chessmail

GBZ

brauna, 1/97, 29. Mar '26

brauna - 29. Mar '26
GBZ = Gesamtbedenkzeit
Ich greif das Thema nochmal auf:
- dieses Feature war mal vor längerer Zeit bei einer Abfrage von shaack das am wichtigsten und höchst bewertete neu zu realisierende Feature;
- das Thema selbst wurde in unzähligen threads ausführlichst erörtert;
- wie ein roter Faden taucht das Thema immer wieder auf, meist wg. Beschwerden, dass sich Turniere zu lange hinziehen;

Meine Frage: wird es kommen, oder ist eine Implementierung nicht möglich oder zu kompliziert?

mr20, 2/97, 29. Mar '26

mr20 - 29. Mar '26
Gesamtbedenkzeit verträgt sich nicht mit Spielpausen. Aber das muss es ja nicht.
Dann sollte es nicht so schwierig sein, die Zeit zwischen den Zügen zu addieren.
Ich frage mich, ob da nicht eine merkwürdige Dynamik entstehen kann. Wer abends den letzten Zug macht, ist sehr im Vorteil.

toby84, 3/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26
das ist ein interessanter aspekt, den man noch allgemeiner fassen kann. beispiel vielzieher: der zieht immer sofort nach dem selten ziehenden gegner, dessen gesamtbedenkzeit läuft damit quasi in echtzeit runter, was der so nicht auf dem schirm haben dürfte. sprich: das zugverhalten meines gegners hat einfluss darauf, wie schnell meine zeit herunterläuft. das wäre zu bedenken, wenn man so etwas wie die gesamtbedenkzeit einbauen wollte.

brauna, 4/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
Keep it as simple as possible: Urlaubspausen bleiben außen vor.

toby84, 5/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26
"Keep it as simple as possible: Urlaubspausen bleiben außen vor."

das ist ja eben die sache: wie willst du das im programm denn machen? du kannst die GBZ nicht implementieren und gleichzeitig so tun, als gäbe es sie nicht. das muss schon alles zusammenpassen.

allerdings kann es sein, dass diese ganze diskussion wieder von vornherein müßig ist, weil das ganze konzept sehr schwierig umzusetzen wäre. shaack hatte statt dessen mal x züge in y tagen angedacht, weil das eine verallgemeinerung des aktuellen modus wäre. das hat sich aber bisher auch nicht ergeben.

mr20, 6/97, 30. Mar '26

mr20 - 30. Mar '26
Übrigens die Funktion "nächstes Spiel am Zug" passt auch nicht gut zu einer Gesamtbedenkzeit.
Wenn ich mehrere Partien mit Gesamtbedenkzeit habe, muss ich ja abwägen, ob ich zuerst die jungen Partien ziehe, wo zwar noch viel Zeit übrig ist, aber eben auch noch viele Züge folgen können; oder die älteren bei denen nicht mehr viel Zeit auf der Uhr ist.

Die Frage ist, was soll mit der Gesamtbedenkzeit erreicht werden?
Vermutlich soll ein Spieler die mit dem jetzigen Modus maximal mögliche Bedenkzeit nicht bei jedem Zug ausschöpfen können, aber trotzdem bei einigen Zügen frei sein, sich länger Zeit zu nehmen.

Vabanque, 7/97, 30. Mar '26

Vabanque - 30. Mar '26
>>shaack hatte statt dessen mal x züge in y tagen angedacht<<

Was ich immer noch für eine sehr gute Lösung halte. Z.B. 10 Züge in 30 Tagen, was flexibler wäre als 3 Tage pro Zug.

hackelbaer, 8/97, 30. Mar '26

hackelbaer - 30. Mar '26
Hallo Schachfreund_innen,

was die ?Belohnung? von Spätzieher_innen angeht, so sind hierbei auch Zeitzonen und Frühaufsteher_innen zu beachten.

Letztlich gilt aber doch das Prinzip der Freiwilligkeit. Keine Langsamzieher_in muss sich auf eine Partie mit 30 Tagen Gesamtbedenkzeit einlassen. Oder steckt doch schlimmstenfalls im selben Dilemma wie ich jetzt. melde ich zu einem Turnier mit 3 Tagen Bedenkzeit und bin mehr oder minder nur am Warten oder melde ich nicht.

Sind wir ehrlich: Die meisten von uns warten gerne 3 oder 7 Tage auf einen guten Zug der Gegner_in, aber jede von uns hat auch schon die Erfahrung gemacht, dass verlorene Partien weder gezogen noch aufgegeben, sondern nur durch Ausnutzung der maximalen Bedenkzeit hinausgezögert werden.

Privat kann ich solche Zeitgenoss_innen einfach ignorieren, aber in Turnieren kann ich ihnen nicht ausweichen.

Und was den Urlaub angeht:
Schach ist ein spiel, bei dem es u.A. auf Vorausschau ankommt. Ob ich mich auf ein Turnier oder eine Partie einlasse oder nicht, ist ebenfalls eine Frage der Vorausschau.

Natürlich gibt es unvorhersehbare Situationen, die mich für längere Zeit am Ziehen hindern, aber das sind dann oft auch Situationen, wo das Einreichen von Urlaub oder der Verlust einer Partie durch ZÜ beim besten Schachportal der Welt nicht die höchste Priorität haben.

Und wo wir bei der Vorausschau sind:
Turniere nach Schweizer System oder dem K.-O.-Prinzip sind auf Planbarkeit angewiesen. Mit einer Gesamtbedenkzeit wären sie auch automatisiert in absehbarer Zeit durchführbar, ohne Partien zu häufig abschätzen zu müssen.

Und zum Schluss:
Ich habe Nichts gegen Langsam-Zieher_innen! Ich gehöre allerdings nicht dazu und hätte gerne auch die eine oder andere Bedenkzeitregelung, die Langsam-Zieher_innen nicht pauschal bevorzugt, ohne dafür auf Live- / Schnellschach ausweichen zu müssen.

Auf viele gute Partien

Teddy

Oli1970, 9/97, 30. Mar '26

Oli1970 - 30. Mar '26
Wegen Zeitzonen etc. wird in der Regel ein Tag erst nach vollen 24 Stunden angerechnet (Pufferzeit, Gnadenzeit). Es werden volle Tage abgerechnet, ein Zug nach den 24 Stunden verbraucht einen vollen Tag Bedenkzeit. Gegen Spielverzögerer wird die Zeit ab z. B. dem 21. Tag verdoppelt, ein Zug kostet dann zwei Tage Bedenkzeit.
Triple Block ist auch denkbar, startet mit z. B. x Tagen BDZ und jeder Zug bringt ein Inkrement. Alles eine Frage, wie kompliziert es werden will. Altes und neues System müssen parallel laufen, für Urlaub muss eine Lösung gefunden werden usw., für GBZ muss eine komplette Zeitverwaltung aufgebaut werden statt einfach einen Zeitstempel mit einer Uhr zu vergleichen.
Hatten wir alles schon durch. Hier finden sich unter dem Stichwort „Bedenkzeit“ acht Links zu alten Threads: /club/Schach_Freunde/page/chessmail

brauna, 10/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
Die GBZ sollte natürlich nur gelten für Turniere, und nur dann, wenn der Turnierveranstalter das auch will. Nun ja, er wird es immer wollen, um ein Turnier zeitlich planen zu können, und um "Abschätzungen" zu vermeiden.

brauna, 11/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
Btw: wie gehen andere Plattformen mit dem Thema um, zu vermeiden, dass sich Turniere elendig lang hinziehen?

aspire5, 12/97, 30. Mar '26

aspire5 - 30. Mar '26
@hackelbaer "Sind wir ehrlich: Die meisten von uns warten gerne 3 oder 7 Tage auf einen guten Zug der Gegner_in"

Nee lieber Teddy, da muss ich Dir widersprechen! Für mich ist es im wahrsten Sinne "ätzend", wenn ich 3 oder 7 Tage auf einen Zug warten muss. Solche Spiele habe ich auch schon mal aufgegeben, weil es mir zu lange gedauert hat..........

hackelbaer, 13/97, 30. Mar '26

hackelbaer - 30. Mar '26
Lieber aspire5,

ich relativiere:
Jede echte Schachspieler_in wartet lieber 3 oder 7 Tage auf einen guten Zug als auf einen schlechten ;-)

Ad Astra

Teddy

Vabanque, 14/97, 30. Mar '26

Vabanque - 30. Mar '26 Bearbeitet
Ich war schon mehrfach in einer Situation, wo der Gegenspieler nur einen einzigen Zug zur Verfügung hatte (von den Regeln her!), und trotzdem musste ich auf diesen einzigen Zug 7 oder sogar mehr Tage warten ... bei Ablauf der Zeit dachte ich mir dann: 'nun endlich MUSS er ziehen' ... aber siehe da, plötzlich hatte er 14 Tage Urlaub eingetragen, so dass ich 3 Wochen auf diesen einzig möglichen Zug warten musste ... und wie gesagt, das habe ich immer und immer wieder erlebt ...
So viel zum Warten auf 'gute' oder 'schlechte' Züge ... und übrigens habe ich es auch mehrfach erlebt, dass nach langer Wartezeit auf einen 'guten' Zug stattdessen ein so schlechter Zug kam, dass man ihn nicht einmal in einer Blitzpartie erwarten hätte können ... nein, durch lange Bedenkzeit werden die Züge in der Regel nicht besser, sondern eher schlechter. Und dies ist keineswegs unlogisch, denn man ist ja dann gedanklich aus dem Fluss der Partie raus, sieht nur die Stellung (die einem kaum mehr bekannt vorkommt) und zieht (nach 7 Tagen plus 'Urlaub') dann irgendwas, um nicht doch noch durch ZÜ zu verlieren, und dieser Zug verliert dann auch sofort, wenn auch nicht durch ZÜ.

brauna, 15/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
...genau Klaus! Und manche zögern leider Spiele mit Absicht raus, und halten den kompletten Spielbetrieb auf. Weit entfernt von sportlicher Fairness!!!
Genau da schiebt die GBZ einen Riegel vor.

shaack, 16/97, 30. Mar '26

shaack - 30. Mar '26 Bearbeitet
Genau da schiebt die GBZ einen Riegel vor.

Da muss ich fragen. Woher weisst du das? Was genau wäre die Zeitersparnis durch eine solche Regelung? Hast du das durchgerechnet? Gib mal ein konkretes Beispiel.

Ottonormal, 17/97, 30. Mar '26

Ottonormal - 30. Mar '26
Durchrechnen kann man sowas ja wohl ohne Probleme. Wie wäre eine Regelung, welche bei Turnieren fest schreibt, dass über die Gesamtzeit pro Runde x Tage Urlaub eingetragen werden können? (Welche eben nicht bei der Gesamtbedenkzeit berücksichtigt wird). Oder noch extremer, wie im beschriebenen Fall von Vabanque, wo der Gegner Zugzwang hat, der Zug automatisch ausgeführt wird?

toby84, 18/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26 Bearbeitet
"Was genau wäre die Zeitersparnis durch eine solche Regelung? Hast du das durchgerechnet? Gib mal ein konkretes Beispiel."

das lässt sich so pauschal gar nicht sagen. dafür müsste man wissen, wie der button "nächstes spiel am zug" im kontext der GBZ überhaupt funktionieren würde. hierfür braucht man ein konzept, dann kann man an diesem konkrete beispielrechnungen anstellen.

brauna, 19/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
@shaack: darf ich dich erinnern z.B. an den einen chessmail-Pokal, der sich ÜBER JAHRE hinzog.

Aber das weißt du doch!

Nun stell dir vor, Vorgabe wäre bspw. gewesen: jeder Spieler hat pro Spiel eine GBZ von 30 Tagen (ja gut, vlt. bisserl extrem bei 7T-Spielen).
Dann wäre so ein - leider regelgerechter - Ablauf nicht möglich gewesen.
Oder umgekehrt gefragt: hat eben dieser cm-Pokal nach Jahren noch irgendjemand Freude bereitet? Er hat nur noch Kopfschütteln ausgelöst.

shaack, 20/97, 30. Mar '26

shaack - 30. Mar '26 Bearbeitet
Ja los rechnen, das wäre ein einfacher erster Schritt, um eine Idee zu prüfen. Was wäre eine realistische Gesamtbedenkzeit, wenn nicht 30 Tage?

Feyerabend, 21/97, 30. Mar '26

Feyerabend - 30. Mar '26
Ich werfe mal ein Vorschlag zur Diskussion in den Ring.

Bei Turnieren, je Spieler GBZ 50 Tage. Abgerechnet in vollen Stunden. Wenn nach 50 Tagen keine Entscheidung gefallen ist dann folgt Inkrement einen Tag pro Zug.

Damit werden fast alle Partien innerhalb von 4 Monaten beendet sein. Die meisten noch deutlich schneller.

toby84, 22/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26 Bearbeitet
Also rechnen wir jetzt mit einem spieler, der seine GBZ vollständig aufbraucht und einem, der schnell zieht? Und was ist der modus? 2+30 als alternative zu 3 tage pro zug oder wie? Nach 30 tagen ist die rechnung simpel: man hat nur noch 2 tage pro zug und gewinnt dementsprechend einen tag pro zug. Nehmen wir an, der schnellspieler zieht einmal pro tag, dann wären 60 züge partien 210 tage lang statt 240. Ein monat gespart. Das ist natürlich nur eine seite der medaille. Bei kurzen spielen kann sich die dauer sogar verlängern. Beispiel: 20 züge partie, GBZ bis dahin bereits ausgereizt: 90 tage anstatt 80 tage. Andererseits sind die kurzen spiele bei turnieren sowieso egal.

@feierabend: dein modus ist also 0+50? Das wären bei manchen spielern nur 17 züge.

Feyerabend, 23/97, 30. Mar '26

Feyerabend - 30. Mar '26 Bearbeitet
"@feierabend: dein modus ist also 0+50? Das wären bei manchen spielern nur 17 züge."
Das Resultat von 17 Zügen verstehe ich nicht.

Ich meinte, dass jede Person insgesamt für die Partie 50 Tage mal 24 h/d = 1200 Stunden Zeit hat. Falls dann noch keine Entscheidung gefallen ist, gibt es je Zug einen Tag dazu.
Die Zeit in der jede Person dran ist würde ablaufen wie bei einer üblichen Schachuhr.

toby84, 24/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26 Bearbeitet
Ja klar. Aber wenn jemand üblicherweise mit 3 tagen pro zug spielt und diese auch nutzt, schafft er in den 50 tagen sonst 17 züge. Eine derart radikale beschleunigung des spiels klingt eher so, als wolle man diesen spielern gar keinen kompromiss bieten, sondern ihnen ein "nicht mal zwei tage pro zug" aufzwängen (das wäre schon ab 50 zügen der fall).

shaack, 25/97, 30. Mar '26

shaack - 30. Mar '26
Also 100 Tage pro Spiel, macht bei 5 Runden 500 Tage? (1,5 Jahre.) Die Bedenkzeit der Spieler ist dann bei ca. 1,5 Tagen pro Zug. Ist das richtig? Sind die Werte so korrekt und realistisch?

toby84, 26/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26
Das ist doch ein komplett anderer modus. Bisher 3 tage. Die gesamtbedenkzeit sollte eine verkürzung darstellen und dabei kompensierend die flexibilität erhöhen. Aber das ist ein verkapptes 2 tage pro zug.

Feyerabend, 27/97, 30. Mar '26

Feyerabend - 30. Mar '26
Bei 50 Tagen GBZ wären Partien fast immer innerhalb von 100 Tagen abgeschlossen (2 Spiele je 50 Tage GBZ).
Je nach Anzahl der Züge haben Personen grob 1 bis 1,5 Tage Zeit pro Zug.
Dabei ergibt sich automatisch die Motivation gern mehrmals täglich zu ziehen um in Tagen mit weniger Zeit für Schach, auch gern mal einige Tage auszusetzen.

KroMax, 28/97, 30. Mar '26

KroMax - 30. Mar '26
Mal so hingeworfen:

Geht es nicht eigentlich um eine TGZ ( Turniergesamtzeit ) und erst in 2. Linie um eine GBZ ?
Ändert diese Anmerkung irgendwas ? Ich habe keine Idee :)

Beste Grüße
Max

shaack, 29/97, 30. Mar '26

shaack - 30. Mar '26
@Feyerabend Damit haben wir das Pokalturnier also auf 1,5 Jahre begrenzt. Die Sache ist nur die, dass das Pokalturnier im Allgemeinen nur 1 Jahr dauert. Aus welchem Grund bringt diese Gesamtbedenkzeit dann etwas? Eventuell fehlt mir ein Aspekt.

Feyerabend, 30/97, 30. Mar '26

Feyerabend - 30. Mar '26 Bearbeitet
@shaack: Tja, das kann ich auch nicht einschätzen.
Ich sehe jedenfalls nicht warum eine GBZ ein Turnier verzögern sollte.

Ganz grobe Spekulation: Evtl. könnte es sein, dass in den Folgerunden die Mitspielenden motivierter sind zeitnah zu ziehen. (Ich habe schon häufig bemerkt, dass einige Spielende mit geringer Punktzahl die Partien lange hinauszögern).
Aber das ist mit Vorsicht zu sehen, ich will hier keine Vorurteile erzeugen.

toby84, 31/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26
Aber wo ist dann das problem? Nur die erste runde?

Feyerabend, 32/97, 30. Mar '26

Feyerabend - 30. Mar '26 Bearbeitet
Die wesentliche Frage geht wahrscheinlich eher an shaack:
Wie viel Arbeitsaufwand wäre so eine Programmierung für Turnier mit GBZ oder TGZ?

Wenn das Tage dauert sollte es evtl. nicht implementiert werden, wenn nur wenige Stunden wäre es evtl. ein Versuch wert.
Denn nur in der Praxis wird sich zeigen welche Auswirkungen das hätte.

shaack, 33/97, 30. Mar '26

shaack - 30. Mar '26 Bearbeitet
Wir reden hier von der Überarbeitung einer Kernkomponente. Urlaubsregelung, Anpassung Anleitung, Formulare. Bestehende Spiele Migration. Beachtung Rückwärtskompatibilät. Anpassung Datenmodell, E-Mails, Prozesse, automatische Beendigung von Spielen. Anfragen von Leuten, die eine so komplizierte Regelung nicht verstehen oder mitbekommen haben. Aufwand mehrere Wochen. Beta-Phase nötig, etc.

Feyerabend, 34/97, 30. Mar '26

Feyerabend - 30. Mar '26
Dann würde ich das an deiner Stelle eher nicht umsetzten.

brauna, 35/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
Deine Argumentation hinkt, lieber toby84.
Bleiben wir bei dem Bsp:
- das Turnier ist ausgeschrieben mit einer Bedenkzeit von 3 Tagen/Zug;
- die GBZ beträgt 50 Tage (für die Gesamtheit seiner Züge hat er also 50 x 24 h/d = 1.200 Stunden (!!) Zeit).

1. Fall:
Spieler x ist ein "normaler Durchschnittsspieler" und zieht 1 x pro Tag. Sobald er am Zug ist, laufen beide Uhren von Spieler x, und werden beide gestoppt, sobald er gezogen hat. Nach 20 Tagen hat er also ca. 20 Züge gemacht. (Achtung: Der Einfachheit halber nehmen wir an, dass Gegner y mehrmals am Tag zieht!)
Da er gegen Spieler y schon ab und zu gespielt hat, weiß er, dass das Spiel vsl. mehr als 60 Züge lang dauern wird, und kann das auch schon nach den ersten 20 Zügen ungefähr abschätzen.
Sprich wenn er genau so weiterspielt - also 1 Zug pro Tag - läuft seine GBZ nach dem 50. Zug aus, sprich das Plättchen fällt, und er hat verloren.
Er muss also nun häufiger pro Tag ziehen (was vermutlich auch die Mehrheit der cm-Mitglieder macht!).
Nehmen wir an, er ist ne Woche krank, und kann nur jeden 3. Tag einen Zug machen (um die 3 Tage-Regel nicht zu verletzen!)....sprich, dann sind 7 Tage vergangen und er hat nur 3 Züge in der Woche hingekriegt .
D.h. es sind nun ca. 27 Tage von seiner GBZ weg, er hat aber erst den 23. Zug gemacht.
Ab jetzt zieht er in dem Spiel mehrmals am Tag, weil er ja aus der Erfahrung weiß, dass die Spiele gegen y durchaus >60 Züge haben, und weil er nicht durch das fallende GBZ-Plättchen verlieren will.
Am 40. Tag seiner GBZ hat er bei 2 Zügen/Tag schon zusätzliche 13 x 2 = 26 Züge (insgesamt also 49 Züge) gemacht.
Er hat also noch 10 Tage Zeit für die restlichen prognostizierten Züge (sagen wir ca. 65 Züge).
Als "Beschleuniger" nutzt er noch Eventualzüge, und so kommt er prima mit den 50 Tagen GBZ hin.
Hinweis: Der Einfachheit halber hatten wir ja angenommen, dass y sehr schnell und sofort seine Züge macht. Nehmen wir an, y reizt ebenfalls seine GBZ aus, dann sind jetzt 50 + 50 = 100 Tage vergangen.
Als Turnierleiter weiß ich aber schon im Vorfeld, dass das Spiel nach 100 Tagen definitiv beendet sein wird!! Wahrscheinlich sehr viel eher.
Ich hoffe, mein Beispiel ist einigermaßen nachvollziehbar?

2. Fall: Ich weiß im Vorfeld, dass ich während des Turniers 3 Wochen Urlaub machen werde. Mein Vorschlag ist: Die GBZ läuft weiter, weil es sonst VIEL ZU KOMPLIZIERT WIRD! Wenn ich weiß, ich will nix mit Schach im Urlaub zu tun haben, nun gut:
Dann spiel ich das Turnier eben mal nicht mit!
(Auf der anderen Seite haben heutzutage mind. 90 % der weltweiten Hotels ein WLAN, so dass ich ab und zu einen Zug machen kann).
Fahr ich 3 Wochen in die Sahara, dann ist klar, dass ich das Turnier nicht mitspiele. Falls doch, hab ich halt nur eine GBZ von 50 - 21 Tagen = 29 Tage.

3. Fall: Falls ich sowieso bspw. nur 7 Tage Bedenkzeit Spiele machen will, dann ist klar: Das Turnier kommt für mich nicht in Frage!

4. Fall: Ich will aber meine 3 Tage/Zug gefälligst auskosten! Nun gut, kannste machen, dann muss dir klar sein, dass nach dem 17. Zug das Plättchen fällt, und du hast verloren.

Das bedeutet im Umkehrschluss, lieber toby84: Na klar muss du zeitweise in dem Bsp. mehrmals am Tag ziehen (was du und viele (auch ich) sowieso machen!!), und dennoch hast du aber - siehe den beschriebenen Krankheitsfall - durchaus auch mal 3 Tage/Zug Zeit! Deshalb sind beide Zeiten aus meiner Sicht sinnvoll und wichtig.
Und der Riesenvorteil: Ein absichtliches in-die-Länge-ziehen von Spielen oder gar ein Abschätzen von Spielen ist damit hinfällig!

Uff, das war jetzt etwas länglich... 😉

Alapin2, 36/97, 30. Mar '26

Alapin2 - 30. Mar '26 Bearbeitet
...Zitat aus dem Kinder-Schachprogramm " Fritz und fertig" zum Taktikthema "Überlastung"...
"Was soll denn die Dame (shaack)noch alles können !?....
Viele Leute heute wollen alles auf dem goldenen Tablett serviert bekommen.
Geht's noch ?

toby84, 37/97, 30. Mar '26

toby84 - 30. Mar '26
Im wissen, dass weitere diskussion vermutlich müßig ist 🙂

@brauna: Also gut.

Erstens: ich sehe jetzt, dass du mit dem rauswerfen der urlaubsregelung den spielerstandpunkt einnimmst. Ja, das wird nicht allzu schwer zu verstehen sein. Das heißt aber nicht, dass die komplexität für shaack intern nicht trotzdem hoch ist. Dafür müsste man ins programm gucken. Also ja, ist simpel für den anwender. Das hattest du wohl gemeint.

Zweitens: gerade das beispiel am ende zeigt mir, dass die zielsetungen doch unterschiedlich sind. Für mich ist die gesamtbedenkzeit auch eine kompromisslösung zwischen 2 und 3 tagen. Das scheinen hier aber mehrere anders zu sehen und radikal kürzen zu wollen. Aber wäre das dann nicht eher was für ein neues turnier, anstatt die alten direkt so stark zu stutzen?

brauna, 38/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
Ich glaub, du hast Recht, toby84: Dadurch, dass ich ja auch 2T oder 24h Bedenkzeitspiele wählen kann, ist das Thema nimmer ganz so wichtig.
Und dennoch: Ich wähle lieber 3 T - Turniere aus, weil es durchaus vorkommen kann, dass ich die 3 T auch wirklich mal auskosten will - wenn auch selten.
Und für solche Turniere, oder gar 5 T oder 7 T Bedenkzeit, bringt die GBZ definitiv etwas.
Evtl. ist die Implementierung einfach, wenn man - wie in meinem Bsp. beschrieben - die Urlaubsplanung da nicht reinverwurschtelt.
Aber das kann nur shaack beurteilen.

Nochmal die Frage in die Runde: Wie handhaben andere Server dieses Thema?

Alapin2, 39/97, 30. Mar '26

Alapin2 - 30. Mar '26
...Meine Schachfreundin hier hatte sich das Bein gebrochen.Besuch am nächsten Tag im Krankenhaus : Nicht ansprechbar, total sediert.
Ihre Partien hatte sie,Tage später wieder ansprechbar, natürlich alle wegen ZÜ verloren.Inzwischen ist sie wieder auf ihrem alten Punktestand.
Sowas ist natürlich richtig ärgerlich....aber da gibt es dann im Moment Wichtigeres als Schach.
Ansonsten : Wer sich für ein Turnier anmeldet, sollte doch irgendwie die Zeitvorgaben im Blick haben.Notfalls durch eine Weckfunktion auf dem Handy,oder?
Kann doch nicht alles der Betreiber regeln.Ist man da vielleicht irgendwie auch noch selbst verantwortlich ?🙄Das war die Meinung von einem "alten weissen Mann".

brauna, 40/97, 30. Mar '26

brauna - 30. Mar '26
@alapin2: Sorry, aber es geht drum, 3T- oder 7T-Turniere nicht ewig in die Länge zu ziehen, weil manche diese 3T respektive 7T Turniere gerade gegen Ende des Spiels, wenn eine Niederlage droht, voll auskosten, und unsportlicherweise das Turnier bzw. die nächste Runde damit extrem verzögern.

shaack, 41/97, 01. Apr '26

shaack - 01. Apr '26
@braune Wie ich oben berechnet hatte, löst eine Gesamtbedenkzeit dieses Problem nicht. Sie schafft lediglich neue Komplexität. Mit einer GBZ von 50 Tagen sind das 100 Tage pro Spiel. Das Pokalturnier hat 5 Runden. Mit einer Gesamtbedenkzeit von 50 Tagen dauert das Pokalturnier dann bis zu 500 Tage, also 1,5 Jahre.

Die Sache ist nur die, dass das Pokalturnier bisher erfahrungsgemäß nur ca. 1 Jahr dauert. Die GBZ von 50 Tagen deckelt es dann auf 1,5 Jahre, die eh sehr unwahrscheinlich erreicht werden.

In der Praxis bedeutet es für jeden Spieler, dass er nicht mehr nur eine Uhr im Blick hat, sondern zwei. Gerade für weniger erfahrene oder gelegentliche Spieler ist das eine erhebliche Hürde. Die Frage "Kann ich mir diesen Zug leisten?" wird plötzlich zu einer Kalkulation über die gesamte Partie, das nimmt dem Korrespondenzschach etwas von seiner Leichtigkeit.

Eine hoch komplexe Urlaubsregelung kommt dann noch dazu. Einerseits soll der Urlaub zählen (Bedenkzeit) und andererseits nicht (Gesamtbedenkzeit). Wie soll man solch komplexe Prozesse so kommunizieren, dass es jeder versteht? Aussichtslos. Menschen lesen nicht im Internet, sie wollen einfach nur Schach spielen.

Wie ich auch geschrieben hatte, ist der Einbau einer solche Gesamtbedenkzeit ein Aufwand von mehreren Wochen. Ca. 10-20 Personentage oder mehr. Wir reden hier von Kosten im fünfstelligen Bereich für eine Idee, die gefühlt etwas bringt, das sich aber mit keiner Mathematik bestätigen lässt.

Vabanque, 42/97, 01. Apr '26

Vabanque - 01. Apr '26 Bearbeitet
Da scheint es so ähnlich zu sein wie mit der Sommerzeit. Gefühlt bringt sie etwas, weil es abends länger hell ist, objektiv bzw. rechnerisch lässt sich dies aber wohl nicht bestätigen.
Ich persönlich finde die GBZ sogar die einfachste, übersichtlichste und am leichtesten zu verstehende Bedenkzeit (schließlich wurde sie ja im Nahschach vor der Einführung des Inkrements ausschließlich so praktiziert, und ich habe noch nie jemanden getroffen, der das Prinzip nicht verstanden hätte), aber subjektiv gehen da die Einschätzungen - wie in vielen Dingen - offenbar sehr auseinander.
Letzten Endes ist der Programmieraufwand natürlich im hier gegebenen Rahmen immer das entscheidende Kriterium.
Wobei man es auch so machen könnte, dass man die GBZ Mitgliedern für einen gewissen zu zahlenden Betrag zur Verfügung stellt, damit sich der Aufwand rechnet. Und das wäre definitiv kein 'pay to win'!
Und die Urlaubsregelung ist in meinen Augen sowieso ein alter Zopf aus der Zeit des Postkartenschachs, wo man an seine Züge nicht ran konnte, wenn man von zu Hause abwesend war. Mittlerweile ist der Fernschach-'Urlaub', wie auch bereits häufig betont wurde, nur noch eine Möglichkeit zur Bedenkzeitverlängerung, die man vielleicht bei 24h-Partien ab und zu mal benötigt, aber sicher nicht bei 7 oder gar 30 Tagen pro Zug.
Und wenn man schon unbedingt an dem alten Zopf des Fernschach-'Urlaubs' festhalten möchte, dann sehe ich da bezüglich der GBZ auch kein Problem, die Bedenkzeit des Spielers verlängert sich dann halt einfach um die in Anspruch genommenen 'Urlaubs'-Tage (bzw. die Uhr wird gestoppt und am Ende des 'Urlaubs' wieder in Gang gesetzt) . Wo liegt da die Schwierigkeit?

shaack, 43/97, 01. Apr '26

shaack - 01. Apr '26
Der Programmieraufwand ist nur ein kleiner Anteil des Gesamtaufwandes. Programmieren löst keine Probleme. Prozesse lösen Probleme und Prozesse sind starr.

aguirre, 44/97, 01. Apr '26

aguirre - 01. Apr '26
"Und die Urlaubsregelung ist in meinen Augen sowieso ein alter Zopf"

Ich entschuldige mich schon jetzt für meine Frage.

Ist nachvollziehbar wie viel Prozent der Schachfreunde im Jahr die Urlaubsregelung in Anspruch nehmen?

Vielen Dank.

macmoldis, 45/97, 02. Apr '26

macmoldis - 02. Apr '26
Ich finde eine Gesamtbedenkzeit noch immer bedenklich,
da man für beide Spieler hier nicht die gleichen Spielbedingungen voraussetzen kann.

Spieler 1 sitzt zu Hause, kann gefühlt jede Stunde ziehen während bei Spieler 2 die Bedenkzeit abläuft, weil dieser auf Arbeit oder in der Schule sitzt und eben nicht ziehen kann.

Vabanque, 46/97, 02. Apr '26

Vabanque - 02. Apr '26 Bearbeitet
Diese Situation der 'ungleichen Spielbedingungen' hast du doch bei jeder Bedenkzeitregelung. Rentner, und zu einem Teil auch Homeoffice-Leute, sind im Online- Schach natürlich in einer besseren Situation als andere. Ob sie deswegen auch bessere Spielergebnisse erzielen, ist freilich wieder eine andere Frage.

brauna, 47/97, 02. Apr '26

brauna - 02. Apr '26
Offenbar haben andere schachserver auch keine Lösung für die GBZ, sonst würde sich auf meine Frage hin doch irgendwer melden?? Gibt doch hier einige, die tatsächlich die Zeit haben, sich auch noch auf anderen Plattformen rumzutummeln!?

macmoldis, 48/97, 02. Apr '26

macmoldis - 02. Apr '26 Bearbeitet
@Vabanque
sehe ich nicht so, bei der jetzigen Fernschach-Bedenkzeit muß man bspw. halt nur mal innerhalb 24h online sein und ziehen, das gilt für beide ohne das der andere einen Vorteil/Nachteil hat, wenn es mal 23 Stunden und eben mal 5 Minuten zwischen den Zügen dauert.

Die Gesamtbedenkzeit ist nichts anderes wie Live-Schach, nur mit anderer Zeit, ob nun 10 Minuten oder 50 Tage.
Und stell dir hier das Live-Schach vor, wenn einer der Spieler sich in den 10 Minuten nebenbei um Haushalt/Kinder kümmern muß. Das hat nichts mit spielerischen Können zu tun, sondern einfach Zeit.

Was bei 10 Minuten Zeit für ein Schachspiel noch möglich ist, nämlich momentan keine anderen Verpflichtungen einzugehen, da bist du bei 50 Tagen raus ... und da kommt dann der Unterschied.
Einer hat zu tun, ein anderer hat Zeit, das sind für mich die ungleichen Spielbedingungen bei der längeren Gesamtbedenkzeit.

hackelbaer, 49/97, 02. Apr '26

hackelbaer - 02. Apr '26
hmhm - Ich denke, wer nicht sicher stellen kann, dass er 50 Tage lang jeden oder jeden zweiten Tag mal eine halbe Stunde Freizeit hat, der hat andere Probleme, als sich zu Turnieren zu melden *Schulter zuck*

Unvorhergesehenes natürlich nicht eingerechnet, aber da hilft ihm die aktuelle Bedenkzeitregelung auch nicht.

Oder weniger flapsig:
Ob ein Turnier mit klassischer Bedenkzeit oder Gesamtbedenkzeit gespielt wird, steht sicher in der Ausschreibung. Insofern kann es eigentlich von Spieler_innen-Seite aus keinen einwand gegen die GBZ geben, weil ja niemand darüber spricht, dass es nur noch GBZ geben soll.

Per Aspera

Teddy

macmoldis, 50/97, 02. Apr '26

macmoldis - 02. Apr '26
@hackelbaer
stimmt schon, aber es ist ja nicht die halbe Stunde oder mehr am Tag

es ist die Frage, wessen Zeit läuft ab?

Desjenigen mit reichlich Zeit am Rechner, der jederzeit auf den Zug des Gegenspielers reagieren kann und so den letzten Zug machen kann ... oder dem, der aufgrund anderer Verpflichtungen (Arbeit usw.) eben diesen Zug nicht mehr erwidern kann, obwohl er bspw. jeden Tag zwei Stunden oder auch mehr online ist.

Wer ist zeitlich im Vor-/Nachteil?

Coffins, 51/97, 02. Apr '26

Coffins - 02. Apr '26 Bearbeitet
Obiges Zitat vom 29.März 2026
-----
>>shaack hatte statt dessen mal x züge in y tagen angedacht<<

Was ich immer noch für eine sehr gute Lösung halte. Z.B. 10 Züge in 30 Tagen, was flexibler wäre als 3 Tage pro Zug.

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Dieser Vorschlag kam in vielen Jahren von etwa 2010 - 2015 immer von mir.
Ich hatte dies ca 3-4 mal ins Forum geschrieben und klar die Vorteile benannt.
Nie wurde das jemals berücksichtigt. Eigentlich immer von einzelnen zerredet oder als schlecht erachtet.

Daher spiele ich seit mehr als 10 Jahre keine Turniere mehr.
3 Tage pro Zug ist mir oft zu stressig.
12 Tage für 4 Züge (dasselbe Verhältnis) kann ich mir oft gut einteilen.
Nach z.B. 6 Tagen mit 3 Zügen bleibt ein 6 Tage für 1 Zug übrig ... und man kann entspannt in ein langes WE fahren.

Wie gesagt, der Vorschlag x Züge für y Tage kam früher immer von mir.
... und wünsche ich mir sogar noch heute ... habe nur keine Motivation mehr, mich hier wieder und wieder zu erklären ... 😶 ... und 15 Jahre ist lange her ... 😕


VG - Coffins

Vabanque, 52/97, 02. Apr '26

Vabanque - 02. Apr '26
Von dem dieser Vorschlag auch immer stammte: ebenso habe ich ihn immer befürwortet und tue das auch jetzt noch👍

Allerdings ist die Chance einer Umsetzung hier wohl fast genauso gering wie bei der - seltsamerweise heftigst umstrittenen - GBZ.

brauna, 53/97, 07. Apr '26

brauna - 07. Apr '26
Ich denke bei einem Aufwand von 10-20 Personentagen zur Realisierung ist eine Implementierung nicht gerechtfertigt bei etwas, dessen Nutzen nur für Turniere interessant ist.
Ich hatte mir die Realisierung einfachst vorgestellt, was sie offenbar nicht ist.
shaack's Beispiel leuchtet ein: Bei einer GBZ von 50 Tagen pro Spieler dauert ein Turnier dennoch 1,5 Jahre....iss viel zu lang.
Interessanter ist da schon die Aussage, dass eine Runde meist viiiieeeeellll schneller zu Ende ist, denn daraus folgt:
Ich bin überzeugt, dass das Ganze interessant wird bei einer GBZ von z.B. 10 T/Person! Dann kommt Würze rein. Der ganze Urlaubsquark bleibt dabei selbstverständlich außen vor, weil er keinen Sinn macht.
Des weiteren gilt:
Andere Schachserver scheinen das Feature auch nicht zu haben, denn auf 3fache Rückfrage kam dazu von niemandem eine Antwort drauf.
Ergo: Das Thema GBZ ist endgültig passé!
.

Vabanque, 54/97, 07. Apr '26

Vabanque - 07. Apr '26 Bearbeitet
>>Interessanter ist da schon die Aussage, dass eine Runde meist viiiieeeeellll schneller zu Ende ist<<

Das hat mich auch äußerst stark gewundert.

>>Ergo: Das Thema GBZ ist endgültig passé!<<

Scheint leider so.

Aber SF Hasenrat schrieb irgendwo, dass es auf einem anderen Server offenbar Turniere OHNE Urlaubsmöglichkeit gibt ... ich denke, diese Option würde Turniere durchaus beschleunigen.

Doublehunter, 55/97, 10. Apr '26

Doublehunter - 10. Apr '26
Ja Gesamtbedenkzeit, das war mal ein Thema. Auch mit Zustimmung, wenn es mich nicht täuscht. Da gab es auch "Rechenmodelle" zwischen Frühaufsteher und Nachtschwärmer? Dann wurde doch immer wieder verwiesen, dass es hier ein Fernschachserver sei, (also es dauert lange, schwang so im Unterton mit).
Nun ich spiele mittlerweile überwiegend in einem Club und auch bei einem anderen Schachserver, denn wer will denn schon so lange auf ein Zug warten, das man seinen Plan vergesssen hat?
Das ist das Ergebnis von GBZ ist nicht nötig!
Ich muss sagen, die Clubliga ist ein Beispiel mit solch langen Bedenkzeiten. 7 Tage ist einfach zu lang! Es ist eine gute Idee mit der CL, aber das das Ganze ewig dauert...
Vielen Dank an meinen bisherigen Gegnern, die viel schneller genatwortet haben.
Grüessli Doublehunter

hackelbaer, 56/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
Hallo Schachfreund_innen,

dass die GBZ nur etwas für Turniere sei, dem kann ich nicht zustimmen. Ich würde sie auch für "normale" Partien verwenden, weil ich regelmäßig durch die Decke gehe, wenn ganz kurz vor der ZÜ ein Ich-weiß-nicht-was-ich-sonst-machen-soll-Zug kommt. Und zwar egal, ob das nach 1, 2, 3 oder 100 Tagen ist. Andererseits kann ich auch nicht alle ignorieren, die das mehrfach in einer Partie machen.

Es bleibt jedenfalls die Tatsache, dass beim aktuellen Stand beim Fernschach die Zugzeit-Ausnutzer_innen massiv bevorzugt werden. Das mag für Postkartenschach angemessen sein, aber ist irgendwie nicht zeitgemäß.

Anders ausgedrückt: Bei CM klafft eine gewaltige Lücke zwischen Live-Schach und Fernschach. Diese Lücke zu schließen rechtfertigt m.E. sogar mehr als ein paar Menschtage.


Es mag sein, dass dieses Schema in das bestehende Konzept nicht leicht einzufügen ist. Schließlich haben wir es mit einem gewachsenen System zu tun. Andererseits wurde für 960 und Schachfußball auch ein Bisschen Code in die Hand genommen und ich hoffe, dass das nicht nur mir gefällt.

Wenn Mensch also zur Umsetzung einer GBZ eine neue Kathegorie "Online-Schach" einführen muss, dann wäre dies m.E. durchaus zeitgemäß.

Per Aspera ad Astra

Teddy

brauna, 57/97, 11. Apr '26

brauna - 11. Apr '26
Widerspruch! Eigentlich klafft keine eklatante Lücke zwischen Fern- und Liveschach. Spiel doch 24h-Partien, lieber Teddy, dann fällt das Problem "ewiges Warten auf gegnerischen Zug " für dich weg.
LG Arno

kimble, 58/97, 11. Apr '26

kimble - 11. Apr '26
Habe mich in den letzten Jahren auch häufig über die um jeden Preis Zeitbehauptungsspieler*Innen geärgert.
Ändert aber nichts daran, dass sie immer wieder auftreten.
Inzwischen habe ich meine innere Einstellung dazu geändert, nutze den Notizzettel in entsprechendem Spiel und schreibe einfach "gelaufen" drauf.😅
In meiner playlist suggeriert mir das, betr. Partien einfach nicht mehr mitzuzählen.(Notizen sind in der playlist ja ersichtlich)
Irgendwann wird die Quittung kommen.
Habe momentan eine Partie, da hampelt Gegner*in seit zwanzig Zügen auf aussichtslosem, verlorenem Posten. Manche nehmen das mit dem "Kampf bis zur letzten Patrone" gekoppelt mit ermürbendem Zeitmanagement einfach etwas zu ernst und als Vorwand nicht aufgeben zu müssen.

Grundsätzlich sehe ich es auch so,
ist Fernschach hier auf cm, da kann ich nicht die gleichen Maßstäbe und Erwartungshaltungen wie im Nahschach anlegen.

hackelbaer, 59/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
Lieber Arno und Alle,

ich spiele - außer wenn ich muss wegen Turnieren - ohnehin nur 24 Stunden. Aber auch da kommt es bisweilen vor, dass die ersten 5 Züge 5 Tage und 5 Stunden dauern. Wobei die 5 Stunden von mir und hoch angesetzt sind. Ich bin mir sicher, dass das anders wäre, wenn es im jeweiligen Spiel eine GBZ gäbe, denn niemand braucht im Ernst 23:59 für 2: Sf6 oder so.

Ich spiele hier kein Live-Schach, weil wenn ich das will, dann treffe ich mich mit einem Freund. Deswegen weiß ich jetzt nicht, wie die maximalen Zeitvorgaben da sind. Aber nehmen wir mal wie im RL 60 Min + 30 Sek/Zug an, dann finde ich da doch schon ein wenig Raum bis zu 24 Stunden pro Zug.

dieser Zwischenraum mag nicht von Allen als zu füllende Lücke empfunden werden, aber vorhanden ist er :-)

Und abgesehen davon, dass ja mich niemand zwingt, 30-tage-Partien anzunehmen, wäre ja auch niemand gezwungen, Partien mit 120+12 (Also fünf Tage gesamt + 12 Stunden pro Zug) anzunehmen.

Mir würde so ein Schema aber entgegen kommen, denn ich schau hier meistens morgens vor der Arbeit und abends vor dem Schlafengehen rein.

Zwei Schachfreund_innen könnnten beim Schema 2 x Online pro Tag maximal 6 Zeitzohnen voneinander entfernt wohnen, mit den 12 Stunden pro Zug also noch sehr gut dabei sein.

Klar! Wenn Mensch 40 Partien offen hat, dann kann Mensch damit ganz schön in Stress kommen, aber vielleicht haben die ja nur 40 Partien offfen, weil sie keine Lusst haben, auf einen Zug einer SF zu warten? ;-)

Ad Astra

Teddy

fair_player, 60/97, 11. Apr '26

fair_player - 11. Apr '26
alles recht müßig

hackelbaer, 61/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
@fair_player: Dann diskutier' doch einfach nicht mit.

toby84, 62/97, 11. Apr '26

toby84 - 11. Apr '26
das sind halt die spieler, die ihre partien mit "nächstes spiel am zug" organisieren. da spielen diese leute offensichtlich so lange, dass gerade alle partien bedient sind, bis man das nächste mal online kommen kann. so kommt es dazu, dass diese spieler immer und ausnahmslos auf den letzten drücker spielen. das ist halt legitim. und genau bei diesen spielern wäre die frage, wie GBZ überhaupt umzusetzen wäre. denn der button "nächstes spiel am zug" existiert halt, der wird nicht wieder entfernt. wie soll der in kombination mit GBZ funktionieren? zuerst 120 tage gar nicht anzeigen und dann alle 12 stunden aufploppen? 😉 die komplexität bei der GBZ ist tatsächlich sehr hoch.

Vabanque, 63/97, 11. Apr '26

Vabanque - 11. Apr '26
Ich verstehe das Problem nicht: Falls der Button 'Nächstes Spiel am Zug' auch bei der GBZ bleibt, führt er halt einfach auf das Spiel mit der geringsten noch verbleibenden BZ.
Wo soll hier die Komplexität sein? Für mich ist die GBZ - die sich im Nahschach seit vielen Jahrzehnten bewährt hat - immer noch die allereinfachste Bedenkzeitregelung.

shaack, 64/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26
Okay, dann will ich noch einmal berechnet haben, was dadurch genau schneller wird.

hackelbaer, 65/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
Hallo SF,

ja, es ist manchmal schwierig, seine Partien mit "nächstes Spiel am zug" zu organisieren. Vor Allem dann, wenn Mensch den Überblick verloren hat ;-) Aber das sind vermutlich genau die Spieler_Innen, die bei mir kein Sternchen neben dem Namen und 40 Partien am laufen haben.

Andererseits mussten sich im RL auch viele SF und Clubs neue Uhren kaufen, als von fixer Bedenkzeit auf Inkriment umgestellt wurde.

Nicht zuletzt deshalb bin ich ja der Meinung, dass wir hier eigentlich über einen dritten Modus zwischen Live- und Fernschach sprechen - Online-Schach oder von mir aus auch Mail-Schach oder echtem Chessmail.

Abgesehen davon würde Nichts dagegen sprechen, bei "nächstes Spiel am Zug" tatsächlich das mit der aktuell geringsten Gesamtbedenkzeit anzuzeigen.

Wenn Leute es sich leisten können und wollen, ihren Zeitvorrat für e5 um 5 Tage zu reduzieren, dann sollen sie das tun. Es gibt zwar u.U. ein Recht auf Faulheit, aber wie bei jedem Recht gibt es keine Garantie, dass seine Wahrnehmung keine Nachteile erbringt.

Mit der Kacheldarstellung, der sortierbaren Tabelle und den Mail-Benachrichtigungen gibt es schon mal mindestens drei andere zumutbare Strategien, ohne dass wir Mensch dazu zwingen, zu Zettel und Stift zu greiven.

Per Aspera

Teddy

Vabanque, 66/97, 11. Apr '26

Vabanque - 11. Apr '26
Ich habe tatsächlich kein Wort von 'schneller' geschrieben, sondern nur von 'einfacher'.

brauna, 67/97, 11. Apr '26

brauna - 11. Apr '26
@teddy: ich bin immer mehr der festen Überzeugung, dass eine GBZ von z.B. 5 oder 10 Tagen in der Tat eine richtige Bereicherung für chessmail wäre, und dass es was "prickelndes" in manches Spiel reinbringt.
Allerdings musst du dir bewusst sein: Nehmen wir dein Beispiel mit einer GBZ von 5 Tagen. Hat das Spiel sagen wir 60 Züge, dann musst du in deinen 16 Stunden wacher Zeit pro Tag im Durchschnitt 12 mal ziehen, unter der Voraussetzung, dass dein Gegner immer zeitnah antwortet. Das ist machbar - auch bei mir - aber es ist nicht jedermanns Sache. Aber nun ja: Live-Schach ist auch nicht jedermanns Sache, iss also kein Argument.
Aber das Beispiel zeigt ganz deutlich @shaack: Bei solch kurzen GBZ-Zeiten kapiert jeder user, dass der Einbau einer "Urlaubszeitregelung" völlig sinnfrei wäre (genau die wird ja immer wieder als Gegenargument zur GBZ angebracht, weil kompliziert zu integrieren).

@toby: irgendwie hast du noch einen "Knopf" drin bei der GBZ, ich kann deine Argumentation überhaupt nicht kapieren respektive nachvollziehen. Schau dir dieses Bsp. hier, und mein ausführliches weiter oben nochmal in Ruhe an, vielleicht wirds dann verständlicher?

toby84, 68/97, 11. Apr '26

toby84 - 11. Apr '26
"Falls der Button 'Nächstes Spiel am Zug' auch bei der GBZ bleibt, führt er halt einfach auf das Spiel mit der geringsten noch verbleibenden BZ.
Wo soll hier die Komplexität sein? Für mich ist die GBZ - die sich im Nahschach seit vielen Jahrzehnten bewährt hat - immer noch die allereinfachste Bedenkzeitregelung."

genau mein beispiel? wenn du eine gesamtbedenkzeit von 120 stunden (war hier wohl gemeint) + 12 stunden pro zug hast, was wird passieren? nächstes spiel am zug wird die partie 120 stunden lang(!) ignorieren und dann alle 12 stunden hervorholen. ist das plausibel?

hackelbaer, 69/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
@Shaack:
> dann will ich noch einmal berechnet haben, was dadurch genau schneller wird.

Nutzer_innen-Zufriedenheit lässt sich nicht im Voraus berechnen.

Und viele hier angestellte Rechnungen waren doch recht tendenzös.

Wenn ein Zug bei einer 24-Stunden-Partie regelmäßig 25 Stunden dauert, dann sagt das Nichts über die Verteilung der jeweiligen Bedenkzeit aus. Es könnte ja z.B. sein, dass einer der beiden Spieler immer 23:59 spielt und sich um die Einhaltung des Turnierplans nicht kümmert. Am Ende wird dann die partie abgeschätzt und wegen einem halben Bauernpunkt demjenigen zugeschlagen, der sich nicht um den turnierplan gekümmert hat. Das ist jetzt im Moment sicher regelkonform, aber ist es auch sportlich?

Aber selgbst wenn es manche als sportlich empfinden, dass Langsamzieher_innen systematisch bevorzugt werden, ich gehöre nicht dazu.

Per Aspera

Teddy

Vabanque, 70/97, 11. Apr '26

Vabanque - 11. Apr '26
>>Aber selgbst wenn es manche als sportlich empfinden, dass Langsamzieher_innen systematisch bevorzugt werden, ich gehöre nicht dazu.<<

Ähnlich sehe ich es auch.

hackelbaer, 71/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
Hallo Arno und Alle,

Ja, 120:12 (Also 5 Tage Grundbedenkzeit + 12 Stunden pro Zug) ist sicher anspruchsvoll. Aber mir würde es entgegenkommen.

Es ist ja auch so, dass es immer wieder Phasen gibt, wo ein Plan abrollt und ich viel mit Eventualzügen arbeiten kann, wenn ich weiß, dass ich am Wochenende auch keine Zeit habe und so.

Letztlich gilt aber doch, dass wir niemand zwingen wollen, das so zu spielen.
Ich habe mit den aktuellen Regelungen aber ein Friss-oder-stirb-Problem.

Per Aspera

Yeti

shaack, 72/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26 Bearbeitet
@Vabanque Das heisst, der Vorschlag ist, dass ich etwas einbaue, das ungefähr 5-10 Personentage Aufwand ist, und was alle Prozesse hier auf den Server ändert, massive Migration und Probleme in der Kommunikation bringen wird, weil du es gefühlt einfacher finden könntest, ohne dass es weitere konkrete Vorteile hat?

Vabanque, 73/97, 11. Apr '26

Vabanque - 11. Apr '26 Bearbeitet
Ich bin ja offenbar nicht der einzige Befürworter der GBZ hier, und ich bin auch nicht der Threadstarter. Ich bin nur ein Unterstützer der Idee.
Andere User haben ja schon weitere Argumente und auch Rechnungen vorgelegt, und ich denke, das wird auch weiterhin so geschehen.
Nicht umsonst ist vor Jahren in einer cm-Umfrage die GBZ bei weitem an der Spitze der gewünschten Features gelandet.

Falls nur ich es als einfacher empfinde, vergiss es einfach!

hackelbaer, 74/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
@shaack
> @Vabanque Das heisst, der Vorschlag ist,

hmhm - Es ist ja nicht nur Vabanque :-)

Aber wenn du es ganz deutlich willst:
Ich habe derzeit keine echten _Vorteile davon, Premium-Mitglied zu sein. Nur eben das Gefühl, meinen Beitrag zu einem guten Projekt zu leisten :-)

Spiele mit GBZ / Inkriment spielen zu können, wäre ein solcher echter Vorteil für mich.

Andererseits:
Wenn Du keine Lust hast, es einzubauen, weil wir zu wenige sind oder es Dir zu viel Arbeit ist, dann sag das offen heraus, dann können wir uns das Gehirnschmalz sparen.

shaack, 75/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26 Bearbeitet
Der Grund ist, weil du es fühlst, glaubst, und nicht der einzige Befürworter bist? Solche Demos, auf dem Niveau, gab es viele in der Corona Zeit....

Es geht hier nicht darum, ob ich "Lust" habe, das einzubauen. Es geht darum ob es sinnvoll ist, mehrere Tage meines Lebens in dieses Feature zu stecken, das "gefühlt" eine Verbesserung bringt, ohne dass mir jemand konkrete Zahlen nennen kann.

Kein Server hat es! Warum wohl? Es nervt mich wirklich langsam, bin ich hier bei den Bedenkzeitschwurblern gelandet oder was? Es gibt Mathematik, mit der kann man Dinge berechnen. Und die Berechnung ergab bisher, dass eine GBZ - nichts - bringt, ausser gefühlt.... vielleicht....

brauna, 76/97, 11. Apr '26

brauna - 11. Apr '26
@shaack: Hmm, dein letzter Kommentar, na ja, ist deine Sache.🙄

Zurück zur GBZ: Deine geschätzten 5 - 10 PT bezogen sich meines Wissens darauf, dass eine komplizierte Urlaubsregelung einzubauen ist.

Mein Beispiel erläutert, warum das absolut überflüssig ist.

hackelbaer, 77/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
> Solche Demos, auf dem Niveau, gab es viele in der Corona Zeit....

Sorry, aber das geht zu weit

shaack, 78/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26
Okay Vorschlag, ich baue es ein, aber die die es wollen bezahlen es. Ich denk, dass wir das locker unter 15.000 Euro hinbekommen könnten. Andere Weiterentwicklung wie zum Beispiel, der aktuell etwas instabile neue Server, müssen dann natürlich warten. So ok?

brauna, 79/97, 11. Apr '26

brauna - 11. Apr '26
Was ist los? Das sind Killerphrasen, und du weißt es!!!
Überleg mal kurz! Danke!

shaack, 80/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26 Bearbeitet
Das ist das was passiert, wenn wir eine neue Bedenkzeitregelung einführen. Das Thema ist so komplex, dass es über Monate weitere Entwicklung aufhalten wird. Grund für den Aufwand: Es bringt gefühlt etwas. Wissenschaftliche Grundlage dazu: Keine. 🤷‍♂️
...Beispiele von anderen Server, auf denen es funktioniert hat: Keine. 🤔

shaack, 81/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26
Das widerspricht dem Grundprinzip von chessmail, einfach zu sein. Ich hatte ja schonmal, als das Thema letztens aufkam, einen Vorschlag für eine tatsächlich einfacher umzusetzende Bedenkzeitregelung gegeben. Eine GBZ ist - nicht - einfach, es ist eine hochkomplexe Änderung, vor allem weil sie mit der aktuellen nicht kompatibel ist.

hackelbaer, 82/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
@Shaack:

dann schreibe ich jetzt auch mal ungefiltert:

1. Du spielts "Teile und Herrsche" indem Du einzelne, die im Thread mitschreiben angreifst.

2. Du spielst "Ich bin der Chef", was zweifellos stimmt, aber dann sage es eben auch so oder schreib überhaupt nicht.

3. Du verlangst Zahlen / Berechnungen und solltest doch wissen, dass Mensch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann. Eine GBZ mit Inkriment ist von der Art etwas anderes als das jetzige Fernschach und auch etwas anderes als das jetzige Live-Schach.

4. Der steuerfreie grundbetrag beträgt in D derzeit gut 12000 Euro im Jahr. Das sind also 1000 Euro im Monat oder 50 Euro pro Arbeitstag Jeweils grob gerechnet natürlich.

Und auch wenn ich im Moment echt stinkig auf dich bin, so mache ich hier doch öffentlich folgendes Angebot:

Sobald diese Funktion eingebaut und positiv getestet ist, überweise ich Dir 500 Euro - also 10 Tage.

Vielleicht schließt sich ja noch wer an.

Per Aspera

Teddy

shaack, 83/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26
Nee, wir müssen uns jetzt erstmal um den neuen Server kümmern. GBZ ist ein sog. "Luxusproblem". Und jetzt mal ganz ehrlich, es zeigt sich immer wieder, dass es ein Fehler meinerseits ist, im Forum überhaupt Reaktionen auf Nutzeranfragen zu geben. Ich kann dabei nur verlieren.

hackelbaer, 84/97, 11. Apr '26

hackelbaer - 11. Apr '26
NÖ, Du könntest auch gewinnen:

1. Du könntest um Verzeihung für den Corona-_Schwurbler-Vorwurf bitten.
- Ja: is schlecht, dich öffentlich dazu aufzufordern,
- aber ja: war auch schlecht öffentlich nicht von alleine auf die Idee zu kommen.

2. Du könntest dich daran erinnern, dass Du immer wieder fragst, ob wir noch Ideen für Premium-Features haben und froh sein, dass wir sie haben.

3. Du könntest die Welt positiv sehen, indem du nicht sagst: "Das Feature gibts ja nirgendwo, also muss es schlecht sein"; sondern "Hurra, wir spendieren CM ein Alleinstellungsmerkmal!".

Ad Astra

Teddy

eika13, 85/97, 11. Apr '26

eika13 - 11. Apr '26
Ich hatte ja hier schonmal meine Meinung geäußert das laufende "Schlechtverbesserungen" der gewollten Einfachheit von chessmail entgegenstehen.
Wer möchte denn und warum eine GBZ Regelung ?
Ich meine Spieler welche das Verschleppen von Turnieren verhindern wollen.
Könnte man regeln wie in der clubliga ein Ende des Turniers oder der Runde festzulegen und dann relevant offene Spiele abschätzen.
Und wohl Spieler welche ein zügigeres Spiel bevorzugen, diese können doch Spiele mit geringerer Bedenkzeit pro Zug spielen.
Der Nutzen einer GBZ ist nicht nachgewiesen, der Aufwand zu hoch,
ich würde es lassen.

TscheierDeluxe, 86/97, 11. Apr '26

TscheierDeluxe - 11. Apr '26
Um mal was Positives zur Abwechslung zu nennen:

Danke für die Einführung der zusätzlichen Möglichkeiten von 2 Tage / Zug und 5 / Tage pro Zug. Das macht Chessmail für mich noch angenehmer und flexibler vor allem bei Turnieren.
👍👍

Jetzt misch ich nicht mehr ein.

Grüße

TscheierDeluxe

brauna, 87/97, 11. Apr '26

brauna - 11. Apr '26
Ich erinnere ein letztes Mal daran, dass in der Abfrage von shaack vor mehreren Jahren die GBZ das VON DER GESAMTHEIT DER USER DAS AM MEISTGEWÜNSCHTEN NEUE FEATURE WAR!!

kimble, 88/97, 11. Apr '26

kimble - 11. Apr '26
Bei aller objektivierbaren Richtigkeit dieser Aussage, bitte nun nicht in schreienden Trump'schen Sprachduktus verfallen...

shaack, 89/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26
@brauna Willst du damit sagen, dass die Mehrheit immer Recht hat und die richtigen Entscheidungen fällt?

Vabanque, 90/97, 11. Apr '26

Vabanque - 11. Apr '26
Ich habe mir als Lehrer einige Male den Spaß erlaubt, in der Klasse eine Mehrheitsentscheidung zwischen zwei Aufgabenlösungen durchzuführen. Eine Lösung war richtig, die andere schien plausibel, war aber falsch. Immer hat sich die Mehrheit der Klasse für die falsche Lösung entschieden! Da sagte ich dann jedesmal hinterher: 'Seht ihr, das sind die Folgen der Demokratie.'😁
(Zumindest sofern man sie auf Mathe/Physik anwendet)

Vabanque, 91/97, 11. Apr '26

Vabanque - 11. Apr '26 Bearbeitet
Aber im Hinblick auf die GBZ drängt sich mir eine andere Frage auf:
Warum hast du, @shaack, damals diese Option überhaupt in einer Umfrage zur Wahl gestellt? Damals musst du ja wohl zumindest die Einführung in Erwägung gezogen haben, anders als heute.
(Vermutlich würde ohne die damalige Umfrage und ihr Ergebnis die GBZ mitterweile nicht mehr so heiß diskutiert werden.)

shaack, 92/97, 11. Apr '26

shaack - 11. Apr '26
Damals habe ich den Umfang einer solchen Anpassung noch nicht gesehen.

Alapin2, 93/97, 11. Apr '26

Alapin2 - 11. Apr '26
Kommentar "Fritz+Fertig",Anfängerschachprogramm, zu einer Kombination mit überlasteter Dame :" Was soll die Dame denn noch alles können ?".
Verbesserungen/Veränderungen : Gut+schön...,reines Anspruchsverhalten : Modern
+ kleinkariert !🤨

toby84, 94/97, 21. Apr '26

toby84 - 21. Apr '26 Bearbeitet
na dann schauen wir uns das doch genauer an:

/forum/thread/jfL6AqjoZ2Sz

gibt es meinungen zu einer lösung mit inkrement statt GBZ?

brauna, 95/97, 21. Apr '26

brauna - 21. Apr '26
Die Fragen von einigen lassen vermuten, dass die inkrement Lösung für viele schwer verständlich sein wird

Oli1970, 96/97, 21. Apr '26

Oli1970 - 21. Apr '26 Bearbeitet
>> Die Fragen von einigen lassen vermuten, dass die inkrement Lösung für viele schwer verständlich sein wird <<

Das glaube ich nicht. Das Problem ist eher, dass hier viel in den Raum geworfen wird, ohne vorhergehende Beiträge / Kontext zu lesen und darauf einzugehen.

Bevor shaack das Thema quasi beendet hat, hatte ich - KI-gestützt - ein paar Überlegungen und Berechnungen angestellt. Wer sie lesen will, hier ist die Kurzversion eingestellt: /club/Schach_Freunde/page/GBZ

Unten angefügt findet sich noch ein Link zur Langversion mit höherem Detaillierungsgrad, den Berechnungen, Vergleichen, Optimierungsmöglichkeiten und Überlegungen zur Implementierung. Vielleicht nützt es was in einer Zukunft, vielleicht auch nicht.

toby84, 97/97, 22. Apr '26

toby84 - 22. Apr '26
letztendlich wäre ich mit jeder alternative zufrieden, die bisher je auf den tisch kam. es wäre einfach schön, wenn es einen flexibleren modus gäbe als standard-fernschach-zeit. es kann gerne die variante sein, die den geringsten programmieraufwand und die wenigsten komplikationen mit sich bringt.