Auf dem Analysebrett spielst du eine Partie nach und lässt jede Stellung von einer Schach-Engine bewerten. Du siehst damit, an welcher Stelle eine Partie gekippt ist, welchen Zug die Engine vorgezogen hätte und wie sich eigene Ideen auswirken.

Partie laden

In das Feld unter dem Brett fügst du eine Partie als PGN ein. Die Analyse startet von selbst, sobald der Text steht.

Bei beendeten Partien geht es kürzer. Fernschach-Partien, Live-Partien und Partien gegen den Schachcomputer haben einen Link zum Analysebrett, das PGN steht dann schon im Feld.

Das Analysebrett merkt sich die zuletzt geladene Partie und die bereits errechneten Bewertungen im Browser. Beim nächsten Aufruf machst du dort weiter, wo du aufgehört hast. Wenn du das Feld leerst, ist auch der gespeicherte Stand weg.

Durch die Partie gehen

Über der Notation stehen die Knöpfe für den ersten Zug, einen Zug zurück, einen Zug vor, das Ende der Linie, das Löschen eines Zugs und das Drehen des Bretts. Du kannst auch jeden Zug in der Notation direkt anklicken.

Mit der Tastatur geht es schneller.

  • Pfeil links und Pfeil rechts, ein Zug zurück und ein Zug vor. Alternativ die Tasten j und k
  • Pfeil hoch, zur Grundstellung
  • Pfeil runter, zum letzten Zug der Linie
  • Entfernen oder Rücktaste, den angezeigten Zug und alles danach löschen

Die Zahlen in der Notation

Neben jedem Zug steht die Bewertung der Stellung, die nach diesem Zug auf dem Brett steht. Eine Zeile der Notation besteht aus fünf Feldern.

Feld Bedeutung
12. Zugnummer
Sxe5 Zug von Weiß
+0.3 Bewertung nach dem Zug von Weiß
Dh4 Zug von Schwarz
-1.4 Bewertung nach dem Zug von Schwarz

Die Bewertung steht immer aus Sicht von Weiß und wird in Bauern gerechnet.

  • +1.0 heißt, Weiß steht so gut, als hätte er einen Bauern mehr.
  • -1.0 heißt dasselbe für Schwarz.
  • 0.0 ist eine ausgeglichene Stellung. Alles zwischen etwa -0.5 und +0.5 gilt als ausgeglichen.
  • #3 heißt, es gibt ein erzwungenes Matt in drei Zügen.

Der Balken neben dem Brett zeigt dieselbe Bewertung grafisch an, Weiß von unten, Schwarz von oben.

Die Farben der Zahlen

Die Farbe vergleicht die Bewertung mit der Bewertung vor dem Zug und sagt damit, was der Zug verändert hat.

  • Rot und fett, der Zug hat die eigene Stellung um mindestens einen Bauern verschlechtert, also ein grober Fehler.
  • Gelb, eine Ungenauigkeit, der Verlust liegt zwischen einem halben und einem ganzen Bauern.
  • Grün und fett, die eigene Stellung hat sich um mindestens einen Bauern verbessert.
  • Grau, der Zug hat an der Bewertung wenig geändert.

Die auffälligen Zahlen sind die interessanten. Wo die Bewertung um einen Bauern oder mehr springt, lohnt sich ein genauer Blick.

Die Pfeile auf dem Brett

Zu jedem angezeigten Zug zeigt das Brett bis zu zwei Pfeile.

  • Der grüne Pfeil ist der Zug, den die Engine in dieser Stellung gespielt hätte.
  • Der zweite Pfeil ist der Zug, der tatsächlich gespielt wurde. Er erscheint nur, wenn er vom Vorschlag abweicht, und ist rot bei einem groben Fehler, gelb bei einer Ungenauigkeit und sonst grau.

Über der Notation steht dazu ein kurzer Satz, entweder "Der Computer hätte diesen Zug auch gemacht" oder ein Vorschlag wie "Der Computer schlägt e2-e4 vor".

Eigene Züge und Varianten

Du kannst auf dem Brett jederzeit selbst ziehen, für beide Farben. Steht der angezeigte Zug am Ende der Partie, wächst die Linie weiter. Mitten in der Partie legt das Analysebrett eine Variante an, die unter dem Zug eingeblendet und ebenso bewertet wird.

Das PGN-Feld wird dabei mitgeschrieben. Du kannst die Partie samt Varianten also jederzeit von dort kopieren. Mit dem Knopf zum Löschen, ebenso mit der Entfernen-Taste, nimmst du den angezeigten Zug und alles danach wieder zurück.

Der Link "Freies Brett" unter dem Brett öffnet eine Ebene, auf der du Figuren beliebig versetzen, hinzufügen und entfernen kannst, ohne Rücksicht auf die Regeln. Das ist zum Zeigen und Ausprobieren gedacht und ändert nichts an der Analyse.

Analysetiefe

Unter der Notation stellst du ein, wie viele Halbzüge die Engine vorausrechnet. Eine größere Tiefe rechnet genauer und dauert länger. Nach einer Änderung wird die Partie neu durchgerechnet, die Einstellung bleibt für den nächsten Besuch gespeichert.

Die Engine rechnet im Browser, auf deinem eigenen Gerät. Wie lange eine Analyse dauert, hängt deshalb von der eingestellten Tiefe und vom Gerät ab. Über der Notation siehst du den Fortschritt. Einmal berechnete Stellungen werden gemerkt, ein zweiter Durchlauf geht dadurch schnell.

Was die Bewertung nicht ist

Die Zahl ist die Einschätzung einer Engine bei der eingestellten Rechentiefe und kein endgültiges Urteil über die Partie. Schwankungen von ein oder zwei Zehnteln sind ohne Bedeutung. Eine Engine bewertet außerdem eine Stellung, nicht den Plan dahinter. Der beste Zug im Sinne der Engine ist nicht immer der Zug, den ein Mensch am Brett finden kann.