Das ließ mir keine Ruhe, auch wenn ich es mit dem Reinheitsgebot weder bei der Gültigkeit von Schachproblemstellungen noch beim Bier allzu genau nehme. Beides muss nur schmecken.
Bestandsaufnahme:
Weiß: K, T, 7 Bauern = 9 Figuren (6 Offiziere + 1 Bauer fehlen)
Schwarz: K, L, 6 Bauern = 8 Figuren (6 Offiziere + 2 Bauern fehlen)
Offensichtliche Bewegung der Bauern:
Weiß:
fxg und hxg (andere weiße Bauern können die Felder nicht erreichen)
d2xe3xf4xg5xh6 (a2 und b2 können die h-Linie nicht erreichen, c2 konnte h7 nicht erreichen wegen Blockade durch Bg6)
Bisher 6 Schlagzüge. Weg und Verbleib der Bauern d2 bis h2 ist nachgewiesen.
Schwarz:
e7xf6 und h7xg6 (andere schwarze Bauern können die Felder nicht erreichen)
d7xe6xf5xg4xh3 (von den Linien a, b und c kann kein Bauer auf h3 erscheinen)
Bisher 6 Schlagzüge. Weg und Verbleib der Bauern d7 bis h7 ist nachgewiesen.
Feststellung:
Bisher tat jeder bewegte Bauer einen oder mehrere Schlagzüge. Auf jeder Seite sind dadurch 6 Figuren entfernt worden.
Bei den geschlagenen weißen Figuren muss es sich um die Offiziere handeln, denn sofern der fehlende weiße Bauer darunter gewesen wäre, hätte er Schlagzüge ausführen müssen, um die Diagonale d7-h3 zu kreuzen. Im Falle des c2 wären es Minimum zwei Schlagzüge plus ein dritter für den Linienwechsel des weißen c6 (der dann zwingend von b2 stammen müsste) gewesen. Zusammen mit den sechs zuvor nachgewiesenen Schlagzügen müssten demnach bereits neun schwarze Figuren fehlen (mindestens ein Schlagzug zu viel, da ja nur acht schwarze Figuren fehlen).
Bei den durch die weißen Bauern d2 bis h2 geschlagenen schwarzen Figuren kann es sich nicht um den c7, b7 oder a7 handeln, da mindestens zwei zusätzliche schwarze Schlagzüge notwendig wären, um die Diagonale d2-h6 zu kreuzen. Damit würden acht weiße Figuren geschlagen worden sein, also eine mehr, als tatsächlich fehlt. Somit handelt es sich bei den geschlagenen schwarzen Figuren ebenfalls um die Offiziere, da keine zusätzlichen Schlagzüge ausgeführt worden sein können.
Beide Seiten verfügen noch über ihre Bauern d bis h, alle fehlenden Offiziere wurden durch Bauern geschlagen.
Zu klären:
Zu klären ist das Schicksal eines weißen Bauern sowie zwei schwarzer Bauern und ihre Identitäten, also ob die auf den Linien vorhandenen Bauern ihre Startfelder auf den gleichen Linien hatten.
Hinweis:
Linienwechsel bedeuten Schlagzüge, die, wie zuvor bewiesen wurde, noch ausschließlich Bauern erobern konnten.
Weißer Lf1:
Des Weiteren fällt auf, dass Lf1 keinen Ausgang hat; er muss also zwingend auf der Grundreihe geschlagen worden sein. Sechs Offiziere wurden aber bereits auf dem Feld durch Bauern geschlagen, keiner der schwarzen Bauern d7 bis h7 konnte die Grundreihe erreichen.
Wenn sechs Offiziere oberhalb der Grundreihe geschlagen wurden und ein weiterer auf der Grundreihe – wie kann dann noch ein weißer Turm auf dem Brett sein? Die einzige Erklärung ist eine Umwandlung: Der Turm muss aus dem fehlenden Bauern entstanden sein. Demnach hat Schwarz lediglich sechs Schlagzüge mit Bauern machen können, die siebte fehlende Figur erklärt sich durch Umwandlung, der fehlende Lf1 muss einem Offizier zum Opfer gefallen sein.
Schwarzer Bauer a7:
a) Steht nun auf b5 (+1 Schlagzug von Schwarz) oder
b) Die a-Linie war zwischenzeitlich frei (+1 Schlagzug von Schwarz) und der Bauer wurde umgewandelt oder geschlagen, was so oder so einen Schlagzug von Weiß erfordert, da die Figur nicht mehr existiert.
Ausschlussverfahren des letzten schwarzen Zuges:
a) Kb7-c7 oder Kd7-c7 scheidet aus, wegen wB c6+. Wegen der Anwesenheit Kc5 kann Bc5-c6+ nicht gespielt worden sein. Damit das Schachgebot c6+ als weißer Zug möglich gewesen wäre, müssten also weitere Schlagzüge passiert sein.
Der Bc6 kommt von c2: Zwei Schlagzüge sind notwendig, um Schach geben zu können, nämlich cxdxc6. Da Feld b5 besetzt ist, kommen a2 und b2 als Startfelder nicht in Frage. Zusammen mit den sechs nachgewiesenen Schlagzügen sind das also bereits acht, zusammen mit dem notwendigen Schlagzug zur Erklärung des Schicksals des Ba7 dann neun und somit einer zu viel. Somit hat der weiße c-Bauer seine Linie nicht verlassen.
b) e7xf6 scheidet aus, weil sonst Lf8 noch auf seinem Feld stehen müsste. Aber Lf8 könnte von einem Offizier geschlagen worden sein (+1 Schlagzug für Weiß). Lb8 müsste demnach durch Unterverwandlung neu entstanden sein, was aber bedingt, dass entweder Ba7 oder Bc7 ohne Schlagzüge zu machen durchmarschiert sind (s. Begründung Lf1). Bc7 scheidet aus, da der weiße c-Bauer seine Linie nicht verlassen hat (s. o.). Ba7 scheidet aus, da die Summe der Schlagzüge (sechs Offiziere plus Betreten der a-Linie durch einen neuen weißen Bauern plus Schlagen des Lf8 plus Schlagen des Bc7) einer zu viel ist bzw. schon das Betreten der a-Linie nicht mehr möglich ist, weil es dort nichts mehr zum Schlagen gegeben hätte.
c) Die Züge La7-b8 und b6-b5 scheiden aus, weil zuvor der weiße König im Schach gestanden hätte. Somit ist der letzte Zug b-7-b5 gewesen, Weiß setzt folgend axb# e.p.
Die Gültigkeit der Stellung ist bewiesen:
Weiß erlangte seine Position durch sechs Schlagzüge mit den Bauern gegen die Offiziere. Sein a- und c-Bauer verließen ihre Linien nicht, der siebte Schlagzug erfolgte mit dem b-Bauern gegen Ba7, dann erfolgte die Umwandlung zum Turm. Der schwarze c-Bauer muss zwingend geschlagen worden sein, da er weder die Linie verlassen hat noch die Linie frei für eine Unterverwandlung war. Das Fehlen der schwarzen Figuren ist damit hinreichend nachgewiesen.
Schwarz erlangte seine Position durch das Schlagen der sechs Offiziere mit Bauernzügen, zusätzlich eines siebten Offiziers (Lf1) durch einen eigenen Offizier. Da der weiße Turm durch Umwandlung zurückgekehrt ist, erklärt sich die Abwesenheit von sechs Offizieren und einem Bauern. Auch das Fehlen der weißen Figuren ist hinreichend nachgewiesen.
Ganz schön hartes Brot, trotz Einblick in verschiedene Lösungsbeschreibungen. Ich hoffe, ich habe Schreibfehler bei den Feldern vermeiden können, und ich hoffe, dass nicht doch noch ein Logikfehler drin steckt.