na da war die resonanz diesmal nicht so groß. ich löse also mal auf:
das kernmotiv der aufgabe zeigt sich schon im ersten zug:
1. Le6 will den turm vom bauern abhalten. es gibt nur eine plausible antwort, weil der e-bauer sonst mit schach einzieht:
1... Txe6
2. Tb6 jetzt muss weiß schon mehr durchrechnen. die naheliegende variante lässt sich schnell klären (zumindest mit analysebrett):
2... Txb6
3. e8=D
4Q3/8/1r4k1/8/2P2P2/1p6/1Kb4p/8 w - - 0 1
schwarz kann den verlust den h-bauern nicht mehr verhindern, egal wohin er geht. auf Kg7/Kh7 folgt De7 nebst Dh4, sonst kommt sofort Dh5.
den b-bauern bekommt schwarz gegen die dame nicht durchgedrückt. das kann jeder gerne mal selbst probieren mit Ta6 nebst Ta2 Kc3. weiß muss nur Ld1 verhindern, und das geht zum beispiel, indem er die eigene dame auf der d-linie platziert. das ist mit ein paar schachs gar kein problem.
das sind jetzt schon stellungen, die ich ohne analysebrett nicht mehr überblicken würde. damit ist es aber noch nicht getan, denn schwarz hat noch eine andere zu berücksichtigende option:
2... Kf5
3. Txe6 h1=D
4. e8=D Db1
5. Kc3 Da1
6. Kb4
4Q3/8/4R3/5k2/1KP2P2/1p6/2b5/q7 w - - 0 1
weiß muss also schon von anfang an sehen, dass schwarz hier nicht mehr vorwärts kommt. und noch etwas anderes kommt hier hinzu: viele der kollegen im verein und auch die chessmailer haben gemeint, dass 6... b2 keine gefahr ist, weil die beiden schwerfiguren auf jeden fall zwingend matt setzen. stimmt auch, ist laut stockfish zwingend. aber trivial ist das gegen diesen läufer nicht. auch hier kann ich nur empfehlen, das einfach mal auszuprobieren. schwarz vermeidet es, mit dem könig in die eigene läuferdiagonale zu laufen, bleibt aber nach möglichkeit da oben bei den gedeckten feldern. wenn schwarz kann und das feld nicht doppelt angegriffen ist, zieht er den läufer bei einem schach dazwischen. weiß muss natürlich in jedem zug schach setzen, weil sonst b1=D mit schach folgt.