Kommentierte Spiele

Schacholympiade 1960 M. Botwinnik - L. Schmid

Oli1970 - 03.10.18   ++
Der große Stratege Michail Botwinnik zeigt sich in der 1960 gespielten Partie gegen Lothar Schmid als Angriffsspieler. Lothar Schmid war Großmeister, Schachschiedsrichter u. a. 1972 in dem Titelkampf zwischen Spasski und Fischer - und als Verleger Leiter des Karl-May-Verlags. Eine goldene Regel sagt, dass man gegnerisches Flankenspiel mit Spiel im Zentrum begegnen soll und umgekehrt. Die Herren Botwinnik und Schmid zeigen uns, wie man sich das vorstellen kann. Botwinnik zerlegt dabei gekonnt Schmids Benoni-Eröffnung, wir erleben Bauern als Angriffsfiguren und eine Seltenheit.


[Event "Leipzig ol (Men) fin-A"]
[Site "Leipzig GDR"]
[Date "1960.11.03"]
[Round "7.2"]
[White "Botvinnik, Mikhail"]
[Black "Schmid, Lothar"]
[Result "1-0"]
[ECO "A43"]
[Opening "Alt Benoni"]
[Variation "Schmid, 6.Be2"]
[Termination "normal"]
[WhiteType "human"]
[BlackType "human"]

1. d4 c5 2. d5 d6 3. e4 g6 4. Nf3 Bg7 5. Be2 Nf6 6. Nc3 {Man eröffnet mit
einer Alt-Benoni-Verteidigung. Hierbei verzichtet Weiß auf c2-c4, um das
Feld für einen Springer freizuhalten. Eine weitere Option für Weiß ist Lb5.
Der hier gezeigte Aufbau ist "zufällig" als Schmid-Benoni (na, klingelt
es?) geläufig.} Na6 {Dieser Zug ist eine von Schmid entwickelte
Verbesserung des älteren Systems. Der Gedanke ist, dass der Springer nach
c7 geführt wird, um den geplanten Bauernzug b7-b5 zu unterstützen.Schmid
erkannte, dass eine frühe Rochade bei geschlossenem Zentrum nicht zwingend
ist. Stattdessen bietet die schnelle Mobilisierung des Damenflügels gute
Chancen für Schwarz.} 7. O-O Nc7 8. a4 {b7-b5 wird erwartet und hiermit
begegnet.} a6 {Der Bauer unterstützt das eigene b7-b5 und verhindert, dass
eine gegnerische Leichtfigur auf b5 das Zelt aufschlägt.} 9. Nd2
{geschieht, um den Springer nach c4 zu überführen. Der Springer stünde dort
ausgezeichnet, da er von dort bequem nach b6 springen und für Ungemach
sorgen kann oder je nach Spielverlauf e4-e5 unterstützt oder auch nach d6
springt.}
Bd7 {als weitere Unterstützung für b5. Schmid empfahl später 9... b6 nebst
Tb8 und b6-b5 als geeignete Fortsetzung. Ein Test mit dem Rechner bestätigt
das allerdings nicht.} 10. Nc4 b5 {So weit,
so Buch.} 11. e5! {Dieser starke Bauernvorstoß ist eine Genialität von
Botwinnik. Lass den Schwarzen am Damenflügel mal machen, wir nehmen uns das
Zentrum vor. Der Zug macht erhebliche Probleme, die Optionen sind mit ihren
Verschachtelungen unmöglich durchzurechnen. Schmid hat die Qual der Wahl.
Er hatte vor Botwinniks Zug folgende Variante im Sinn:} (11. Nb6 b4
12. Nxa8 Qxa8 13. Nb1 {es ist kein anderes Feld zu haben.} Nxe4 14. Bf3 f5
15. Nd2 Ng5 {mit Vorteil für Schwarz. Mit 15. Lxe4 wäre das Spiel
ausgeglichen.}) 11... dxe5 {Er nimmt direkt zurück. Damit hat Weiß einen
Bauern auf der 5. Reihe.} (11... bxc4 12. exf6 Bxf6 13. Bh6 {erschien
nicht besser, der schwarze König sitzt gefangen auf seinem Thron. Laut
Engine wäre dies in der Tat die Lösung gewesen, die das Spiel ausgeglichen
hält. Aber ist das lange gegen einen Großmeister durchzuhalten?})
12. axb5 axb5 (12... Nxb5 13. Nxb5 {bedeutete Lageverbesserung für
Schmid.} Bxb5 14. Nxe5 Bxe2 15. Qxe2 Qxd5) (12... Nxb5 13. Nxe5 {jedoch
und Botwinnik hätte seinen Vorteil gehalten.} Nxc3 14. bxc3 Ne4) 13. Rxa8
Qxa8 {Tausch der Türme. Die schwarze Dame hat die lange Diagonale zum
gegnerischen Königsflügel, aber sonst noch keine Truppen dorthin
abkommandiert. Aber Schwarz steht damit auch dreimal auf d5, Weiß nur
zweimal.} 14. Nxe5 {Stehenbleiben konnte er ja schlecht, auf der fünften
Reihe kann er schon was. Für den Anfang nimmt er den Bauern mit.} b4
{Schwarz hat ein Problem. Weiß kann seinen Se5 gegen Ld7 tauschen, danach
mit Läufer oder Springer b5 mitnehmen und dabei dann eine zweite Figur
tauschen. So wird b4 mit Druck auf Sc3 zur Idee.} (14... Nfxd5 {wäre unter
Eleminierung des Störenfrieds auf d5 besser gewesen} 15. Nxd7 Bxc3 16. Nxc5
Bg7) (14... O-O {kann man ebenfalls in Erwägung ziehen. Am Ende einer
langen Zugfolge zeigt sich, dass sich die Lage des Schwarzen zwar nicht
verbessert, aber auch nicht verschlechtert hätte. Dafür hätte die dringend
benötigte Rochade stattgefunden.} 15. Nxd7 Nxd7 16. d6
(16. Nxb5 Nxb5 17. Bxb5 {durfte Schmid nicht zulassen.})
(16. Nxb5 Nxd5 {Der weitere Tausch hätte also nicht stattfinden
müssen. Gleichwohl hätte sich Schmids Situation nicht verbessert.} 17. c4)
16... exd6 17. Qxd6 b4 18. Qxc7 bxc3 19. b3)
15. d6! {Druck auf Sc3? Angriff ist Botwinniks Antwort. Der König ist nicht in
Sicherheit gebracht worden. Wenn es jetzt gelingt, das Zentrum zu knacken
und Gegenwehr zu unterbinden, ist Schwarz geliefert.} bxc3? {Das war es für
Schmid. Warum, kommt sofort.} (15... exd6 {Viel besser, aber
auch lange nicht gut genug.} 16. Qxd6 bxc3 17. Bf3 Nb5)
16. dxc7 {Da sitzt der Stachel im Fleisch!}
Qc8 {Die Dame als Bauernstopper. In diesem Fall aber alternativlos. Auf Lc8
folgt Dd8 und das Spiel wäre schon im 17. Zug zu Ende. Möglich wäre noch
Db7 gewesen.} 17. Bf4 cxb2? {Schmid schlägt c7 nicht, er wählt die deutlich
schlechtere Möglichkeit. Auch die Rochade wäre noch besser gewesen, um die
Dame wieder zu befreien. Die Niederlage steht allerdings schon fest. Eine
Seltenheit: Zwei Freibauern stehen jetzt gleichzeitig auf der 7. Reihe. Einer ist
stark, der andere schwach.} 18. Nxd7 Nxd7 19. Bb5 Bd4 {Schmid schiebt
seinen Läufer zwischen die Dame und d7: Dxd7 Dxd7 und der Bauer erhebt sich
in den Adelsstand mit Matt, da die Dame durch Lb5 gefesselt wäre.}
(19... O-O {Noch eine Rochade-Gelegenheit, die ist aber sowieso schon egal
geworden.} 20. Qxd7 Qb7 21. Rb1) 20. c3 {Still, aber kräftig.} e5
(20... Bxc3 {Das oben erwähnte Mattbild:} 21. Qxd7+ Qxd7 (21... Kf8 22. Bh6+ Kg8
23. Qxc8#) 22. c8=Q#) 21. cxd4 exf4 22. Bxd7+ Qxd7 23. Qe2+ {Wenn die ganze
Hütte brennt, hast du die Rochade wohl verpennt. Trotzdem gibt es einen
härteren Weg zum Sieg.} (23. Qa4 Ke7 24. Re1+ Qe6 25. Rxe6+ fxe6)
23... Kf8 24. Qe5 {Botwinnik kocht Schwarz weiter ab. Was bleibt an Zügen? Der
Bauer c7 ist gedeckt. Der eigene Freibauer bleibt zum Stillstand verdammt.
Der Bauer c5 ist unter Schachgebot bedroht.} Kg8 25. Rb1 f6 26. Qxc5 Kg7
27. Rxb2 Re8 {bittet den Turm zurück auf b1. Bauer h2-h3 hätte es auch
getan.} 28. Rb1 (28. Kf1 Qe6 29. Qc1 (29. Rb1 Qe2+ 30. Kg1 Qe1+ 31. Rxe1
Rxe1#)) 28... f3 29. gxf3 Qh3 30. Qc6 {Der hartnäckige Lothar Schmid gab
auf.} 1-0


Vorgerückte Freibauern sind im Auge zu behalten. Sie können brandgefährlich werden - oder aber schwach sein. Gefährliche Freibauern müssen nicht unbedingt zur Umwandlung bestimmt sein. Wie hier zu sehen ist, reicht allein die Drohung, um starke Figuren von anderen Aufgaben abzuhalten und zur Passivität aufgrund immerwährender Blockadenotwendigkeit zu verdammen. Die Seite mit dem Freibauern wird idealerweise versuchen, sämtliche Leichtfiguren zu tauschen und versuchen, mit eigener Dame und / oder Turm den gegnerischen König vom Eingreifen abzuhalten und die Umwandlung zu forcieren. Die gegnerischen Schwerfiguren sind gezwungen, den Bauern aufhalten und können nicht mehr am aktiven Spiel teilnehmen.
Der schwarze Freibauer in dieser Partie ist schwach. Er kann nicht umgewandelt werden, bleibt unter Kontrolle, hat keine Unterstützung von anderen Figuren und leistet auch sonst nichts, um am Spiel teilzuhaben.
Die Partie demonstriert ebenfalls, dass zwar einerseits bei geschlossenem Zentrum auf die Rochade zunächst verzichtet werden kann. Wenn jedoch das Zentrum geknackt wird, bleibt oft keine Zeit mehr, die Rochade, ggf. künstlich, herbeizuführen. Neben der Königssicherheit fehlt dann auch ein Turm im Spiel.
crysi40 - 03.10.18    
beindruckend kommetiert ...als wenn Du ein alter Hase bist von deiner ersten Partie zu der hier besser gehts nicht. TOP!!!!
Oli1970 - 03.10.18   +
Dankeschön! Natürlich hatte ich hier gute Quellen zur Verfügung. Die beiden spielen „nicht ganz“ auf meinem Niveau... :-)
Vabanque - 03.10.18   +
Du suchst dir anscheinend immer die kompliziertesten Partien aus? ;)

Das alte Schmid-Benoni ist, wie ich denke, völlig zu Recht aus der GM-Praxis nahezu verschwunden. Zu riskant ist die Idee, die Rochade zu Gunsten schnellen Gegenspiels am Damenflügel aufzuschieben. Zu groß ist die Gefahr eines zentralen Durchbruchs von Weiß, wie Botwinnik hier ja eindrucksvoll vorführt, wobei die schwarze Rochade ja nicht nur aufgeschoben, sondern - im Widerspruch zu einem bekannten Sprichwort - sogar aufgehoben wird :-)

Interessant ist jedenfalls, wie Botwinnik zweimal (nämlich im 11. und im 15. Zug) den Angriff auf einen seiner Springer durch einen feindlichen Bauern mit einem entsprechenden Gegenangriff beantworten kann - und plötzllich liegt die schwarze Stellung in Scherben.

Zum 17. Zug von Schwarz bemerkst du, dass Schmid den Bauern c7 nicht schlägt.
Vermutlich aber doch, weil er auf 17... Dxc7 mit dem Abzug 18. Sxg6 rechnen musste?

Ganz witzig wäre noch die Variante 18... Dxd7 (statt Schlagen mit dem Springer) 19. Lb5! gewesen, weil auf Dxb5 Matt auf d8 kommt.

Am Ende gelingt es Schmid ja doch noch, künstlich zu rochieren. Aber da verbürgt der weiße Freibauer auf c7 Weiß bereits einen leichten Sieg.

Zuerst fand ich es seltsam, dass Botwinnik, statt im 28. Zug ein Luftloch für seinen König zu schaffen, mit seinem Turm auf die Grundreihe zurückgeht, um sie zu decken. Aber auf h3 wäre halt ebenfalls f3 gekommen mit der schwarzen Drohung Dg4, und dann kann Weiß nicht so mir nichts dir nichts auf f3 nehmen wegen Dxh3. Also war es wohl doch vorsichtiger so, wie Botwinnik es gespielt hat.
Oli1970 - 03.10.18   +
Dank verschiedener guter Quellen erschien die Partie gar nicht mehr so kompliziert, so dass ich mich daran trauen konnte. :-)

Ich fand es faszinierend, dass Lothar Schmid in "seiner" Eröffnung so radikal besiegt wurde. Ganz sicher präsentierte er sich hier nicht in Top-Form, man hatte aber auch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, er habe irgendeine Kontrolle über das Spiel. Botwinnik hat offenbar mit e5 die Archilles-Ferse der Eröffnung gefunden und überhaupt ein starkes Spiel geliefert.

Im 17. Zug hast Du recht mit der Annahme, denke ich. Es ist bestimmt nicht verführerisch, auch noch ohne Turm weiter zu spielen. Laut Analyse wäre es dennoch wohl der bessere Zug gewesen. Nur, welcher Mensch hätte sich darauf wohl eingelassen?

Die Variante zum 18. Zug hast Du gut gesehen; schön, dass Schmid hier und an anderen Stellen darauf verzichtet hat, noch direkter ins Messer zu laufen. Ehrlich gesagt hat mich gewundert, dass er überhaupt bis zum 30. Zug gespielt hat. Beim Nachspielen habe ich da gedacht, "endlich gibt er auf". Da war schon Masochismus bei.

Der Schlussakkord mit 28. h3 f3 ist nicht uninteressant, wenngleich ich hier auf die Darstellung verzichtet habe. Botwinnik hätte natürlich aufpassen müssen, aber schon mit 29. Tb8 wäre ebenso mit dieser Spielweise das Ding gelaufen gewesen. So souverän, wie er die Partie spielte, hätte er den Zug bestimmt auch gefunden. :-D

Vielen Dank für Deinen Kommentar, Vabanque! Ich nehme an, Du hattest Vergnügen beim Nachspielen, hast ja noch einiges aufgetan! Danke!
Kellerdrache - 04.10.18   +
Eigentlich ein perfektes Beispiel um jemandem zu erklären warum das Zentrum so wichtig ist. Hier hängt es natürlich auch damit zusammen, dass der König im Zentrum steckenbleibt und dadurch die eine oder andere Fesselung zulässt. Ich erinnere mich an ein Interview mit Kasparov wo er gefragt wurde was denn im Schach das Wichtigste wäre. "Die Königssicherheit" war seine sofortige Antwort.
Zu Schmids Ehrenrettung muß man sagen, dass er bis zu dieser Partie mit seiner Variante eigentlich immer recht gut gefahren war und ein paar nette Erfolge erzielt hatte. Botwinnik hat mit seiner minutiösen Vorbereitung die Schwäche der Variante aufgespürt und 11.e5 schon zu Hause gefunden.
Nach 15.d6 steht Schmid nur noch hilflos da und versucht die vielen sich auftuenden Löcher zu stopfen.
Wirklich klasse kommentiert. Obwohl die Partie an sich nicht unbedingt einfach ist hast Du es geschafft alles verständlich zu machen
Oli1970 - 04.10.18   +
Danke Dir für das Lob! :-D
Hast Du konkrete Informationen, dass Botwinnik e5 bereits in der Vorbereitung gefunden hat? Ich habe es mir schon gedacht gehabt, sowas - und mit der nachfolgenden Durchschlagskraft - schüttelt man wohl nicht aus dem Ärmel. Gerade noch im Buch und kaum fünf Züge später liegt alles in Trümmern!

Zwei Jahre später hatte Schmid das Vergnügen gegen Spassky und hatte Gelegenheit, sich auf den Vorstoß einzustellen. Auch die Partie kann ich hier gerne bringen, und wir schauen, wie ihm das gelungen ist. Ich wollte wissen, ob er nach dem Fiasko noch Glauben an seine Eröffnung hatte. ;-)
Kellerdrache - 04.10.18   +
Nein, einen konkreten Beweis hab ich nicht. Es ist daher eher eine Vermutung als ein Fakt. Botwinnik, der 'Erfinder' der gezielten Vorbereitung hat aber unter Garantie einige Partien Schmids studiert und dabei festgestellt, dass dieser eine Vorliebe für die Variante hatte.
Ich sehe, zumindest zu damaligen Zeit wo häusliche Vorbereitung in der Regel immer noch eigene Denkarbeit und nicht 'hab ich mal mit Fritz durchgerechnet' bedeutet, das überhaupt nicht negativ.
Oli1970 - 04.10.18   +
Völlig d‘accord! Ich habe großen Respekt vor den Spielern, die sich am Ende mit einem letzten Quentchen Unsicherheit einzig auf das Ergebnis ihres Denkapparates verlassen mussten.
duennbraddel - 05.10.18    
Hier wird auch schön deutlich dass benoni auch mit "Sohn meiner Leiden" übersetzt wird. Danke für die tolle Partiekommentierung.
Oli1970 - 05.10.18    
Dankeschön, freut mich, dass Dir die Partie gefallen hat! Gelitten hat Herr Schmid ganz bestimmt! :-D
Oli1970 - 08.10.18   +
Ein SF machte mich heute auf die Erwiderung 15... Se6 aufmerksam. Ein erster Test bestätigt, dass Schmid damit sein Spiel wohl vorläufig gerettet hätte. Bdxe7 wäre nicht gegangen, da dann einfach der Springer fällt. Da der SF hier selbst nicht posten wollte, übernehme ich das mal.
In zwei Buchkommentaren wird dieser Zug nicht erwähnt, und aus irgendwelchen Gründen ist mir der Zug bei der Computerprüfung auch nicht ins Auge gesprungen. Gibt es eine Widerlegung? Es scheint unheimlich zäh zu werden.
Kellerdrache - 09.10.18   +
Müsste ich mal am Brett versuchen. Meine erste Idee als Weißer wäre 16.Sb5 zu antworten (Idee: Sc7+, nebst Tausch der Springer und die Stellung ist ähnlich der Partie). Das ist aber nur ein Schuss aus der Hüfte und entsprechend ungenau.
Oli1970 - 09.10.18   +
Ja, Sb5 wäre auch der Vorschlag des Zahlenkünstlers. Danach gibt es verschiedene Fortsetzungen, jedoch - natürlich bei fehlerlosem Gegenspiel - alle mit etwa 0,5 BE für Weiß und teils Tendenz zum Remis. Erstaunlich finde ich, dass diese Verbesserung in den Kommentaren nicht gefunden wurde. Völlig abwegig ist sie ja nicht, gibt es also doch was, was der Rechner nicht „sieht“? Spannend ...