Colorado77, 1/82, 24. Feb '16
Hallo Schachfreunde auf CM!
Sehr gerne veröffentliche ich eine tolle Anregung von unserem Klubmitglied und Moderator Arcachon (siehe unten in Zitat).
In Kurzfassung geht es um die Bereiche Hilfsmatt, Selbstmatt und Retroanalysen.
Diese sind unten definiert.
Ablauf wird so sein, dass Arcachon jeden Samstag/Sonntag eine Aufgabe hier öffentlich einstellt.
Die Lösungen sollen dann bitte ausschließlich/nur per Mail an Arcachon erfolgen!
Hintergrund: Sonst ist einfaches copy/paste nicht auszuschließen.
Nach ein paar Tagen werden die Lösungen dann hier im Thread veröffentlicht.
Jedes Wochenende soll es eine neue Aufgabe geben.
Dauer: Die Testphase beträgt 3 Monate, um zu sehen, wie es angenommen wird.
Start: 05./06. März
Der Sieger (meisten Punkte) bekommt einen Informator (Standardwerk seit jeher).
Bedingungen:
- Mitgliedschaft bei DKJ
- Wohnort muss Deutschland, Österreich oder Schweiz sein (Portokosten)
Hier nun ausführlicher:
""Ich werde wöchentlich ein Schachrätsel veröffentlichen, das unmöglich mit einem Programm (Engine) zu lösen ist. Es geht um
Hilfsmatts
Beim Hilfsmatt kooperieren Weiß und Schwarz dergestalt daß Weiß den schwarzen König in der vorgegebenen Anzahl von Zügen mattsetzen kann. Die Forderung lautet Hilfsmatt in n Zügen (abgekürzt h#n). Wenn nicht anders angegeben, beginnt im Hilfsmatt stets Schwarz. In der Notation steht folglich im Hilfsmatt der Zug von Schwarz an erster Stelle vor dem von Weiß. (Siehe Definition im FIDE-Album)
Selbstmatts
Beim Selbstmatt erzwingt Weiß dass Schwarz ihn mattsetzt. Schwarz versucht dies um jeden Preis zu vermeiden.
Retroanalysen
Die Lösung eines retroanalytischen Problems verlangt sehr viel Fantasie und Vortellungsvermögen, ich werde auch nur relativ einfache Retroanalysen veröffentlichen.
Die Ausgangsstellung eines Problems muss in einer den Regeln entsprechenden Partie erreicht werden können (wobei es egal ist, ob die Züge unsinnig erscheinen oder nicht). Ist das nicht der Fall (etwa wenn weiße Bauern theoretisch dreimal geschlagen haben müssten, um die Stellung zu erreichen, bei Schwarz aber nur zwei Steine fehlen), so ist die Stellung illegal, was nur durch Zurückverfolgung (Retroanalyse) aufzuweisen ist.
Was die Rochade in der Schachkomposition angeht, so wird angenommen, sie sei so lange möglich, wie nicht durch Retroanalyse bewiesen werden kann, dass der König oder der Turm bereits gezogen hat.
Beim en-passant-Schlag hingegen gilt die Regel, dass er nur zulässig ist, wenn bewiesen werden kann, dass Schwarz zuletzt den Doppelschritt des Bauern gemacht hat.
Wenn bewiesen werden kann, dass Schwarz nicht zuletzt gezogen haben kann (wohl aber Weiß), so wird angenommen, dass nun Schwarz am Zuge sei.
Wenn eine dieser Überlegungen, die ja nur durch „Zurückverfolgung“ zu verifizieren sind, für die Lösung wesentlich ist, nennt man die Aufgabe retroanalytisch. Es gibt jedoch auch „echte“ Retro-Aufgaben, etwa mit Problemstellungen wie: Rekonstruiere die letzten zehn Halbzüge!
Diese Rätsel zu lösen wird nicht das Privileg der besten (stärksten) CM-Mitglieder sein sondern all jener, deren Vorstellungsvermögen stark ausgeprägt ist.
Hilfsmatt, Selbstmatt und die Retroanalyse sind von der FIDE anerkannte Schachkompositionen für die es auch weltweite Wettbewerbe gibt.
Für die Lösung gibt es drei Punkte, ist die Lösung nur angedacht aber ist der Löser auf dem richtigen Weg gibts dafür einen Punkt. Der Punktsieger erhält nach Jahresfrist einen Schachinformator aus meiner Bibliothek."
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Ich hoffe, dass von dem Angebot rege Gebrauch gemacht wird, es gibt bestimmt einige Problemschach-Anhänger hier auf CM.
Beste Grüße
C.77
Sehr gerne veröffentliche ich eine tolle Anregung von unserem Klubmitglied und Moderator Arcachon (siehe unten in Zitat).
In Kurzfassung geht es um die Bereiche Hilfsmatt, Selbstmatt und Retroanalysen.
Diese sind unten definiert.
Ablauf wird so sein, dass Arcachon jeden Samstag/Sonntag eine Aufgabe hier öffentlich einstellt.
Die Lösungen sollen dann bitte ausschließlich/nur per Mail an Arcachon erfolgen!
Hintergrund: Sonst ist einfaches copy/paste nicht auszuschließen.
Nach ein paar Tagen werden die Lösungen dann hier im Thread veröffentlicht.
Jedes Wochenende soll es eine neue Aufgabe geben.
Dauer: Die Testphase beträgt 3 Monate, um zu sehen, wie es angenommen wird.
Start: 05./06. März
Der Sieger (meisten Punkte) bekommt einen Informator (Standardwerk seit jeher).
Bedingungen:
- Mitgliedschaft bei DKJ
- Wohnort muss Deutschland, Österreich oder Schweiz sein (Portokosten)
Hier nun ausführlicher:
""Ich werde wöchentlich ein Schachrätsel veröffentlichen, das unmöglich mit einem Programm (Engine) zu lösen ist. Es geht um
Hilfsmatts
Beim Hilfsmatt kooperieren Weiß und Schwarz dergestalt daß Weiß den schwarzen König in der vorgegebenen Anzahl von Zügen mattsetzen kann. Die Forderung lautet Hilfsmatt in n Zügen (abgekürzt h#n). Wenn nicht anders angegeben, beginnt im Hilfsmatt stets Schwarz. In der Notation steht folglich im Hilfsmatt der Zug von Schwarz an erster Stelle vor dem von Weiß. (Siehe Definition im FIDE-Album)
Selbstmatts
Beim Selbstmatt erzwingt Weiß dass Schwarz ihn mattsetzt. Schwarz versucht dies um jeden Preis zu vermeiden.
Retroanalysen
Die Lösung eines retroanalytischen Problems verlangt sehr viel Fantasie und Vortellungsvermögen, ich werde auch nur relativ einfache Retroanalysen veröffentlichen.
Die Ausgangsstellung eines Problems muss in einer den Regeln entsprechenden Partie erreicht werden können (wobei es egal ist, ob die Züge unsinnig erscheinen oder nicht). Ist das nicht der Fall (etwa wenn weiße Bauern theoretisch dreimal geschlagen haben müssten, um die Stellung zu erreichen, bei Schwarz aber nur zwei Steine fehlen), so ist die Stellung illegal, was nur durch Zurückverfolgung (Retroanalyse) aufzuweisen ist.
Was die Rochade in der Schachkomposition angeht, so wird angenommen, sie sei so lange möglich, wie nicht durch Retroanalyse bewiesen werden kann, dass der König oder der Turm bereits gezogen hat.
Beim en-passant-Schlag hingegen gilt die Regel, dass er nur zulässig ist, wenn bewiesen werden kann, dass Schwarz zuletzt den Doppelschritt des Bauern gemacht hat.
Wenn bewiesen werden kann, dass Schwarz nicht zuletzt gezogen haben kann (wohl aber Weiß), so wird angenommen, dass nun Schwarz am Zuge sei.
Wenn eine dieser Überlegungen, die ja nur durch „Zurückverfolgung“ zu verifizieren sind, für die Lösung wesentlich ist, nennt man die Aufgabe retroanalytisch. Es gibt jedoch auch „echte“ Retro-Aufgaben, etwa mit Problemstellungen wie: Rekonstruiere die letzten zehn Halbzüge!
Diese Rätsel zu lösen wird nicht das Privileg der besten (stärksten) CM-Mitglieder sein sondern all jener, deren Vorstellungsvermögen stark ausgeprägt ist.
Hilfsmatt, Selbstmatt und die Retroanalyse sind von der FIDE anerkannte Schachkompositionen für die es auch weltweite Wettbewerbe gibt.
Für die Lösung gibt es drei Punkte, ist die Lösung nur angedacht aber ist der Löser auf dem richtigen Weg gibts dafür einen Punkt. Der Punktsieger erhält nach Jahresfrist einen Schachinformator aus meiner Bibliothek."
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Ich hoffe, dass von dem Angebot rege Gebrauch gemacht wird, es gibt bestimmt einige Problemschach-Anhänger hier auf CM.
Beste Grüße
C.77