandemie. Deshalb müssen Verkehrsregeln auch nicht dem sich ständig verändernden Geschehen angepasst werden. Einmal getroffene Regeln können über einen ziemlich langen Zeitraum hinweg gültig bleiben.

Die jetzt gültigen 'Corona-Regeln' dagegen auf Jahre und Jahrzehnte hin festzuschreiben, sehe ich dagegen als problematisch an. Die Situation ist dazu viel zu komplex und wird noch nicht genügend verstanden (falls sie überhaupt jemals zur Gänze verstanden werden sollte).

Damit will ich keineswegs der 'Querdenker'-Bewegung das Wort reden (was ich leider explizit betonen muss, da es offenbar Leute hier im Forum gibt, die mich bewusst missverstehen wollen und dies gerne tun).

Natürlich muss es Regeln geben, aber eine ständige Regeländerung erzeugt große Unsicherheit. Auf der anderen Seite sind feste und unverrückbare Regeln bei einem sich ständig wandelndem Geschehen, wie gerade dargelegt, genauso problematisch.

Ich habe keine Lösung und kann nur auf die Problematik auf Grund der Komplexität der Realität hinweisen.

Das größte Problem jedoch liegt m.E. darin, dass - wie auch Drosten einmal sinngemäß sagte - die Debatte nicht auf wissenschaftlicher, sondern auf politischer und vor allem emotionaler Ebene geführt wird (er tat diese Äußerung anlässlich erschreckender Hassbotschaften in den sozialen Medien).

Das Infektionsgeschehen besitzt eine medizinische und eine soziale Dynamik. Es ist - nahezu unabhängig von der medizinischen Entwicklung - unvermeidbar, dass die Akzeptanz für Maßnahmen (vor allem strikter Natur) im Laufe der Monate und Jahre abnimmt und Proteste lauter werden. Ich möchte dieses soziale Phänomen hier nicht werten, sondern nur darauf hinweisen. Die Maßnahmen ermüden die Gesellschaft irgendwann, sie wird mürbe. Man stelle sich vor, dass nun Jahr für Jahr die Infektionszahlen im Mai drastisch sinken (wie übrigens etliche seriös gerechnete Modelle nahelegen) und dann im Oktober wieder nach oben schießen. Wie viele Jahre wollen Regierungen es dann durchziehen, im Herbst einen 'Lockdown' anzuordnen und ihn im Frühjahr wieder zu lockern? Irgendwann (in 5, 10 oder gar schon in 3 Jahren?) werden 20.000 gemeldete positive Testergebnisse am Tag im November den Medien wohl nur noch eine Randnotiz wert sein, wenn überhaupt, genau wie man sich an die täglichen Krebstoten, Malaria-Toten, Tbc-Toten und Verkehrstoten so 'gewöhnt' hat, dass sie niemand mehr wahrnimmt (ist das nicht sehr bitter?). Irgendwann wird Covid dann so eingeordnet sein, dass sie nur noch eine Krankheit von vielen ist. Momentan bekommt Covid von den Medien und der Politik eine Über-Aufmerksamkeit, die alle anderen Erkrankungen an den Rand drängt und vergessen lässt. Dabei ist doch auch jeder Verkehrstote und jeder Tbc-Tote ein Toter zu viel, und nicht nur jeder Covid-Tote.

Wie dem auch sei, um zur Satire des Postillon zurückzukehren: 'Freiheit' als Aufhebung aller Regeln zu definieren, ist selbstverständlich komplett absurd. Dann sind wir nämlich bei der Anarchie gelandet (die freilich von ihren Anhängern als traumhafter und erstrebenswerter und nicht etwa albtraumhafter Zustand gesehen wird). Dann gilt das 'gute alte' Faustrecht bzw. das Recht des Stärkeren, ob im Straßenverkehr oder in der Pandemie. Und da wollen wir doch alle nicht hin, auch die 'Querdenker' nicht. Oder etwa doch?

GuterVorsatz - 22.11.20    

" Dann sind wir nämlich bei der Anarchie gelandet... Dann gilt das 'gute alte' Faustrecht bzw. das Recht des Stärkeren..."

Das wäre dann die Anarchie mit einem starken Anarchen.