In schlechten Stellungen macht man bekanntlich schlechte Züge, und IM Thesing war anscheinend durch die ungewöhnliche Eröffnungsbehandlung von GM Kindermann (Sizilianisch mit 10. b4!) irritiert.
In der Diagrammstellung fällt Folgendes auf:
Wäre die Diagonale des Lb2 frei, so könnte Weiß mit Dh5 ein Scheinopfer der Dame anbieten, die wegen Matt in 2 (Tg3+ usw.) nicht geschlagen werden dürfte, aber auch wenn sie nicht geschlagen wird, wird es bald Matt.
Also räumen wir den Sc3, der die Diagonale des Lb2 noch verstellt, mit Tempo weg (ein 'Desperado'-Springer, siehe auch die Schachgedanquen Folge 14 und 21!):
1. Sd5! (oder Sb5, was Kindermann spielte).
Wird der Springer geschlagen (sonst Dame futsch), kommt wie schon gesagt
2. Dh5, und gxh5 führt ebenso zum Matt wie 2... Sf6 3. Lxf6, und Schwarz steht vor dem gleichen unlösbaren Problem.