Sonstiges

Schach-Sucht

Franzzing - 29.10.12    

Sind Falle von Schach-Sucht bekannt, als eine Variante der Spielsucht?

Wieviel Zeit am Brett pro Tag ist okay, ab wann wird's problematisch?

Kennt ihr Schachsüchtige, mal von den Profis abgesehen?

shareplay - 29.10.12    

Keine Zeit zum Antworten, muss spielen....

Executor - 29.10.12    

Meine ehemalige Schullektüre: Stefan Zweig - Die Schachnovelle, auch wenn sie etwas realitätsfern ist.
Wenn mir jemand genug Geld gibt verbringe ich gerne dne ganzen Tag am Brett ;-)

Obelix64 - 29.10.12    

Ich denke nicht, dass man den Suchtbegriff an der mit Schach verbrachten Zeit festmachen kann. Vielmehr gelten wohl die üblichen Kriterien wie bei anderen Formen von Spielsucht. D.h. problematisch wird es sobald wichtigere Tätigkeiten des Alltags zugunsten des Schachs vernachlässigt werden (z.B. Vernachlässigung sozialer Kontakte, Verwahrlosungstendenzen, Aufschieben von Prüfungsvorbereitungen, usw.).

Selbstverständlich kann Schach wie jedes andere Spiel auch süchtig machen, konkrete Fälle unter Nicht-Profis kenne ich nicht. Unter den Profis wäre wohl zuvorderst Bobby Fischer zu nennen. Vermutlich wird Schachsucht heutzutage zumeist im Internet ausgelebt und die Betroffenen bleiben dadurch anonym. Wer es noch schafft sich vom Rechner zu lösen, um den lokalen Schachclub zu besuchen, hat gute Chancen noch nicht zu den Süchtigen zu gehören.

Hasenrat - 29.10.12    

Die Frage ist m. E. hierbei, ob diese Form des Schachspielens, das Internetfernschach nicht viel eher unter die allgemeine Internet-Online-Sucht zu subsumieren wäre. Hier liegt die Suchtschwelle doch viel niedriger und der Suchtreiz ist höher, wahrscheinlich, als beim konventionellen Schachspielen.

McMartinius - 29.10.12    

Ich bin nicht süchtig - ich kann jederzeit aufhören!
Wann immer ich will!
Wirklich.
Morgen fange ich an.
Aber erst muss ich noch diese eine Partie zu Ende spielen...

Mang - 07.11.12    

ich war vor ein paar Jahren regelrecht schach- als auch etwas chessmailsüchtig.
Und ich bin wahrlich kein Meister dieses "Spiels"
Wie Obelix es aufzeigt, vernachlässigte ich fast alles andere und habe Wochen und Monate fast ausschließlich am Sekretär (meine Computerecke) verbracht und dabei regelmäßig locker 48, 72 Stunden (und mehr) online auf mehreren Plattformen Schach gespielt
oftmals ging gar nichts mehr - Figuren und Felder tanzen mir vor Augen, so das selbst die Finger auf dem Bildschirm nicht mehr halfen
aber immer weiter, immer weiter
und es war gut

bis ich dann aber so richtig "Absturz" pur erlebte - auf sämtlichen Ebenen
und mit so richtig Tiefe

jetzt bin ich froh, dass ich endlich überhaupt wieder Schach spielen kann und mich auch wieder zu chessmail traue
joh, es geht mir wieder ganz gut

abschließend an alle Suchtbolzen welcher Art auch immer:
achtet auf eure Hütte, so als Minimalst-Basis
finde ich zumindest

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tuman - 02.12.12    

1 Tag in der Woche kein Schach spielen, z.B. Mittwoch.
Das gibt den nötigen Abstand.
Dann merkt man, was man im Schach erlernt hat und nicht vergißt.
Auch wenn man an dem Tag seine Energie für etwas anderes verbraucht, so tankt man unweigerlich neue Energie fürs Schach.
Es ist ja wie Schach per Brief. Wenn man täglich den Zug des Gegners beantwortet, reicht das auch schon. Wenn es mal zu viel wird, z.B. Prüfungen, Familie, dann kann man auch weniger Partien spielen.

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